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vom 01.01.2018, aktuelle Version,

Sattelberg (Stubaier Alpen)

Sattelberg
Der Sattelberg von Nordosten

Der Sattelberg von Nordosten

Höhe 2115 m ü. A.
Lage Tirol
Gebirge Stubaier Alpen
Dominanz 1,8 km Steinjoch
Schartenhöhe 91 mfd2
Koordinaten 47° 0′ 40″ N, 11° 28′ 45″ O
Sattelberg (Stubaier Alpen) (Tirol)
Sattelberg (Stubaier Alpen)
Gestein Quarzphyllit
Normalweg Wanderweg
Der Sattelberg von Süden

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Der Sattelberg ist ein 2115 m ü. A.[1] hoher Berg in den Stubaier Alpen an der Grenze zwischen Nord- und Südtirol.

Gipfelkreuz

Lage und Landschaft

Der Sattelberg liegt südlich von Gries am Brenner am Alpenhauptkamm. Über den Kamm verläuft die Grenze zwischen Nordtirol (Gemeinde Gries am Brenner) und Südtirol (Gemeinde Brenner), seit 1919 Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Der Berg fällt im Osten relativ steil zum Wipptal und zum Brennerpass (1370 m ü. A.) ab, Richtung Südwesten erstreckt sich der Kamm, der das Obernbergtal im Norden vom Wipp- bzw. Pflerschtal im Süden trennt, weiter ansteigend zum Steinjoch (2186 m ü. A.) und zum Hohen Lorenzen (2315 m ü. A.).

Es handelt sich beim Sattelberg um eine sanfte Bergkuppe, die bis rund 2000 m mit Fichtenwäldern und bis zum Gipfel von Almmatten bewachsen ist. Die Westflanke bis zum Gipfel ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Nößlachjoch – Obernberger See – Tribulaune.[2]

Geologie

Der Sattelberg besteht hauptsächlich aus Quarzphyllit mit Einschaltungen von Eisendolomit. Die Abhänge zur Sill unterhalb der Sattelbergalm sind aus Schwarzphyllit mit Einschaltungen von Kalkglimmerschiefer und Dolomit aufgebaut. Zwischen Gries am Brenner und der Sattelbergalm findet sich Bündnerschiefer mit Gesteinen der Matreier Schuppenzone.[3]

Nutzung

Skigebiet Sattelberg

Am Nord- und Osthang des Sattelberges befand sich ein kleines Schigebiet, das 2006 eingestellt wurde. Von Gries bis zur Sattelbergalm bestand von 1965 bis 2006 ein Doppelsessellift der Firma Doppelmayr.[4] Von dort führte ein Schlepplift bis knapp unter den Gipfel.[5] Im Bereich der Alm befanden sich zwei weitere Schlepplifte.[6][7]

Heute ist der Berg ein beliebtes Schitouren-[8] und Wandergebiet, der Gipfel ist in rund 2½ Stunden Gehzeit von Gries oder Vinaders zu erreichen. Von der Sattelbergalm ins Tal besteht eine Rodelbahn.[9]

Auf Südtiroler Seite war ein Windpark mit 19 Windkraftanlagen geplant, der u.a. vom Alpenverein Südtirol und vom Oesterreichischen Alpenverein bekämpft wurde.[10][11] Nach jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen wurde die Errichtung 2017 vom Kassationsgericht endgültig untersagt.[12]

Auf dem Gipfel betreibt die Universität Innsbruck eine Wetterstation.[13]

  Commons: Sattelberg (Stubaier Alpen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Österreichische Karte 1:50.000; in der Österreichischen Karte 1:200.000 mit 2113 m ü. A. verzeichnet
  2. Nößlachjoch-Obernberger See-Tribulaune. In: tiroler-schutzgebiete.at. Amt der Tiroler Landesregierung: Abteilung Umweltschutz, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. Axel Nowotny: Bericht 1998 über geologische Aufnahmen auf Blatt 148 Brenner. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, Band 142 (2000), S. 302-303 (PDF; 209 kB)
  4. 2-CLF Sattelberg. In: Lift-World. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  5. 2-SL Gipfellift. In: Lift-World. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  6. 2-SL Roßboden. In: Lift-World. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  7. 2-SL Almlift. In: Lift-World. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  8. Skitour Sattelberg von Gries am Brenner. In: almenrausch.at. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  9. Sattelberg. In: winterrodeln.org. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  10. Alpenverein Südtirol: Schulterschluss der Alpenvereine gegen Windparks in den Brennerbergen
  11. Oesterreichischer Alpenverein: Keine Windkraft in alpinen Lagen - Beispiel Brennerberge
  12. Anton Seeber: „Von Umweltschützern bekämpft“. Südtirol Online, 9. Juni 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.
  13. Sattelberg. Universität Innsbruck, abgerufen am 31. Dezember 2017 (englisch).