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vom 09.12.2017, aktuelle Version,

Silvia Grünberger

Silvia Grünberger (Wien 2008)

Silvia Grünberger (geb. Fuhrmann; * 3. Juli 1981 in Eisenstadt) war von 2002 bis 2013 Abgeordnete der ÖVP zum österreichischen Nationalrat.

Biographie

Grünberger besuchte die Volksschule in Weiden am See im Burgenland, wo sie auch aufwuchs. Nach der Hauptschule in Neusiedl am See besuchte sie das Oberstufenrealgymnasium Theresianum Eisenstadt. Nach der Matura 1999 begann sie das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien, im Jahr 2001 das Studium der Publizistik mit Psychologie und Philosophie an der Universität Wien.

Ihre ersten politischen Erfahrungen sammelte sie in der schulischen Oberstufe. Dort war sie zunächst Schulsprecherin an ihrer Schule und engagierte sich in der Landes- und Bundesschülervertretung. Danach war sie Landesobfrau der Burgenländischen Schülerunion sowie Bundesobfrau der Österreichischen Schülerunion, wo sie sich vor allem für ein Modulsystem in der AHS-Oberstufe und für Politische Bildung an den Schulen starkgemacht hat.

Über die Schulpolitik kam Grünberger zur Jungen ÖVP Burgenland. Sie wurde zunächst Mitglied und später Finanzreferentin im Vorstand. 1999 wurde sie Bundessekretärin der Jungen ÖVP und im Oktober 2001 zur Bundesobfrau gewählt (91 % der Delegiertenstimmen). In ihrer Funktion bestätigt wurde sie erstmals im Oktober 2004 (64,7 %, ein Gegenkandidat) und erneut Ende September 2007 (53 %, kein Gegenkandidat). Mit 4. Mai 2009 trat sie als Bundesobfrau der Jungen ÖVP zurück.[1]

Bei der Nationalratswahl im November 2002 kandidierte sie als Jugendvertreterin der ÖVP und wurde mit 21 Jahren zur damals jüngsten Abgeordneten ins Hohe Haus gewählt. Bei der Nationalratswahl 2006 wurde sie wieder in den Nationalrat gewählt und fungierte bis September 2013 als Jugend- und Kultursprecherin im ÖVP-Parlamentsklub.

Silvia Grünberger mit Maria Fekter und Johannes Hahn (2008)

Am 18. Juni 2013 erklärte sie, nicht mehr für den Nationalrat kandidieren zu wollen, und wechselte mit 1. Oktober 2013 in die Privatwirtschaft.[2]

Kritik

In Österreich wurde sie einer größeren Öffentlichkeit im Februar 2004 bekannt, als sie im Rahmen einer Diskussion, in der es um mögliche Kürzungen von Pensionen um ca. 10 Euro pro Monat ging, bemerkte: „Um 10 Euro kann man beim BILLA gerade drei Wurstsemmeln kaufen.“ Diese Bemerkung löste in der Öffentlichkeit große Empörung aus, es gab sogar Kritik aus den eigenen Reihen, und die damaligen Oppositionsparteien (SPÖ und Grüne) bezeichneten sie als einen Beweis dafür, wie „abgehoben und weltfremd“ Grünberger sei.[3] Grünberger sagte im Mai 2009 darüber, dass diese Aussage nur als Metapher gemeint war.[1]

Innerhalb der Jungen Volkspartei war Grünbergers Führungsstil (tw. als „eigenwillig“ bzw. „autoritär“ kritisiert) nicht immer unumstritten. Ihrem Rücktritt waren daher längere interne Diskussionen vorausgegangen.[4]

  Commons: Silvia Grünberger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 „Ich will nicht als Berufsjugendliche enden“ - Interview mit Silvia Grünberger auf derStandard.at
  2. „Silvia Grünberger wechselt in die Privatwirtschaft“
  3. Silvia Grünberger im derStandard.at-Interview über wahlkampfmüde FunktionärInnen, teure Wurstsemmeln und das „Allheilmittel“ Quotenregelung
  4. Jung-Schwarze: Neue Führung nach Querelen