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vom 27.04.2017, aktuelle Version,

Softwarepark Hagenberg

Softwarepark Hagenberg (Ortschafts­bestandteilf0)
Softwarepark Hagenberg (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Freistadt (FR), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Freistadt
Pol. Gemeinde Hagenberg im Mühlkreis  (KG Hagenberg)
Ortschaft Hagenberg im Mühlkreis
Koordinaten 48° 22′ 10″ N, 14° 30′ 50″ O
Höhe 450 m ü. A.
Gebäudestand 18 (Adressen, 2013)
Postleitzahl 4232 Hagenberg im Mühlkreis
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Hagenberg im Mühlkreis (40604 000)

Areal der Fachhochschule (Campus Hagenberg)
gegründet 1989
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

f0

Der Softwarepark Hagenberg (SWP Hagenberg) ist ein Universitäts- (Campus Hagenberg), Forschungs-/Technologie- und Gründerzentrum in der Gemeinde Hagenberg im Mühlkreis im Bezirk Freistadt, Oberösterreich.

Lage

Das Areal des Technologieparks liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Linz im Bergland des Mühlviertels, auf um die 450 m ü. A. direkt nordwestlich des Hagenberger Ortskerns. Es umfasst mit Stand 2013 etwa 20 Adressen.

Geschichte

Der Softwarepark Hagenberg[1][2][3] wurde 1989 von Bruno Buchberger, Leiter des Research Institute for Symbolic Computation (RISC)[# 1] der Universität Linz, begründet. Die vier Gründungspartner des Softwareparks sind das Land Oberösterreich (über die OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft  mbH. TGM, die Wirtschaftsagentur des Landes), die Johannes Kepler Universität Linz (JKU), die Gemeinde Hagenberg und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (über die Softwarepark Schloß Hagenberg Errichtungs- und Betriebsges.m.b.H.).[4] Der Technologiepark beruht auf dem Zusammenspiel von Forschung, Ausbildung und Wirtschaft im Fachgebiet der Software und wird seither unter Buchbergers Führung aufgebaut und systematisch ausgebaut. Das dient insbesondere auch zur Förderung des strukturschwachen Raumes nördlich Linz, der damit ein wirtschaftliches Impulszentrum erhielt. Der Gründer wurde für sein Engagement 2010 als Österreicher des Jahres ausgezeichnet.[5][6]

1993 wurde der Campus Hagenberg der Fachhochschule  begründet und als Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien eingerichtet.[1] 2004 folgte ein zweites Fachhochschulgebäude, 2011/12 ein drittes.[7][8]

1997/98 wurde hier das Software Competence Center Hagenberg (SCCH)[# 2] als Kompetenzzentrum aufgebaut und im Juli 1999 in das Kplus-Kompetenzzentren-Programm (heute COMET) des Wissenschaftsministeriums aufgenommen.

2002/03 wurde mit dem Bundesoberstufenrealgymnasium Hagenberg, einer Expositur des BORG Linz,[# 3] mit Schulschwerpunkt für Kommunikation, eine facheinschlägige höhere Schule geschaffen.[1]

2011/12 wurden mit dem JKU Christian Doppler Labors für Client Centric Cloud Computing (CDCC)[9] und dem Josef-Ressel-Zentrum[10] für User-friendly Secure Mobile Environments (u’smile)[# 4][11] zwei weitere Forschungseinrichtungen des Bundes (Wirtschaftsministerium, Innovationsministerium) am FH  Campus angesiedelt.

Rund 100 Millionen € aus privater und öffentlicher Hand wurden bis 2009 in den Softwarepark Hagenberg investiert.[3] Bis 2012 wurden im Rahmen der Wirtschaftsplanung Innovatives OÖ 2010plus weitere 20 Millionen € investiert, unter anderem in den Ausbau des Forschungsinstitutes RISC,[12] ein Hotel und eine Sporthalle.[13][2][3][14]

2013 waren 10 Forschungsinstitute, 50 Unternehmen und 20 Ausbildungsgänge im Softwarepark Hagenberg ansässig. Der F&E-Umsatz am Ort lag schon 2010 bei knapp 10 Millionen €.[13] Ausgehend von Buchbergers Forschungsinstitut RISC, entstanden im Softwarepark Hagenberg etwa 1000 Arbeitsplätze, davon 400 aus einem Umkreis von 15 Kilometern.[14][3] An der FH OÖ und den Universitätsinstituten studieren mittlerweile 1500 Personen.

Mit dem FH-Studiengang International Studies in Informatics,[# 5][15] oder dem International Incubator Hagenberg,[# 6][16] einer Initiative der tech2b Inkubator GmbH des Landes Oberösterreich (Upper Austrian Research, Forschungsagentur des Landes), setzt der Softwarepark jüngst verstärkt auf internationale Aktivitäten.

Ansässige Institutionen und Infrastruktur

Am Softwarepark finden sich folgende wissenschaftliche und wirtschaftliche Institutionen (Auswahl, Stand 4/2015):[17]

  • COUNT IT Group, Buchhaltungs- und Steuerberatungshaus/Softwarehouse, Geschäftsführer: Maximilian Wurm, Peter Berner, Günther Kreinecker, Roland Modl
  • Softwarepark Infopoint (an der Hauptstraße im Ort, Neue Mitte)
  • Studentenheim, Hotel/Gästehaus (Hotel Sommerhaus), Wohnanlage
  • Mehrzwecksporthalle (Softwarepark Arena)

Literatur

  1. 1 2 RISC Research Institute for Symbolic Computation (risc.jku.at)
  2. 1 2 Software Competence Center Hagenberg (scch.at)
  3. 1 2 BORG Linz;
    BORG für Kommunikation - Bundesoberstufen-Realgymnasium, auf hagenberg.at
  4. 1 2 Josef-Ressel Centre for User-friendly Secure Mobile Environments (usmile.at)
  5. 1 2 ISI-Hagenberg.at
  6. 1 2 International Incubator Program Invests in IT Start-ups. international-incubator.com.
  7. RISC-Software.at
  8. Austrian Grid (austriangrid.at)
  9. Institute for Application Oriented Knowledge Processing (faw.uni-linz.ac.at)
  10. FAW.at
  11. Department of Knowledge-Based Mathematical Systems (flll.jku.at)
  12. Christian Doppler Labors for Client Centric Cloud Computing (cdcc.faw.jku.at)
  13. Forschung & Entwicklung, fh-ooe.at
  14. Heureka! (heureka.fh-hagenberg.at)
  15. Media Interaction Lab (mi-lab.org)
  16. ITcluster.at
  17. GeoGebra.org

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Geschichte, softwarepark.at – Softwarepark: Über uns
  2. 1 2 Karl Leitner: 20 Millionen € für den Softwarepark Hagenberg. In: WirtschaftsBlatt. 24. Februar 2009, abgerufen am 28. Juli 2009
  3. 1 2 3 4 Ulrike Rubasch: Softwarepark will Anzahl der Mitarbeiter verdoppeln. auf: nachrichten.at 4. Februar 2009, abgerufen am 28. Juli 2009
  4. Firma Softwarepark Schloß Hagenberg Errichtungs- und Betriebsges.m.b.H. in Linz. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  5. Österreicher des Jahres in der Kategorie Forschung. Monitor. Abgerufen am 10. Januar 2011.
  6. Bruno Buchberger als Österreicher des Jahres ausgezeichnet. FH OÖ News, 27. Oktober 2010.
  7. Ausbau FH OÖ Campus Hagenberg: Neues FH Research Center für Forschung und Lehre. FH OÖ News, 1. April 2011
  8. FH OÖ eröffnet drittes Gebäude für Forschung und Lehre gemeinde Hagenberg, 31. Oktober 2012
  9. JKU eröffnet CD-Labor im Softwarepark Hagenberg. jku.at › Universität › Aktuelles, 8. Juni 2011
  10. „Josef Ressel Zentren“ – Forschungslabors an Fachhochschulen für die Wirtschaft. BMWFJ > Forschung & Innovation > Förderungen.
  11. Zweites Josef-Ressel-Zentrum für die FH OÖ. FH OÖ News, 6. Juli 2012
  12. Spatenstich für neues FH Research Center in Hagenberg. FH OÖ News, 29. Juni 2011
  13. 1 2 Information zur Pressekonferenz mit Doris Hummer, Landesrätin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Gerald Reisinger, Geschäftsführer FH OÖ, Witold Jacak, Dekan der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien, FH OÖ Campus Hagenberg, Architekt Franz Kneidinger, Architekturbüro Kneidinger, am 1. April 2011 zum Thema „Ausbau FH OÖ Campus Hagenberg: Neues FH Research Center für Forschung und Lehre“ – Weitere 50 Millionen € an Investition sind für den Ausbau von Firmen und Forschungsinstituten im Softwarepark Hagenberg bis 2014 geplant. Amt der OÖ Landesregierung, Pressedienst (pdf, land-oberoesterreich.gv.at; 935 kB);
    Anhang: Ansichten des neuen FH Research Centers am Campus Hagenberg – Architektur und Plan (pdf S. 10).
  14. 1 2 Franz Gansrigler: Weitere 50 Millionen € für das Wunder von Hagenberg. (Memento vom 7. März 2012 im Internet Archive) In: WirtschaftsBlatt. 19. März 2008, abgerufen am 28. Juli 2009
  15. JKU International Master’s Program, softwarepark-hagenberg.com
  16. International Incubator Hagenberg, softwarepark-hagenberg.com
  17. Einrichtungen Unternehmen Infrastruktur, softwarepark-hagenberg.com, abgerufen 7. April 2013.
  18. Studying Formal Methods in Europe, European Studies in Software Verification, essv.labri.fr.