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vom 09.06.2017, aktuelle Version,

Vösendorf

Vösendorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Vösendorf
Vösendorf (Österreich)
Vösendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mödling
Kfz-Kennzeichen: MD
Fläche: 10,47 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 16° 20′ O
Höhe: 194 m ü. A.
Einwohner: 6.810 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 650 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2331
Vorwahl: 0 1
Gemeindekennziffer: 3 17 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 1
2331 Vösendorf
Website: www.voesendorf.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Andrea Stipkovits (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(29 Mitglieder)
13
7
3
3
3
13  7  3  3  3 
Von 29 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Vösendorf im Bezirk Mödling
Achau Biedermannsdorf Breitenfurt bei Wien Brunn am Gebirge Gaaden Gießhübl Gumpoldskirchen Guntramsdorf Hennersdorf Hinterbrühl Kaltenleutgeben Laab im Walde Laxenburg Maria Enzersdorf Mödling Münchendorf Perchtoldsdorf Vösendorf Wiener Neudorf Wienerwald Niederösterreich Lage der Gemeinde Vösendorf im Bezirk Mödling (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Ortsstraße von Vösendorf
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Luftbild des Vösendorfer Ortskerns, Blick von Süden

Vösendorf ist eine Marktgemeinde mit 6810 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) in Niederösterreich, im Bezirk Mödling. Sie grenzt direkt an die Bundeshauptstadt Wien (westlich an den 23., Liesing, nördlich an den 10. Wiener Gemeindebezirk, Favoriten).

Nachbargemeinden

Wien
Hennersdorf
Brunn am Gebirge Wiener Neudorf Biedermannsdorf

Verkehr

Der Ort liegt direkt an den beiden Autobahnen Südautobahn A 2 und Wiener Außenringautobahn A 21, die hier ihren Knoten haben. Auch die Wiener Außenring Schnellstraße S 1 ist hier eingebunden.

Auf der Schiene ist Vösendorf mit der Badner Bahn erreichbar.

Geschichte

Vösendorf wurde von der nationalsozialistischen Diktatur 1938 in "Groß-Wien" eingemeindet und bildete bis 1954 einen Teil des damaligen 25. Bezirks, Liesing. Auf Grund der bereits 1946 erfolgten Vereinbarung der Bundesländer Wien und Niederösterreich, 80 1938 eingemeindete Orte wieder an Niederösterreich anzuschließen, wurde Vösendorf 1954 wieder Teil dieses Landes. 1946 bis 1954 hatte die sowjetische Besatzungsmacht gegen diese Grenzänderung ihr Veto eingelegt.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 6156
2001 4899
1991 3744
1981 3703
1971 3781

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Vösendorf

Wirtschaft

Vösendorf zählt zu den reichsten Gemeinden Österreichs.[1] Der bedeutendste Wirtschaftsfaktor ist ohne Zweifel die Shopping City Süd, die zum größten Teil auf Vösendorfer Gemeindegebiet liegt. Aber auch entlang der Wiener Neustädter Straße (B 17, örtliche Bezeichnung wie in Wien Triester Straße) sind große Kaufhausketten mit Niederlassungen präsent. Markant ist auch die weithin sichtbare „Pyramide“: Das „Austria Trend Eventhotel Pyramide“ mit seinem transparenten Dach in Pyramidenform. Der Komplex wurde ursprünglich unter dem Namen „Eldorado“ bzw. „City Club“ als Schwimmbad genutzt.

Im Jahr 2014 zog der weltgrößte Hersteller von Einkaufswagen Wanzl mit seiner Österreich-Niederlassung von Wien nach Vösendorf.

In der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich eine Raffinerie auf der Westseite der Wiener Neustädter Straße.

Sport

  • AKH Vösendorf: 1923 gegründeter Gewichtheberverein, in den Jahren 2003–2012; 10-facher Österreichischer Mannschafts-Staatsmeister
  • Arbeiter-Sportverein Vösendorf: 1920 gegründeter Fußballverein, der in den frühen 1990er Jahren bis in die Zweite Fußball-Bundesliga aufstieg.

Partnergemeinden

Sehenswertes

Schloss Vösendorf

Im Norden von Vösendorf liegt ein awarisches Gräberfeld, das in mehreren Grabungen untersucht wurde. In ihm wurden beim Bau der Schnellstraße ungefähr 150 Gräber aus dem 7. bis 9. Jahrhundert entdeckt. Die Funde belegen das Zusammenleben von Awaren und Slawen in diesem Gebiet, es konnten auch slawische Kleidungsbestandteile gefunden und Grabbeigaben anhand der Tierskelette näher untersucht werden.[2][3][4][5]

In Vösendorf gibt es das ca. 800 Jahre alte Schloss Vösendorf, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Es beherbergt außerdem ein Museum über die Geschichte Vösendorfs und auch ein Fahrradmuseum. Die Pfarrkirche Vösendorf stammt aus der Barockzeit.

Vösendorf litt wie alle Orte der Umgebung vor allem unter der zweiten Türkenbelagerung, in deren Verlauf der Ort beinahe völlig zerstört wurde.

Verwertet wurde in den letzten Jahrhunderten auch der Lehm der zu Ziegeln gebrannt wurde. Durch die Nähe zum Wiener Hof waren auch nur kurze Transportwege notwendig.

Persönlichkeiten

Historische Landkarten

  Commons: Vösendorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tweng vor Lech: Die reichsten Gemeinden in der Presse vom 16. Juli 2007 abgerufen am 25. Juni 2010
  2. Dorothea Talaa, Ingomar Herrmann: Spätantike Grabfunde in der niederösterreichischen Thermenregion (Bezirke Mödling und Baden). Abschnitt 2.10: Gräberfeld Vösendorf West. Römisches Österreich Band 27. Selbstverlag der Österreichischen Gesellschaft für Archäologie am Institut für Alte Geschichte, Altertumskunde und Epigraphik der Universität Wien. Wien 2004. S. 112–117.
  3. Christa Frank: Malakologische Funde aus dem awarischen Gräberfeld von Vösendorf-Laxenburgerstraße. In: Fundberichte aus Österreich 46, 2007. Wien 2008. ISSN 0429-8926. S. 377–404.
  4. Erich Pucher u.a.: Tierskelette und Tierknochen aus dem awarischen Gräberfeld von Vösendorf-Laxenburgerstraße. In: Fundberichte aus Österreich 45, 2006. Wien 2007. S. 481–522.
  5. Karina Grömer, Mathias Mehofer: Metallfunde mit ankorrodierten Textilien aus Vösendorf und Mautern. Rasterelektronenmikroskopische Analysen anhand urnenfelderzeitlicher und spätantiker Beispiele. In: Archäologie Österreichs Jahrgang 17 Heft 1. Wien 2006. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, Wien. ISSN 1018-1857. S. 59–65.
  6. Remisen sind kleine, künstlich angelegte Buschzonen oder Gehölze in Gegenden, in denen sonst kein Unterschlupf für Hasen, Rehe und anderes jagdbares Wild vorhanden wäre (und damit auch keine Jagd möglich, im 18. Jahrhundert gab es den Naturschutzgedanken, der heute solche Zonen fördert, noch nicht); www.jagd.de, Waidmannssprache.