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vom 12.06.2017, aktuelle Version,

Vorderweißenbach

Vorderweißenbach
Wappen von Vorderweißenbach
Vorderweißenbach (Österreich)
Vorderweißenbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 53,01 km²
Koordinaten: 48° 33′ N, 14° 13′ O
Höhe: 705 m ü. A.
Einwohner: 2.084 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 39 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4191
Vorwahl: 07219
Gemeindekennziffer: 4 16 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4a
4191 Vorderweißenbach
Website: www.vorderweissenbach.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Gartner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
19
4
2
19  4  2 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der Riedmark Altenberg bei Linz Bad Leonfelden Eidenberg Engerwitzdorf Feldkirchen an der Donau Gallneukirchen Goldwörth Gramastetten Haibach im Mühlkreis Hellmonsödt Herzogsdorf Kirchschlag bei Linz Lichtenberg Linz Oberneukirchen Ottenschlag im Mühlkreis Ottensheim Puchenau Reichenau im Mühlkreis Reichenthal Schenkenfelden Sonnberg im Mühlkreis St. Gotthard im Mühlkreis Steyregg Vorderweißenbach Walding Zwettl an der Rodl Oberösterreich Lage der Gemeinde Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Vorderweißenbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Weißenbach

Vorderweißenbach ist eine Marktgemeinde mit 2084 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel.

Geografie

Vorderweißenbach liegt auf 705 Höhenmeter im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Rohrbach. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,9 km und von West nach Ost 8,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 53,2 km². Die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der Sternstein mit 1122 m ü. A.

Flächenverteilung

Ortsteile

  • Altenschlag
  • Amesberg
  • Amesschlag
  • Bernhardschlag
  • Brunnwald
  • Eberhardschlag
  • Gaisschlag
  • Geierschlag
  • Hinterweißenbach
  • Mitterbrunnwald
  • Oberbrunnwald
  • Ortschlag
  • Stumpten
  • Unterbrunnwald
  • Vorderweißenbach

Nachbargemeinden

Schönegg Loučovice (CZ)
Helfenberg Bad Leonfelden
Ahorn Oberneukirchen

Wappen

Blasonierung: In Grün ein erniedrigter, silberner Wellenbalken, darüber ein goldener, sechsstrahliger Stern. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß. Der goldene Stern symbolisiert den Sternstein, der großteils auf dem Gemeindegebiet von Vorderweißenbach liegt.

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Im Jahr 1292 wurden Weißenbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich.

Die Händlerfamilie Löfler brachte es nach der Freigabe des Leinenweberei-Gewerbes zu Reichtum, der durch einige herrschaftlich gestaltete Gebäude in Hinterweißenbach bis heute sichtbar ist (alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz). Im Löflerschen Brauhaus wurde bis in die 1950er Jahre das Schwarzenberg Bräu gebraut, bevor es dem Straßenausbau zum Opfer fiel.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Es folgte am 1. Jänner 1939 die Eingliederung der zuvor eigenständigen Gemeinden Amesschlag, Bernhardschlag zur damaligen Gemeinde Oberweißenbach, damit wurde die Gemeinde Vorderweißenbach in ihrer jetzigen Form geschaffen.[1] Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

2002 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.

Wirtschaft

Der größte Arbeitgeber mit etwa 100 Beschäftigten in Vorderweissenbach ist die Fa. Wippro Türen- und Treppenwerk.

Sehenswürdigkeiten

Die 20 m hohe Sternsteinwarte auf dem 1125 m hohen Sternstein, die anlässlich dem 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs errichtet und am 22. Oktober 1898 feierlich eröffnet wurde.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 2.125 +64 +3,1 %
1991 2.061    

Persönlichkeiten

  • Johann Paul Löfler sen. (1756–1818); Sohn eines Friedberger Leinenwebers heiratete 1780 auf das Preining-Gut (Altes Löflergut) ein. Kaufte 1816 das Schloss Langhalsen samt Ruine Schloss Freizell
  • Johann Eberhard Löfler (1781–1847); Leinwandhändler und Bürgermeister in Neufelden
  • Johann Paul Löfler jun. (1792–1868); Geschäftsmann und Gründer des Brauhauses
  • Franz Xaver Löfler (1796–1865); erster Bürgermeister von Oberweißenbach
  • Albert Mülleder (1961–1998); Organist und Vikariatskantor, Domkapellmeister zu Wiener Neustadt
  • Helmuth Gsöllpointner (* 1933); Plastiker, Medailleur, Rektor der Kunstuniversität Linz

Einzelnachweise

  1. Deutsche Verwaltungsgeschichte Österreich 1938 - 1945: Kreis Freistadt (Abgerufen am 27. Mai 2014)
  2. Österreichischer Alpenverein, Ortsgruppe Bad Leonfelden: Sternsteinwarte; abgerufen am 15. Juni 2010
  Commons: Vorderweißenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien