Zirl
Zirl | ||
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Wappen | Österreichkarte | |
![]() |
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Basisdaten | ||
Staat: | Österreich | |
Bundesland: | Tirol | |
Politischer Bezirk: | Innsbruck-Land | |
Kfz-Kennzeichen: | IL | |
Fläche: | 57,14 km² | |
Koordinaten: | 47° 16′ N, 11° 14′ O | |
Höhe: | 622 m ü. A. | |
Einwohner: | 8.134 (1. Jän. 2017) | |
Bevölkerungsdichte: | 142 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 6170 | |
Vorwahl: | 05238 | |
Gemeindekennziffer: | 7 03 69 | |
NUTS-Region | AT332 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bühelstraße 1 6170 Zirl |
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Website: | ||
Politik | ||
Bürgermeister: | Josef Kreiser (Zirl Aktiv) | |
Gemeinderat: (2010) (19 Mitglieder) |
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Lage der Marktgemeinde Zirl im Bezirk Innsbruck-Land | ||
Zirl von Südwesten |
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria |



Zirl ist eine Marktgemeinde mit 8134 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.
Geografie
Lage
Zirl befindet sich am südwestlichen Ende des Karwendelgebirges etwa 10 km westlich von Innsbruck im Inntal am Südostfuß des Zirler Bergs (1057m). Es liegt am Nordufer des Inns auf dem Schwemmkegel von Ehnbach und Schloßbach.[1]
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Hauptort Zirl noch das etwa 300 m höher gelegene Hochzirl, die Martinswand, die Ehnbachklamm und einen Teil der Nordkette mit dem 2.637 m hohen Kleinen Solstein. Der Ortsteil Zirl Bahnhof liegt als einziger südlich des Inns. Eigenhofen und Dirschenbach sind zwei westlich vom Ortskern gelegene Weiler an der alten Bundesstraße.[1]
Nachbargemeinden
Geschichte
Auf dem Martinsbühel ist eine Besiedlung seit der La-Tène-Zeit nachgewiesen. Im 4./5. Jahrhundert bestand hier die römische Militärstation Teriolis, die unter dem Römisch-deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. um 1500 zu einem Jagdschloss ausgebaut wurde. Die Kaiser-Max-Grotte / Martinswandgrotte erinnert daran, dass sich hier Maximilian I. Ende des 15. Jahrhunderts bei der Gämsenjagd verstiegen haben soll.[1]
Zirl war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Römerstraße Via Raetia nach Augsburg. Hier begann der steile Anstieg zum Seefelder Sattel, dessen Verlauf heute jedoch nicht mehr eindeutig zu klären ist. Urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde erstmals 28. Oktober 799.[1]
Die heutige Ruine Fragenstein (Schloss Fragenstein) wurde vor 1209 gegründet und 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg (Bayrischer Rummel) gesprengt, worauf sie seither verfällt.[2][1] Das Gebiet um die Ruine ist heute Naturschutzgebiet.
Seit dem 17. Jahrhundert war die Gemeinde neben Thaur eines der Zentren des Baus von Weihnachtskrippen. Zirl war immer wieder von Überschwemmungen und Bränden heimgesucht worden, so zuletzt am 21. Juni 1908 bei einem Großbrand, der den Großteil der Häuser vernichtete.[1]
1826 wurde in Zirl der bedeutende Tiroler Kirchenmaler Franz Plattner geboren. Er starb 1887 in Innsbruck.[3]
Von 1910 bis 1912 wurde die Mittenwaldbahn mit aufwendigen Bauten errichtet, von denen in Zirl als bedeutende Bauwerke der Martinswandtunnel, der Schloßbachviadukt, der Ehnbachklammviadukt und der Bahnhof Hochzirl liegen.[1]
Ein großes Bevölkerungswachstum in den letzten Jahrzehnten machte aus Zirl eine Wohngemeinde.
Seit dem 1. Juni 1984 trägt Zirl den Titel Marktgemeinde.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung

Politik
Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[4]
Josef Kreiser wurde zum Bürgermeister und Johanna Stieger zur Vizebürgermeisterin gewählt. Erstgenannter gehört der Partei "Zirl Aktiv" an.
Partei | Prozent | Stimmen | Sitze im Gemeinderat | Koppelung |
---|---|---|---|---|
Für Zirl - SPÖ und Parteifreie | 28,19 % | 1079 | 5 | |
Zirl Aktiv - Liste Josef Kreiser | 33,05 % | 1265 | 7 | |
Zirler Volkspartei | 21,08 % | 807 | 4 | |
Frischer Wind und Grüne | 12,88 % | 493 | 2 | |
Freiheitliche Partei Zirl | 4,81 % | 184 | 1 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Pfarrkirche Zirl ist ausgeschmückt mit Fresken des Kirchenmalers Franz Plattner.
Wirtschaft und Infrastruktur
Zirl hat Anschluss an die Inntalautobahn mit den Ausfahrten Zirl-West und Zirl-Ost.
Der Bahnhof der Arlbergbahn befindet sich südwestlich des Ortskerns, auf der anderen Innseite, wo sich mehrere Industrie- und Gewerbebetriebe niedergelassen haben. Durch die zahlreichen Betriebe ist der Bahnhof Zirl einer der größten Güterbahnhöfe Tirols.
Der oberhalb gelegene Ortsteil Hochzirl mit dem Landeskrankenhaus Hochzirl (eine Sonderkrankenanstalt für Innere Medizin und Neurologische Akutnachbehandlung) hat einen Bahnhof der Mittenwaldbahn. Weiters hat Zirl Anschluss nach Innsbruck und Telfs über Regionalbusse.
Das günstige Lokalklima ermöglicht hier Weinbau, der jedoch wie die Landwirtschaft wenig Bedeutung hat (die Weingärten sind derzeit verpachtet). Bedeutende Betriebe sind in den Bereichen Bauindustrie, Chemische Industrie, Schotterwerk und Recycling zu finden.
Freizeit
Die Martinswand östlich von Zirl bietet einen anspruchsvollen Klettersteig und viele Kletterrouten.
Zirl ist Ausgangspunkt von Wanderungen im Bereich des Karwendel, etwa zur Neuen Magdeburger Hütte (Martinsbergalm) oder zum Solsteinhaus.
Weblinks
- Offizielle Informationen des Landes Tirol über die Marktgemeinde Zirl
- Offizielle Informationen der Marktgemeinde Zirl
- Zirl, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
- Eintrag zu Martinswand im Austria-Forum (in AEIOU Österreich-Lexikon)
Einzelnachweise
- 1 2 3 4 5 6 7 Benjamin Flöß, "Zirl in Wort und Bild", Steiger Verlag, Innsbruck 1983, ISBN 3-85423-021-4
- ↑ Geschichte Tirol - Schloss Fragenstein
- ↑ Helmuth Öhler, Franz Plattner (1826-1887). Ein Tiroler Kirchenmaler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (phil. Diplomarbeit), Innsbruck 1992.
- ↑ tirol Unser Land
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