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Notiz 006: Zur Kleinregion Gleisdorf#

von Martin Krusche

Um große Themen zu bewältigen, hat es sich bewährt, die regionale Wissens- und Kulturarbeit prozeßhaft anzulegen und dafür längerfristige Kooperationen einzugehen. Auf diese Art haben wir uns nun über einige Jahre immer wieder verschiedenen Fragen zum Thema Volkskultur gewidmet.

Von links: Nicole Hütter, Robert Schmierdorfer und Peter Moser. (Foto: Martin Krusche)
Von links: Nicole Hütter, Robert Schmierdorfer und Peter Moser. (Foto: Martin Krusche)

Dabei hat sich gezeigt, daß Bildstöcke, Wegkreuze, Hausnischen, aber auch allerhand profane Wegmarken in Summe als ein dichtes Zeichensystem unseren Lebensraum zum Kulturraum machen. Ich hab das eben erst in der Notiz 005: Wegmarken ein wenig näher beschrieben.

Im Zuge dieses Prozesses war schon eine Weile klar, daß dieses Teilthema der Volkskultur mehr Aufmerksamkeit verdient als es derzeit allgemein hat. Es eröffnet Zugänge zu einem Verständnis der Mentalität, auch der Identität im „Wir“ eines konkreten Gemeinwesens. Das heißt, eine wenigstens flüchtige Kenntnis der Zeichen und Geschichten regionaler Klein- und Flurdenkmäler macht deutlicher, mit wem man hier in Gemeinschaft lebt.

Ein Motiv am Wegesrand in Hofstätten. (Foto: Martin Krusche)
Ein Motiv am Wegesrand in Hofstätten. (Foto: Martin Krusche)

Nun ist der 22. Jänner 2019 zu vermerken, an dem ein neues Vorhaben zu diesem Thema dingfest wurde. Ich war mit zwei Bürgermeistern, Peter Moser (Ludersdorf) und Robert Schmierdorfer (Albersdorf), im LEADER-Büro der Energieregion Weiz-Gleisdorf, um dort mit Nicole Hütter die nötigen Unterlagen für ein kommendes LEADER-Kulturprojekt vorzubereiten.

Es geht dabei nun um ein Buch zum Thema, keinen „Marterl-Kataster“, sondern ein anregendes Werk, das in einem wesentlichen Aspekt dem Thema Volkskultur gerecht werden soll. Es wird nicht als ein Akt der Belehrung angelegt, sondern soll sich seiner Machart nach in das einfügen, wovon es handelt: als ein Ausdruck jener kulturellen und spirituellen Bedürfnisse, die jeder Mensch hat.

Wir realisierten Anfang 2017 ein LEADER-Projekt, das uns auf diese Spur brachte: Volkskultur 4.0: Eine Positionsbestimmung. Eine Broschüre aus dem Jahr 2018 gibt etwas Einblick, wie solche Art regionaler Wissens- und Kulturarbeit heute angelegt ist; online nachzulesen im Austria-Forum: Regionale Kulturarbeit (Eine kleine Reflexion)

Das Projekt steht in einem größeren Themenzusammenhang. (Foto: Martin Krusche)
Das Projekt steht in einem größeren Themenzusammenhang. (Foto: Martin Krusche)

Heuer führt die aktuelle Themenstellung zu einer bemerkenswerten Kooperations-Situation. Die Kleinregion Gleisdorf übernimmt die Projektträgerschaft. (Siehe zu dieser Formation die 2017er Notiz Zusammenhänge!)

Das bedeutet, Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark trägt dieses Vorhaben mit. Im operativen Bereich wirken neben den schon erwähnten Bürgermeistern Moser und Schmierdorfer auch deren Hofstättener Amtskollege Werner Höfler. Außerdem ist Pfarrer Gerhard Hörting geneigt, sich in dieses Vorhaben einzubringen.

Die bisherige Arbeit am Thema ist im Internet dokumentiert:

Was die Kategorien der Objekt angeht, stamm eine wesentliche Orientierungshilfe aus einem Projekt der LEADER-Regionen Waldviertler Wohlviertel, Kamptal - Wagram, Weinviertel - Donauraum, Weinviertel Manhartsberg und Weinviertel Ost. Dieser Schematismus füllt eine markante Lücke, denn für die Steiermark ist mit keine vergleichbare Publikation bekannt.

Nun also: Ende Februar 2019 findet eine Vorstandssitzung der Energieregion statt. Im März gehen die Unterlagen an das Land Steiermark, im April startet das Projekt. Dazu werden Schritt für Schritt die Vorgangsweise, die inhaltliche Gewichtung und Fragen der Umsetzung geklärt.