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Flocke: Kunst, Kultur und Folgerichtigkeit#

(Eine kulturpolitische Präambel)#

von Martin Krusche

Wenn wir im Kulturbereich keine Transparenz und keine offenen Diskurse haben, wo dann soll das möglich sein?

Hier ein paar kulturpolitische Überlegungen zur archipelischen Konstitution, die auch eine Hintergrundfolie für das 2026er Hauptprojekt „Mini Fabula“ ergibt. Dazu werden keine Verträge mit Blut unterzeichnet. Der „Archipel“ beruht im Kern auf Kommunikation und aktiver Anwesenheit.

Es ist mehr als Teilnahme, nämlich Teilhabe. Es ergibt sich aus dem Prinzip, daß jedes archipelische Vorhaben ein autonomes Teilprojekt ist. Also in sich selbstbestimmt, in der Verantwortung des jeweiligen Teams einer Schlüsselperson.

Offenheit in grundlegenden Fragen wäre nicht bloß der Demokratie geschuldet. Kunst und Kultur beruhen sehr wesentlich auf immateriellen Gütern. Die Welt des Materiellen, der Objekte, der Werke und der Infrastruktur, ist dem erst nachgeordnet und wäre für sich bestenfalls Dekoration.

Für die immateriellen Güter von Kunst und Kultur gilt eine grundlegende Bedingung, welche nicht suspendiert werden kann: Die Beachtung von Folgerichtigkeit. Wer diese Bedingung ausschlägt, verzichtet auf Erkenntnisgewinn und wechselt ins Dekorationsgeschäft. Deko ist ein völlig legitimes Metier, muß aber kategorial unterschieden werden.

Ähnlich wie die Voluntary Arts („Hobbykunst“) ein anderes Genre als die Gegenwartskunst sind. Das ist kulturell von Belang. Das ist kulturpolitisch brisant. Unter anderem, wenn es um die Verwendung öffentlicher Gelder geht. Wer Gelder der Republik verwendet, ist Rechenschaft über deren Verwendung schuldig. Das zu verweigern wäre Korruption.

Also brauchen wir Kriterien und Begriffe, damit wir wissen, wovon die Rede ist, wenn Kulturpolitik stattfindet und öffentliche Gelder verwendet werden. Aber die brauchen wir ohnehin auch für die primäre Arbeit selbst. Das gehört zu den Aspekten, die einen Unterschied zwischen Kunst und Deko machen.



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