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Notiz 035: Mein Beruf#

(Grenzgängerin: Vom Sekretariat in die Selbständigkeit)#

von Milena Findeis

Das Statische liegt mir fern wie Phrasen und jede Form von Wettbewerb. Lyrik, Prosa und Fotografie sind gestaltende Elemente in meiner Freizeit, um von einem anderen Ufer aus über den Alltag im Berufsleben Stellung zu nehmen.

Wirtschaft verstehen, was es mit dem Zins, dem Kapital auf sich hat, die Rahmenbedingungen kennen. Mündig im Sinne von selbständig werden. Den Unterschied zwischen Notwendigem und Überflüssigem vor Augen. Lernen mit dem Einkommen gut auszukommen.

Hinter die Kulissen schauen, wer an welchen Fäden zieht und wie sich ein Ort ändert, wenn beispielsweise in den 70er Jahren in Spielberg für ein Wochenende der internationale Formel 1-Zirkus zwischen Kühen und viel grüner Wiese Station macht. Über den Tellerrand schauen, organisieren und improvisieren.

(Foto: Findeis)
(Foto: Findeis)
(Foto: Findeis)
(Foto: Findeis)
(Foto: Findeis)
(Foto: Findeis)

Marketing ist für mich die vermittelnde Stelle zwischen dem Markt, dem Kunden, dem Produkt-Hersteller und allen daran beteiligten Mitarbeitern. Sie hat für den Kommunikationsfluss in beiden Richtungen zu sorgen und vor allem dort tätig zu sein wenn es Beschwerden, Einwände gibt. Marketing ist kein dekoratives Schaufenster mit geschönten Bildern. Den Unterschied spüren, erfahren Sie, wenn sie die Webseite verlassen, in einem Hotel ankommen.

Worin liegt der Unterschied? Wenn das Erlebnis in etwa dem entspricht, was in Worten und Bildern präsentiert worden ist, dann ist es stimmig für den Gast. Ein ständiger Prozess, in dem vom angefangen beim Zimmermädchen, Techniker, Rezeption, dem Ambiente, bis zum Preis- Leistungsverhältnis alles in einander verzahnt ist.

Das Verhalten des Einzelnen, wie es sich in der Ansammlung von Herden aufschaukelt - seien es Sportveranstaltungen, Konzerte, Demonstrationen, hat mich zur Einzelgängerin gemacht. Situationsbedingt kann ich mich in eine Gemeinschaft, in ein Team einbringen doch ich brauche den Rückzug, jenen Freiraum, um fern von der Suggestionskraft des Milieus, nach- und vorauszudenken.

Neugierig und offen bleiben. Die eine oder andere Idee umzusetzen ohne mich von einem Verein etc. vereinnahmen zu lassen, beinahe tägliche Übungen auf dem Zeitzug.

„Gehet hin, seid belichtet und entwickelt euch" (C. Wrk)#

Bedingt durch den Alltag in Prag, zwischen drei Sprachen wechseln. Das, was in jeder Sprache mitschwingt, die Unter- und Obertöne, Umgangssprache, das geschriebene Wort weiten den Horizont. Wenn sich in den Gedanken etwas verknotet hat, mit der Kamera Gassi gehen - um einen Blickwinkel zu finden, der den Knoten im Inneren löst. Im digitalen Zeitalter Annäherung an die Morphologie. Angepasst an die Notwendigkeit des Augenblicks jene Freiheit anstreben die für mich mit Lebenskunst verknüpft ist.