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Konferenz in Permanenz: Kurzer Rückblick#

(Post aus der Zeitmaschine)#

Wer Facebook nutzt, kennt diese digitale Zeitmaschine namens „Erinnerungen“. Der Algorithmus zieht mir jeden Tag einige alte Einträge aus dem Stapel des Archivs. Am 7. August 2026 war ich grade mit dem Verfassen von „Zentrum und Region: Wie sieht unsere Landkarte der Bedeutungen aus?“ befaßt. (Link am Seitenende.)

Von links: Richard Mayr, Thais Bauer, Monika Lafer und Martin Krusche. (Foto: Willem Krauss) height=
Von links: Richard Mayr, Thais Bauer, Monika Lafer und Martin Krusche. (Foto: Willem Krauss) height=

Da bekam ich zwei interessante Archiv-Notizen auf den Bildschirm, die inhaltlich zum Thema passen, zur „Konferenz in Permanenz“, mit der wir uns einen kulturpolitischen Handlungsraum auf der Höhe der Zeit zu erarbeiten suchen. Am 7. August 2024 war zu notieren: „Archipel: ich neige zur Ansicht, daß wir eine ziemlich nette Gang sind.“

Wir hatten inhaltlich und strategisch auf die Corona-Konsequenzen reagiert und eine Kulturformation entworfen, die ankommenden Krisen-Effekten möglichst standhalten kann. Wir wissen heute, das ist uns gelungen. Die Notiz vom 7. August 2026 lautet: „als der ‚archipel‘ konzeptionell klar war und die arbeit beginnen konnte, archipelisches nach außen zu tragen, einem publikum anzubieten.“

Es geht dabei freilich nicht bloß um Angebote für ein Publikum. Was das Kulturgeschehen einer Stadt ausmacht, ergibt sich ja - neben den Veranstaltungen - vor allem auch sehr wesentlich aus jenem Teil des geistigen Lebens, das von inhaltlicher Arbeit handelt. Das meint zum Beispiel Reflexionsarbeit, Befassung mit Theorie, valide Diskursbeiträge und kulturpolitisches Engagement. Das meint wenigstens Stichwortprotokolle geleisteter Arbeit, Konzepte, vielleicht den Entwurf eines kulturpolitischen Leitbildes, worüber diskutiert werden könnte.

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Zu all dem passend eine Facebook-Erinnerung an den 7. August 2025, als ich im Austria-Forum „Die Einser-Session“ thematisiert hab: „1985: Mein erstes Gedicht im Netzwerk“. Das besagt, meine persönliche Netzkulturgeschichte begann vor rund 40 Jahren. Es hat Belang, weil Netzkultur heute ein wichtiges Fundament ist, um vor allem abseits des Landeszentrums die Provinz nicht provinziell werden zu lassen.

  • "Zitat: Am 5. Oktober 1985 sägte mir ein Nadeldrucker jenes Blatt in die Hände, aus dem ich dieses Gedicht herausriß. So war ich im Kielwasser von Alois Hergouth überhaupt erstmals mit einem Text in einem Netzwerk; rund zehn Jahre, bevor bei uns das Internet via TCP/IP verfügbar wurde.“


Ergänzend#


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