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Ein Booklet-Unikat aus der Werkstatt von Johannes Rubey.
Ein Booklet-Unikat aus der Werkstatt von Johannes Rubey.

Die Tangente: Wie geht es weiter?#

(Status quo April 2026)#

von Martin Krusche

Was Sie hier vorfinden, ist eine Art „schwebendes Verfahren“. Das bedeutet, in einem dynamischen Prozeß mit autonomen Teilprojekten ist „Die Tangente“ eine Informationsleiste, um zusammenzufassen, wo die Arbeit im „Archipel“ gerade steht.

Wir haben unseren neuen „Kulturraum“ mit der Frage „Wie kam die Fotografie in die Oststeiermark?“ eröffnet, was derzeit unter „Licht 2.0“ seine erste Ausstellungs-Episode hat. Dem wird eine zweite Episode mit Arbeiten von Richard Mayr folgen, welche für die Bühne des Tanztheaterstückes „Vier Farben der Liebe“ entstanden sind.

Dazu gibt es zusätzlich unsere „Kulturraum-Nische“ (Die Schnittstelle in der Bürgergasse) als Informationsleiste im Stadtzentrum. Aber jetzt geht es erst einmal darum, „Mini Fabula“ zu präsentieren und am 8. Mai in Gleisdorf die Ausstellung „artgerecht“ zu eröffnen.

Mayr bereitet außerdem für den 3. Juli 2026 die nächste Vernissage in der vormaligen k.k. Poststation vor, bei der es um Ingeborg Bachmann gehen wird. Als Hintergrundfolie gibt es dazu jetzt schon die Leiste „Causa Bachmann“ (Eine Erörterung) von Martin Krusche.

Zu den Krusche-Vorhaben gehört auch eine Vertiefung der Idee „Das schwebende Museum“ (Ein virtueller Raum) und die Weiterentwicklung der „Konferenz in Permanenz“ (Unsere laufenden Diskurse) Aus diesen Zusammenhängen heraus wird Krusche ein Teilthema neu formieren: „Cyberspace“ (Von der Fiktion zum Alltag, das Projekt). Und zwar schon wie bei „Das erweiterte Buch“ (Von der Gutenberg-Galaxis in den Cyberspace und zurück) angelegt: in einem Wechselspiel zwischen diesen verschiedenen Raum- und Wahrnehmungssituationen.

In eben diesem thematischen Bezugssystem gilt die derzeit begonnene Arbeit dem Ereignisbogen zwischen den ersten eiszeitlichen Kunstwerken, von denen wir wissen, und der Fotografie nach der Fotografie; so etwa Mathias Petermann in „SYNTHETICS“.

Für den Thementeil Höhlenmalerei hat Ewald Ulrich seine Mitwirkung zugesagt. Er kennt vermutlich die meisten in Europa für Laien zugänglichen Arbeiten. Andrerseits ist er als Unternehmer im High Tech-Bereich tätig und da mit digitalen Systemen sowie mit Kryptographie befaßt, also vom Fach. Zur Frage, weshalb Menschen überhaupt begonnen haben Bildnisse zu schaffen, kommt dann auch Malerin Martina Brandl ins Spiel, die ihre Kompetenzen zum Aspekt der Abstraktion einbringt.

Ferner Malerin Monika Lafer, die auch als Kunsthistorikerin aktiv ist. Sie denkt schon über eine thematische Schnittstelle nach, die solche Gedanken mit dem verbindet, was Künstler Johannes Rubey gerade in Arbeit hat.

Über die Geschichte von Blues und Jazz geht er der Historie unserer Popularmusik nach und den Fragen, wie das mit sozialen Entwicklungen zusammenhängt. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden sich unter anderem in einem Grafikzyklus, aber auch in diskursiven Formen präsentieren lassen.

Es hat sich überdies gezeigt, daß all diese Vorhaben auch ihre verbindenden Schnittstellen mit der Geschichte der Fotografie haben, welche natürlich mit manchen Strömungen der Malerei korreliert.

Dieses komplexe Themengefüge untersuchen wir außerdem im Austausch mit Mathematiker Heimo Müller („Entropy Hackers“) und IT-Fachmann Jürgen Kapeller („Art Challenge“). So mag nun anschaulicher sein, was gemeint ist, wenn wir im „Archipel“ für eine Wechselwirkung von Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft sorgen.

Es geht darum, Kompetenzen aus diesen verschiedenen Genres und Metiers in die prozeßhafte Wissens- und Kulturarbeit einzubinden. Für ein relevantes geistiges Leben, in dem das alte Denkschema „Zentrum/Provinz“ keine Bedeutung mehr hat.



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