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Fairtrade#

Fair Trade ist der Handel mit Produkten der Dritten Welt zu Bedingungen, die auch aus Sicht der Produzenten als fair und angemessen anzusehen sind. Den Erzeugern wird für die gehandelten Produkte oder Produktbestandteile meist ein von den einzelnen Fair-Trade-Organisationen unterschiedlich bestimmter Minimalpreis bezahlt, der es Produzenten erlauben soll, ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Ein Aufschlag auf den Minimalpreis soll insbesondere in Infrastrukturmaßnahmen fließen.

Es wird eine Reduzierung von Handelsintermediären angestrebt, um die Effizienz zu steigern. Darüber hinaus sollen die Arbeitsbedingungen in den Produktionsbetrieben verbessert werden und eine langfristige Partnerschaft zwischen Produzenten und Abnehmern hergestellt werden.

Der derzeitige Anteil von Fair-Trade-Produkten am Gesamtmarkt ist sehr gering. Allerdings gehören Fair-Trade-Produkte zu den wachstumsstärksten Produkten. Bananen, Zucker, Kaffee und Kakao bilden die mit Abstand wichtigsten Segmente im fairen Welthandel. Nach einer verstärkten Debatte um die Produktionsbedingungen in der Bekleidungsindustrie hat sich aber auch der Textilbereich im fairen Handel dynamisch entwickelt.

Fairtrade Österreich (voller Name: Verein zur Förderung des fairen Handels mit den Ländern des Südens), ein 1993 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien, vergibt in Österreich das Fairtrade-Siegel für den Fairen Handel.

Darüber hinaus gibt es einige weitere Organisationen, die sich mit Fairem Handel beschäftigen. Dies sind unter anderem die Clean Clothes Campaign, die sich auf Textilien und Sportschuhe spezialisiert hat, und Label STEP, die sich für faire Bedingungen in Produktion und Handel von handgefertigten Teppichen einsetzt.

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