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Feuerwerk#

Foto: Doris Wolf, 2015

Die Erfindung von Feuerwerkskörpern soll vor 1200 Jahren in China erfolgt sein und mit dem Schwarzpulver zusammenhängen. Auch heute ist China der weltweit größte Produzent und Exporteur pyrotechnischer Artikel. Im 14. Jahrhundert brachten arabische Händler das Feuerwerk nach Europa, wo sich die Kunst der Pyrotechniker weiterentwickelte. Einen Höhepunkt erreichte sie bei den höfischen Festen der Barockzeit. Für die größte Inszenierung dieser Art errichtete man 1732 in der Spittelau (Wien 9) eine aufwendige Scheinarchitektur in Form eines Kastells von elf m Höhe, 22 m Breite und 30 m Tiefe, das beabsichtigt spektakulär in Flammen aufging. 250 Raketen wurden abgefeuert, Pauken und Trompetenmusik begleiteten die Aufführung. Leopold Schmidt verweist auf die "für die frühe Neuzeit charakteristische Freude am Schießpulver". Er berichtet von Sonnwendfeuern in der Wiener Innenstadt, bei denen "Raketen und Schwärmer" Verwendung fanden. Im 19. Jahrhundert war der Prater Schauplatz szenischer Feuerwerke. Üblicherweise haben Pyrotechnische Artikel vor allem zu Silvester Saison und bringen der Branche 80 % ihres Umsatzes.

Seit 2022/23 gilt im Ortsgebiet österreichweit ein Verbot jeglicher Pyrotechnik, die über Wunderkerzen hinausgeht. Außerhalb des Ortsgebiets sind Laien Feuerwerke der Kategorie F1 und F2erlaubt. In Wien - und anderen Städten - wird seit einigen Jahren auf die großen öffentlichen Silvester-Feuerwerke verzichtet. Alljährlich werden bei Silvesterfeuerwerken mehr als 200 Personen in Österreich verletzt. Kurz vor Silvester 2025 verursachte ein Waldbrand in Innsbruck einen Großeinsatz der Feuerwehren. Ein Zwölfjähriger hatte bei einem Familienausflug auf der Nordkette Pyrotechnik gezündet. Tagelang waren bis zu 150 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zum Jahreswechsel wurden in Österreich 2800 Pyrotechnische Gegenstände sichergestellt und in dem Zusammenhang 30 Personen festgenommen und zahlreiche Anzeigen verfügt.


Quellen

Tirol, publiziert 30.12.2025
2025/26, publiziert 1.1.2026


Siehe auch:
--> Heimatlexikon