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Feuerwerk#

Foto: Doris Wolf, 2015

Pyrotechnische Artikel haben vor allem zu Silvester Saison. Eine "market"-Umfrage ergab 2018, dass die Hälfte der Österreicher Feuerwerke als "kulturelle Brauchtumspflege“ sieht. Besonders beliebt sind bunte Raketen (55 %) und Batteriefeuerwerke, bei denen sich nach einmal Zünden mehrere Effekte aneinanderreihen. 10.000 Verkaufsstellen boten Pyrotechnik an. Der Umsatz der Feuerwerksindustrie liegt um den Jahreswechsel bei 10 Mio. Euro, das sind etwa 80 % des Jahresumsatzes.

Grundsätzlich sind die handelsüblichen Raketen im Ortsgebiet verboten. Strafen können in allen Bundesländern bis zu 3.600 Euro betragen. In Graz dürfen Privatpersonen keine Feuerwerke zünden, die Stadt verzichtet auf das traditionelle Spektakel am Schlossberg. In Innsbruck herrscht strenges Verbot. Das Umweltbundesamt warnt, dass Feuerwerke hohe Feinstaubmengen und giftige Schwermetalle hinterlassen. In der Nacht auf 1. Jänner steige die Feinstaubbelastung in vielen Städten auf die höchsten Werte des ganzen Jahres. Schwermetallpartikel, etwa Strontium und Arsen, würden freigesetzt und gelangten in Böden und stehende Gewässer. Die Polizei ruft zu freiwilligem Verzicht auf Pyrotechnikartikel auf, Umwelt und Tiere litten darunter. Das Rote Kreuz erinnert daran, dass Knallkörper zu schweren Verletzungen, etwa der Augen, führen können. Jedes Jahr erlitten außerdem rund 1.000 Menschen Hörschäden durch Böller. Als besonders gefährlich gelten im Ausland erworbene Artikel ohne Prüfzeichen.