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Oktav#

Die Nachfeier eines Festes während der folgenden Woche oder am achten Tag wird Oktav genannt (lat. dies octava - der achte Tag). Wahrscheinlich schon Ende des 3. Jahrhunderts feierte man eine Oktav von Ostern mit täglichen Gottesdiensten für die neu Getauften. Die Nachfeier größerer Heiligenfeste, die sich im 7. Jahrhundert (wie auch für Weihnachten) entwickelte, beschränkte sich zunächst auf den achten Tag und dauerte seit dem 13. Jahrhundert eine Woche. 1955 wurden alle Oktaven mit Ausnahme von Weihnachten, Ostern und Pfingsten abgeschafft, 1969 auch letztere.

In der Musik bezeichnet Oktav ein Intervall, bei dem die Frequenz des tieferen zu der des höheren Tons im Verhältnis 1:2 steht. Der Oktavraum umfasst die acht Stufen der Tonleiter.


Quelle:  Rupert Berger: Neues Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg/Br. 1999. S. 367