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300 Jahre Wiener Porzellan 1718–2018#

Sondermarke#

Briefmarke, 300 Jahre Wiener Porzellan 1718–2018
© Österreichische Post

Weißes Gold aus Wien#

Im Jahr 1718 wurde die Wiener Porzellanmanufaktur in Wien-Alsergrund gegründet. Die Österreichische Post würdigt das Jubiläum „300 Jahre Wiener Porzellan“ nun mit einer Sondermarke.

Weißes Gold aus Wien#

Wertvolle Objekte aus Porzellan, die auf abenteuerlichen Wegen zumeist aus China importiert wurden, galten schon im 16. Jahrhundert als absolute Kultobjekte. Als die sogenannten „Arkanisten“ im 18. Jahrhundert schließlich hinter das Geheimnis der Herstellung des „weißen Goldes“ kamen, überkam die europäische Oberschicht endgültig das „Porzellanfieber“. Kaiser, Könige, Fürsten, aber auch die aufstrebende Mittelschicht begannen selbst Manufakturen erbauen zu lassen. Als eine der ersten eröffnete die Wiener Porzellanmanufaktur unter Leitung des Hofkriegsratsagenten Claudius Innocentius du Paquier ihre Pforten. Am 27. Mai 1718 unterzeichnete Kaiser Karl VI ein Spezialprivilegium, das der Manufaktur eine Monopolstellung im gesamten Reich zusicherte. 1721 verlegte man die Porzellanmanufaktur in jene Straße, deren Name bis heute davon Zeugnis ablegt: die Porzellangasse im 9. Wiener Gemeindebezirk. Nach Ablauf des Privilegiums nahm 1744 Kaiserin Maria Theresia die Manufaktur in das k. k. Aerarium auf. Seitdem trägt jedes Stück, das die Manufaktur verlässt, den kobaltblauen Bindenschild unter der Glasur – das Markenzeichen des Wiener Porzellans.

Porzellankunst#

1864 musste die Wiener Porzellanmanufaktur ihre Pforten schließen. 1923 besannen sich Investoren aus dem Umfeld des großen Entwerfers und Gründers der Wiener Werkstätte – Josef Hoffmann – des reichen Erbes und eröffneten die „Neue Wiener Porzellanmanufaktur Augarten“ im gleichnamigen Barockpark. Seit dieser Zeit führt die Porzellanmanufaktur Augarten die Handwerkstradition weiter und lebt die Tradition der künstlerischen Innovation. So entstehen hier bis heute feine Porzellanwaren auf der Basis von Entwürfen aller Epochen – vom Dubskydekor auf barocken Formen über Teeservice und Figuren der wichtigsten Designer des Art Déco bis hin zu zeitgenössischem Interior- und Produktdesign.

Die Sondermarke ist die erste mit einem Nominale von EUR 4,20. Das Motiv zeigt eine im Druck mit Lack veredelte Teetasse in klassisch-barockem Design.