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Das Masaryk-Institut in Prag#

Das T. G. Masaryk-Institut wurde am 23. 7. 1932 von Tomáš Garrigue Masaryk als Stiftung zur Verwaltung und Ergänzung der TGM-Bibliothek und des Archivs gegründet, um die Werke Masaryks weiter zu bearbeiten und zu veröffentlichen, um den Forschern ein externes Studium zu ermöglichen. TGM spendete seine eigene private Bibliothek (160.000 Bände) und sein Archiv, sein privates Museum und Wertpapiere (im Wert von rund 10 Millionen Kronen) als materielle Grundlage für die Stiftung. Diese erste Sammlung sollte die Grundlage für das weitere Studium der Arbeitsgebiete Masaryks bilden. Das Institut befand sich zunächst in der Prager Burg, dann 1938 in einem eigenen Gebäude in Prag-Bubeneč. Während des Krieges wurde es im Clementinum deponiert, weil sein Gebäude von der Gestapo besetzt war. Während der Nachkriegsrestauration erhielt das Institut sein Gebäude zurück, aber seine Räumlichkeiten waren nicht mehr ausreichend, so dass es 1948 in die Villa Kramářsin Hradčany und unmittelbar danach in ein Gebäude auf der Národní třída 3 verlegt wurde. 1954 wurde das Masaryk-Institut in der Folge einer Anti-Masaryk-Kampagne teilweise geschlossen, doch wurde 1968 versucht, die Forschung wieder aufzunehmen.

Am 4. Januar 1990 beschloss Präsident Václav Havel, das T. G. Masaryk-Institut auf Vorschlag des Komitees der Masaryk-Gesellschaft wiederherzustellen. 1995 wurde es zusammen mit der ASCR Masaryk Institute Foundation gegründet, die die Verwaltung des Archivs und der Bibliothek übernahm, und als unabhängige Einrichtung innerhalb der ASCR Raum für Masaryk-Forschung bot. Seit 2006 gehört es zum Masaryk-Institut und Archiv der ASCR (Akademie der Wissenschaften).

Archiv
Das Masaryk/Beneš-Archiv
Bibliothek Masaryks
Die Büchersammlung Masaryks
Lubos Velek
Dr. Lubos Velek

Nach dem Moldau-Hochwasser 2002 musste das Institut umziehen. 2005 und 2015 wurden die heutigen modernen Bauten errichtet. Sie beherbergen an die 5 Laufkilometer an Archivmaterial zu T.G. Masaryk und Edvard Beneš, das größtenteil aus den damals gesperrten Archiven der KP stammt. Zurzeit hat das Institut rund 50 fest angestellte Mitarbeiter (15 Archivare, 15 Bibliothekare, Management). Dazu kommen rund 70 Mitarbeiter auf zeitlich beschränkter Basis. Direktor ist Dr. Lubos Velek.

--> Bericht und Fotos: P. Diem
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