Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Notiz 090: Die Vitrine #

(Mythos Puch im Lockdown)#

von Martin Krusche

Die österreichweiten Oldtimertage wurden abgesagt, aber wir halten den Termin. Zum 25. April 2020 war die erste Vitrine fertig und eingerichtet. Da zeige ich einen kleinen Überblick der Automobilgeschichte mit einem Puch-Schwerpunkt. Die zweite Station wird Mitte Mai bespielt und zeigt dann den ursprünglich geplanten Zweirad-Schwerpunkt. Die dritte Station sollte kommenden Sommer in der anfangs vorgesehen Halle von Zweirad Laller eingerichtet werden.

Klicken Sie das Bild an, um die Details besser zu erkennen. Der Austro-Daimler Bergmeister (links), ist noch ganz Vorkriegszeit. Rechts vorne zwei Jenschke-Konstruktionen, mit denen in Österreich die Stromlinien-Ära begann, der Steyr 100 und das Steyr Baby. Dahinter ein großer Tatra, der T 77von Ledwinka und Übelacker. Der kleine Schwarze ist ein Ursaab im Design von Sixten Sason. Ganz rechts der Großserien-Streamliner aus Italien (Fiat 600) in der serbischen Lizenzversion Zastava. (Foto: Martin Krusche)
Klicken Sie das Bild an, um die Details besser zu erkennen. Der Austro-Daimler Bergmeister (links), ist noch ganz Vorkriegszeit. Rechts vorne zwei Jenschke-Konstruktionen, mit denen in Österreich die Stromlinien-Ära begann, der Steyr 100 und das Steyr Baby. Dahinter ein großer Tatra, der T 77von Ledwinka und Übelacker. Der kleine Schwarze ist ein Ursaab im Design von Sixten Sason. Ganz rechts der Großserien-Streamliner aus Italien (Fiat 600) in der serbischen Lizenzversion Zastava. (Foto: Martin Krusche)

Bis dahin werden sich Lockdown und Geschütze Zugänge wohl in einer guten Balance halten. Wir haben noch immer diesen unsichtbaren Feind im Nacken, aber wir können unsere Sicherheit über ein paar Verhaltensregeln ganz gut hoch halten.

Also war es naheliegend, jetzt erst einmal mit Miniaturen hinter Glas zu gehen. Das ist die Schau in der Vitrine im Foyer der Volksbank Gleisdorf. Keinerlei Anlaß, sich in Gefahr zu begeben. Das Foyer kann während der Geschäftszeiten frei besucht werden. Es wird gebeten, maximal zu dritt im Raum zu sein. Da ist genug Platz für die erwünschte Distanz.

Die nächste Vitrine liegt in einer Passage im Zentrum der Stadt. Dort geht es dann im Mai um das Zweirad-Thema. Cartoonistin Kerstin Feirer wird als Kuratorin die große Vitrine mit einer Auswahl aus den verfügbaren Exponaten bespielen.

Wenn ich schließlich bei Laller in Gnies lande, sollten wir eine gute Ausgewogenheit zwischen Distanz und Betriebsamkeit gefunden haben. Keine Volkswirtschaft könnte so viel Stillhalten, wie wir es derzeit noch üben, viel länger aushalten.

So hab ich in dieser belasteten Situation einige Menschen aus ganz verschiedenen Metiers um mich, mit denen sich Kooperation praktisch erproben läßt, während wir passende Konzepte suchen, um in dieser merkwürdigen Zeit auch die Wissens- und Kulturarbeit voranzubringen; und zwar nicht bloß hinter verschlossenen Türen.

Die Volksbank-Vitrine mit ihren drei Etagen. (Foto: Martin Krusche)
Die Volksbank-Vitrine mit ihren drei Etagen. (Foto: Martin Krusche)

Derweil tüftelt Manuel Wutti daran, wie er das neu gestartete Puch-Club-Magazin auf Schiene hält, denn diese Startphase mit der ersten neuen Ausgabe wurde vom Lockdown überrollt. Das ist sehr ärgerlich, aber mit diesen Hemmnissen muß eben derzeit umgegangen werden.

Wir wollten da ja ein paar Schritte kombinieren, da Wutti an eigenwilligen Mopperln schraubt, um damit Rennen zu fahren. Das hat natürlich historische Tiefe. Sie kennen sicher dieses Sprücherl: „Das erste Motorradrennen der Welt fand statt, nachdem das zweite Motorrad der Welt gebaut war.“ (Achtung! Die Pointe sickert langsam.)

Wie angedeutet, Mythos Puch entfaltet sich prozeßhaft. Dabei kommen ganz unterschiedliche Leute miteinander ins Tun. Das macht für uns einen wesentlichen Teil des Reizes aus; diese Praxis des Kontrastes. Ich möchte mich, wenn dieser Lockdown einmal endet und die Pandemie eingedämmt wurde, in einer neuen Situation wiederfinden. Wie es davor war, das kenn ich ja schon…

Puch 500-Familientreffen, von unten betrachtet. (Foto: Martin Krusche)
Puch 500-Familientreffen, von unten betrachtet. (Foto: Martin Krusche)