Buch-Geiseldorf

Buch-Geiseldorf
Wappen von Buch-Geiseldorf
Buch-Geiseldorf (Österreich)
Buch-Geiseldorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg
Kfz-Kennzeichen: HB
Hauptort: Unterbuch
Fläche: 14,66 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 16° 0′ O47.23555555555615.991944444444314Koordinaten: 47° 14′ 8″ N, 15° 59′ 31″ O
Höhe: 314 m ü. A.
Einwohner: 1.031 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 70,33 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8274, 8272
Vorwahl: 03332
Gemeindekennziffer: 6 07 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Buch-Geiseldorf 130
8274 Buch bei Hartberg
Website: www.buch-geiseldorf.at
Politik
Bürgermeister: Anton Heschl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10 ÖVP, 4 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Buch-Geiseldorf im Bezirk Hartberg
Bad Waltersdorf Blaindorf Buch-Geiseldorf Dechantskirchen Dienersdorf Ebersdorf Eichberg Friedberg (Steiermark) Grafendorf bei Hartberg Greinbach Hartberg Hartberg Umgebung Hartl Hofkirchen bei Hartberg Kaibing Kaindorf Lafnitz (Steiermark) Limbach bei Neudau Mönichwald Neudau Pinggau Pöllau Pöllauberg Puchegg Rabenwald Riegersberg Rohr bei Hartberg Rohrbach an der Lafnitz Saifen-Boden Sankt Jakob im Walde Sankt Johann bei Herberstein Sankt Johann in der Haide Sankt Lorenzen am Wechsel Sankt Magdalena am Lemberg Schachen bei Vorau Schäffern Schlag bei Thalberg Schönegg bei Pöllau Sebersdorf Siegersdorf bei Herberstein Sonnhofen Stambach Stubenberg Tiefenbach bei Kaindorf Vorau Vornholz Waldbach (Steiermark) Wenigzell Wörth an der Lafnitz Großhart SteiermarkLage der Gemeinde Buch-Geiseldorf im Bezirk Feldbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Buch-Geiseldorf ist eine Gemeinde mit 1031 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Gerichtsbezirk und Bezirk Hartberg in der Steiermark (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Buch-Geiseldorf liegt im oststeirischen Hügelland ca. 7 km südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet wird von Norden nach Süden von der Hartberger Safen durchflossen. Im Westen wird die Gemeinde durch den Dombach begrenzt, der kurze Zeit später in die Hartberger Safen mündet.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Buch-Geiseldorf besteht aus den vier Katastralgemeinden Geiseldorf (185 Einwohner), Oberbuch (145), Unterbuch (546) und Unterdombach (134) (Stand: 15. Mai 2001).

Eingemeindungen

1969 kam die heutige Katastralgemeinde Unterdombach von der Gemeinde Wenireith hinzu, als diese Teil der Gemeinde Hartberg Umgebung wurde.

Nachbargemeinden

Hartberg Umgebung Hartberg Sankt Magdalena am Lemberg
Kaindorf Nachbargemeinden Sankt Magdalena am Lemberg
Ebersdorf Ebersdorf, Sebersdorf Sebersdorf

Geschichte

Kapelle Oberbuch
Kapelle Unterbuch

Die Gemeinde Buch wurde im Jahr 1850 aus den beiden heutigen Katastralgemeinden Oberbuch und Unterbuch gegründet. Im Jahr 1959 wurde sie mit der Gemeinde Geiseldorf, die aus den Katastralgemeinden Geiseldorf und Unterdombach bestand, zur heutigen Gemeinde Buch-Geiseldorf zusammengelegt.[1]

Oberbuch

Oberbuch wurde erstmals 1258 als Pueche erwähnt und wurde vermutlich vor 1156 gegründet. Das Dorf ist eine planmäßig gegründete Gemeinde der Kolonisationszeit und wurde vom Herrenhof Hopfau auf einem Landstück gegründet, das einstmals den Aribonen gehörte. Das Dorf erlebte in der Folge eine wechselvolle Geschichte mit vielen Herren, bevor es 1849 mit Unterbuch zur Gemeinde Buch zusammengefasst worden ist.

Unterbuch

Unterbuch wird erstmals 1329 als inferior Puech genannt. Wie auch Oberbuch wurde das Dorf vermutlich im 12. Jahrhundert vom Herrenhof Hopfau auf einem Landstück der Aribonen gegründet. Unterbuch erlebte eine wechselvolle Geschichte, in der nicht nur ständig wechselnde Herren das Dorf bestimmten. Vermutlich im Jahr 1418 wurde das Dorf von den Ungarn verwüstet, 1532 von den Türken. 1558 ist das Dorf abgebrannt. Im Jahr 1605 wurde das Dorf von den Heiducken überfallen und niedergebrannt. In den Jahren 1704 und 1707 überfielen zwei Mal die Kuruzen das Dorf. 1712 war das Dorf wieder aufgebaut. 1849 wurde es schließlich mit Oberbuch zur Gemeinde Buch zusammengefasst.

Geiseldorf

Geiseldorf wird erstmals im Jahr 1330 als Geislendorff (Dorf der Gisela) urkundlich erwähnt und befindet sich auf dem Land von Gisela von Assach und Eberhard von Öblarn, die es vermutlich um 1140 gründeten. Da sie kinderlos waren, ging das Dorf zunächst an die Dunkelsteiner[2] und nach häufig wechselnden Herrschaften an das Stift Vorau (1358 bestätigt). 1644 gelangte Geiseldorf an die Grafen von Saurau und zur Herrschaft Schielleiten.

Aufgrund seiner Grenzlage wurde es -- wie auch Unterbuch -- von den Magyaren, Türken, Heiducken und Kuruzen überfallen und niedergebrannt, wobei der jeweilige Wiederaufbau aufgrund von Holzmangel nur langsam voranschritt. 1850 wurde Geiseldorf selbständig.

Unterdombach

Unterdombach wird 1434 als Tampach erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde vermutlich um 1193 durch die Starhemberger gegründet. Es wurde in seiner Geschichte wie auch die Nachbardörfer häufig überfallen und verwüstet. 1850 wurde Unterdombach der Gemeinde Wenireith angegliedert und kam 1969 zu Buch-Geiseldorf, als Wenireith Teil der Gemeinde Hartberg Umgebung wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939 1951 1961 1971 1981 1991 2001
Einwohner 998 1078 1024 1087 1118 1120 1084 1010 963 1010 1070 1093 1063 1010

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Süd Autobahn (A 2) führt zwar direkt durch das Gemeindegebiet, hat dort aber keine Anschlussstelle. Die nächstgelegende ist Sebersdorf / Bad Waltersdorf (126) in ca. 6 km Entfernung. Die Wechsel Straße (B 54) Richtung Graz und Wiener Neustadt ist über den Nachbarort Hartberg in ca. 5 km erreichbar.

Die Thermenbahn verkehrt ebenfalls durch die Gemeinde. Die beiden Haltepunkte Buch und Geiseldorf sind aber nicht mehr in Betrieb, so dass die nächsten Zustiegsmöglichkeiten in Hartberg und Sebersberg bestehen (jeweils ca. 6 km Entfernung). Sie bieten Regionalzug-Verbindungen im Zweistundentakt nach Wien und Fehring.

Der Flughafen Graz ist ca. 65 km entfernt.

Ansässige Unternehmen

Erst seit 1945 siedeln sich in Buch-Geiseldorf Industriebetriebe an, vorher war die Gemeinde ausschließlich von der Landwirtschaft bestimmt.

Politik

Gemeinderat

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2010[3] 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 429 62,1 10 497 73,2 11 417 61 10 398 56 9 415 57 9
SPÖ 191 27,6 4 134 19,7 3 82 12 1 124 18 2 189 26 4
FPÖ 71 10,3 1 48 7,1 1 97 14 2 94 13 2 124 17 2
Für unsere Gemeinde 84 12 2 91 13 2
Wahlbeteiligung 82,17 % 81,7 % 88 % 92 % 94 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist Anton Heschl (ÖVP), Vizebürgermeister ist Josef Kapfer (ÖVP).

Wappen

Seit 1. April 2001 ist Buch-Geiseldorf berechtigt, ein eigenes Wappen zu führen. Blasonierung: In einem roten Schild vier kreuzförmig aus gemeinsamem Ursprung wachsende goldene Buchenblätter.[4]

Gemeindezusammenlegung

Am 1. Jänner 2013 wird die Gemeinde Buch-Geiseldorf mit der Nachbargemeinde Sankt Magdalena am Lemberg zusammengelegt und künftig den Namen Gemeinde Buch-St. Magdalena tragen.[5]


Fußnoten, Quellen

  1.  Kramer - Mirsch - Rupp: DAHEIM IN .... Dokumentation der Gemeinden im Bezirk Hartberg. Scripta Verlag, 1996, S. 90.
  2. Forschung Dunkelstein
  3. Wahlen Land Steiermark (auch Ergebnisse 2005
  4. http://www.buch-geiseldorf.at/default.aspx?uid=4&id=104
  5. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 106/2012. Abgerufen am 27. November 2012 (PDF).

Weblinks

 Commons: Buch-Geiseldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien