Gerichtsbezirk Hartberg

Gerichtsbezirk Hartberg
Karte des Gerichtsbezirks Hartberg
 Gerichtsbezirk Hartberg
 Landesgericht Graz
Basisdaten
Bundesland Steiermark
Bezirk Hartberg
Sitz des Gerichts Hartberg
Kennziffer 6071
zuständiges Landesgericht  Graz
Fläche 958.82 km2
Einwohner 66.617 (1. Jänner 2012)

Der Gerichtsbezirk Hartberg ist ein dem Bezirksgericht Hartberg unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Steiermark. Er umfasst seit 1976 den gesamten politischen Bezirk Hartberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Hartberg wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen und umfasste ursprünglich die 51 Gemeinden Blaindorf, Buch, Dienersdorf, Ebersdorf, Eggendorf, Erdwegen, Flattendorf, Geißeldorf, Grafendorf, Gräflerviertl, Großhart, Haberstorf, Hartberg, Hartl, Hohenbruck, Hopfau, Kaibing, Kaindorf, Kopfing, Lafnitz, Leitersdorf, Lemberg, Limbach, Löffelbach, Mitterdambach, Neudai, Neustift, Oberlungitz, Oberrohr, Obersaifen, Penzendorf, Ring, Rohrbach an der Lafnitz, Rohrbach bei Sebersdorf, Safenau, Schildbach, Schölbing, Sebersdorf, Seibersdorf, St. Johann, Stambach, Staudach, Unterlugnitz, Unterrohr, Wagenbach, Wagenberg, Wagendorf, Waltersdorf, Weinberg, Wenireith und Wörth.[1][2] Der Gerichtsbezirk Hartberg bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[3] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Vorau, Friedberg und Pöllau den Bezirk Hartberg.[4]

Nach und nach reduzierte sich die Anzahl der Gemeinden im Gerichtsbezirk Hartberg durch Gemeindezusammenlegungen von ursprünglich 51 auf die zuletzt 23 Gemeinden Bad Waltersdorf, Blaindorf, Buch-Geiseldorf, Dienersdorf, Ebersdorf, Grafendorf bei Hartberg, Greinbach, Großhart, Hartberg, Hartberg Umgebung, Hartl, Kaibing, Kaindorf, Lafnitz, Limbach bei Neudau, Neudau, Rohr bei Hartberg, Rohrbach an der Lafnitz, St. Johann in der Haide, St. Magdalena am Lemberg, Sebersdorf, Stambach Wörth an der Lafnitz.[5] Nachdem die Bundesregierung per Verordnung die Auflösung der Gerichtsbezirke Vorau, Friedberg und Pöllau beschlossen hatte, wurde per 1. Oktober 1976 der Gerichtsbezirk Hartberg auf den gesamten politischen Bezirk Hartberg ausgedehnt.[6] Der Gerichtsbezirk Hartberg übernahm dadurch die Gemeinden Dechantskirchen, Friedberg, Pinggau, St. Lorenzen am Wechsel, Schäffern und Schlag bei Thalberg vom Gerichtsbezirk Friedberg, die Gemeinden Hofkirchen bei Hartberg, Pöllau, Pöllauberg, Rabenwald, Saifen-Boden, St. Johann bei Herberstein, Schönegg bei Pöllau, Siegersdorf bei Herberstein, Sonnhofen, Stubenberg und Tiefenbach bei Kaindorf vom Gerichtsbezirk Pöllau und die Gemeinden Eichberg, Mönichwald, Puchegg, Riegersberg, St. Jakob im Walde, Schachen bei Vorau, Vorau, Vornholz, Waldbach und Wenigzell vom Gerichtsbezirk Vorau.[5]

Mit 1. Juli 2013 wird der Gerichtsbezirk aufgelöst und die Gemeinden werden dem Gerichtsbezirk Fürstenfeld zugewiesen.[7]

Gerichtssprengel

Der Gerichtssprengel umfasst mit den 50 Gemeinden Bad Waltersdorf, Blaindorf, Buch-Geiseldorf, Dechantskirchen, Dienersdorf, Ebersdorf, Eichberg, Friedberg, Grafendorf bei Hartberg, Greinbach, Großhart, Hartberg, Hartberg Umgebung, Hartl, Hofkirchen bei Hartberg, Kaibing, Kaindorf, Lafnitz, Limbach bei Neudau, Mönichwald, Neudau, Pinggau, Pöllau, Pöllauberg, Puchegg, Rabenwald, Riegersberg, Rohr bei Hartberg, Rohrbach an der Lafnitz, Saifen-Boden, Sankt Jakob im Walde, Sankt Johann bei Herberstein, Sankt Johann in der Haide, Sankt Lorenzen am Wechsel, Sankt Magdalena am Lemberg, Schachen bei Vorau, Schäffern, Schlag bei Thalberg, Schönegg bei Pöllau, Sebersdorf, Siegersdorf bei Herberstein, Sonnhofen, Stambach, , Stubenberg, Tiefenbach bei Kaindorf, Vorau, Vornholz, Waldbach, Wenigzell und Wörth an der Lafnitz den gesamten politischen Bezirk Hartberg.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850, XXI. Stück, Nr. 378: Erlass des Statthalters vom 20. September 1850, womit die nach dem provisorischen Gesetze vom 17. März 1849 errichteten neuen Ortsgemeinden mit ihrer Zutheilung in die politischen Gerichts- und Steueramts-Bezirke in dem Kronlande Steiermark bekannt gemacht werden.
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850 (Beilage Kreis Gratz)
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  4. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  5. a b Österreichische Akademie der Wissenschaften: Historisches Ortslexikon. Steiermark. 1. S. 115 f.
  6. BGBl. Nr. 353/1976
  7. http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2012_II_243/BGBLA_2012_II_243.html Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2012

Literatur