Gerichtsbezirk Feldbach

Gerichtsbezirk Feldbach
Karte des Gerichtsbezirks Feldbach
 Gerichtsbezirk Feldbach
 Landesgericht Graz
Basisdaten
Bundesland Steiermark
Bezirk Feldbach
Sitz des Gerichts Feldbach
Kennziffer 6041
zuständiges Landesgericht  Graz
Fläche 730.49 km2
Einwohner 66.828 (1. Jänner 2012)

Der Gerichtsbezirk Feldbach ist ein dem Bezirksgericht Feldbach unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Steiermark. Er umfasst seit 2002 den gesamten politischen Bezirk Feldbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Feldbach wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen. Ursprünglich umfasste er die 51 Gemeinden Altenmarkt, Arbach, Auersbach, Breitenfeld, Dirnbach, Edelsbach, Erbersdorf, Feldbach, Fischa, Fladnitz, Gleichenberg, Gnas, Gniebing, Goßendorf, Grub, Kaag, Kirchberg, Kollberg, Kornberg, Krennach, Krußdorf, Leitersdorf, Lembach, Maierdorf, Merkendorf, Mitterfladnitz, Muggendorf, Mühldorf, Oberdorf, Obergnas, Oberstorcha, Oedt, Paldau, Perlsdorf, Poppendorf, Raabau, Ranning, Reith, Riegersburg, Rohr, Saatz, Schweinz, Stainz, Studenzen, Sulzbach, Trautmannsdorf, Waldsberg, Walkersdorf, Weißenbach, Wilhelmsdorf und Wörth.[1][2] Der Gerichtsbezirk Feldbach bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[3] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Fehring, Fürstenfeld und Kirchbach den Bezirk Feldbach.[4]

Die Zusammensetzung des Bezirks Feldbach blieb bis 1938 unverändert. Erst durch die nationalsozialistische Verwaltungsänderungen wurde der Gerichtsbezirk Fürstenfeld vom Bezirk Feldbach abgetrennt und gemeinsam mit Teilen der burgenländischen Bezirke Güssing und Jennersdorf zum Bezirk Fürstenfeld zusammengeschlossen.[5] Bereits 1945 wurde jedoch das Burgenland wiedererrichtet und die burgenländischen Bezirksteile wieder an das Burgenland abgetreten. Der Bezirk Fürstenfeld blieb jedoch auch weiterhin bestehen, auch wenn er nun lediglich aus dem Gerichtsbezirk Fürstenfeld bestand.

Im Zuge der Zusammenlegung mehrerer Gerichtsbezirke wurden die Gerichtsbezirke Kirchbach in Steiermark und Fehring aufgelöst und per 1. Oktober 1976 mit dem Gerichtsbezirk Feldbach verschmolzen. Der nach Gemeindezusammenlegungen noch die 31 Gemeinden Auersbach, Bad Gleichenberg, Breitenfeld an der Rittschein, Edelsbach bei Feldbach, Eichkögl, Feldbach, Fladnitz im Raabtal, Gnas, Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Grabersdorf, Kirchberg an der Raab, Kohlberg, Kornberg bei Riegersburg, Krusdorf, Leitersdorf im Raabtal, Lödersdorf, Maierdorf, Merkendorf, Mühldorf bei Feldbach, Oberdorf am Hochegg, Oberstorcha, Paldau, Perlsdorf, Poppendorf, Raabau, Raning, Riegersburg, Stainz bei Straden, Studenzen, Trautmannsdorf in Oststeiermark umfassende Gerichtsbezirk wurde dadurch um die 14 Gemeinden Aug-Radisch, Baumgarten bei Gnas, Edelstauden, Frannach, Glojach, Jagerberg, Kirchbach in Steiermark, Mitterlabill, Petersdorf II, Pirching am Traubenberg, St. Stefan im Rosental, Schwarzau im Schwarzautal, Unterauersbach und Zerlach des Gerichtsbezirks Kirchbach in Steiermark sowie um die zehn Gemeinden Bairisch Kölldorf, Fehring, Frutten-Gießelsdorf, Hatzendorf, Hohenbrugg-Weinberg, Johnsdorf-Brunn, Kapfenstein, Pertlstein, St. Anna am Aigen und Unterlamm des Gerichtsbezirks Fehring erweitert.[6]

Im Zuge der sogenannten Reformpartnerschaft zwischen SPÖ und ÖVP soll der Gerichtsbezirk bzw. politische Bezirk Feldbach ab 2013 gemeinsam mit dem Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Radkersburg den Bezirk Südoststeiermark bilden.[7]

Gerichtssprengel

Der Gerichtsbezirk Feldbach umfasst mit den 55 Gemeinden Auersbach, Aug-Radisch, Bad Gleichenberg, Bairisch Kölldorf, Baumgarten bei Gnas, Breitenfeld an der Rittschein, Edelsbach bei Feldbach, Edelstauden, Eichkögl, Fehring, Feldbach, Fladnitz im Raabtal, Frannach, Frutten-Gießelsdorf, Glojach, Gnas, Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Grabersdorf, Hatzendorf, Hohenbrugg-Weinberg, Jagerberg, Johnsdorf-Brunn, Kapfenstein, Kirchbach in Steiermark, Kirchberg an der Raab, Kohlberg, Kornberg bei Riegersburg, Krusdorf, Leitersdorf im Raabtal, Lödersdorf, Maierdorf, Merkendorf, Mitterlabill, Mühldorf bei Feldbach, Oberdorf am Hochegg, Oberstorcha, Paldau, Perlsdorf, Pertlstein, Petersdorf II, Pirching am Traubenberg, Poppendorf, Raabau, Raning, Riegersburg, Sankt Anna am Aigen, Sankt Stefan im Rosental, Schwarzau im Schwarzautal, Stainz bei Straden, Studenzen, Trautmannsdorf in Oststeiermark, Unterauersbach, Unterlamm und Zerlach den gesamten Bezirk Feldbach.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850, XXI. Stück, Nr. 378: Erlass des Statthalters vom 20. September 1850, womit die nach dem provisorischen Gesetze vom 17. März 1849 errichteten neuen Ortsgemeinden mit ihrer Zutheilung in die politischen Gerichts- und Steueramts-Bezirke in dem Kronlande Steiermark bekannt gemacht werden.
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850 (Beilage Kreis Gratz)
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  4. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  5. Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Steiermark. Jahrgang 1938, Stück 6, Nr. 11: Verordnung des Landeshauptmannes über die Einteilung des Landes Steiermark in Verwaltungsbezirke
  6. BGBl. Nr. 353/1976: „Verordnung: Auflassung der Bezirksgerichte Arnfels, Fehring, Friedberg, Kirchbach in Steiermark, Oberzeiring, Pöllau, Sankt Gallen und Vorau sowie Änderung der Sprengel der Bezirksgerichte Feldbach, Hartberg, Judenburg, Leibnitz und Liezen“
  7. ORF Steiermark „Weitere Bezirksfusionen: Aus 6 werden 3“, 19. April 2012

Literatur