Lafnitz (Steiermark)

Lafnitz
Wappen von Lafnitz
Lafnitz (Steiermark) (Österreich)
Lafnitz (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg
Kfz-Kennzeichen: HB
Fläche: 15,61 km²
Koordinaten: 47° 22′ N, 16° 1′ O47.36916666666716.012777777778412Koordinaten: 47° 22′ 9″ N, 16° 0′ 46″ O
Höhe: 412 m ü. A.
Einwohner: 1.387 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 88,85 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8233, 8230
Vorwahl: 03338
Gemeindekennziffer: 6 07 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lafnitz 31
8233 Lafnitz
Website: www.lafnitz.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Schuch (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
7 SPÖ, 7 ÖVP, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Lafnitz im Bezirk Hartberg
Bad Waltersdorf Blaindorf Buch-Geiseldorf Dechantskirchen Dienersdorf Ebersdorf Eichberg Friedberg (Steiermark) Grafendorf bei Hartberg Greinbach Hartberg Hartberg Umgebung Hartl Hofkirchen bei Hartberg Kaibing Kaindorf Lafnitz (Steiermark) Limbach bei Neudau Mönichwald Neudau Pinggau Pöllau Pöllauberg Puchegg Rabenwald Riegersberg Rohr bei Hartberg Rohrbach an der Lafnitz Saifen-Boden Sankt Jakob im Walde Sankt Johann bei Herberstein Sankt Johann in der Haide Sankt Lorenzen am Wechsel Sankt Magdalena am Lemberg Schachen bei Vorau Schäffern Schlag bei Thalberg Schönegg bei Pöllau Sebersdorf Siegersdorf bei Herberstein Sonnhofen Stambach Stubenberg Tiefenbach bei Kaindorf Vorau Vornholz Waldbach (Steiermark) Wenigzell Wörth an der Lafnitz Großhart SteiermarkLage der Gemeinde Lafnitz (Steiermark) im Bezirk Feldbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Lafnitz ist eine österreichische Gemeinde mit 1387 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) in der Steiermark an der Landesgrenze zum Burgenland. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Hartberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Lafnitz liegt im Osten der Steiermark im Joglland. Politisch gehört es zum Bezirk Hartberg, dessen Bezirkshauptstadt Hartberg etwa 10 km östlich davon liegt. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen Fluss Lafnitz, einem Nebenfluss der Raab. Die Lafnitz bildet südlich von Lafnitz die Grenze zwischen der Steiermark und dem Burgenland. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Haidwaldes, wobei sich die Besiedlung nur im Norden und im Süden befindet. Die Gemeindeteile im Süden werden vom Lungitzbach durchflossen.

Gemeindegliederung

Lafnitz besteht aus den Katastralgemeinden Lafnitz (956 Einwohner), Oberlungitz (216) und Wagendorf (260) (Stand: 15. Mai 2001).

Eingemeindungen

Im Jahr 1969 werden die Orte Wagendorf und Oberlungitz eingemeindet.

Nachbargemeinden

Eichberg Rohrbach an der Lafnitz, Schlag bei Thalberg Neustift an der Lafnitz
Grafendorf bei Hartberg Nachbargemeinden Loipersdorf-Kitzladen
Grafendorf bei Hartberg Sankt Johann in der Haide Markt Allhau

Geschichte

Erste Spuren der Besiedlung des Gemeindegebietes reichen in das 4. Jahrtausend vor Christus zurück, als die Oststeiermark durch das Lafnitztal besiedelt wurde. In der Römerzeit führte durch das heutige Gemeindegebiet eine Römerstraße von Baden in das Siedlungsgebiet bei Hartberg, die hier den Fluss kreuzte.

Da Lafnitz denselben Namen trägt wie der Fluss, an dem es liegt, beziehen sich die ersten Erwähnungen auf den Fluss. Im Jahre 864 wird dieser in einer von Ludwig dem Deutschen ausgestellten Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Das darin erwähnte "Gut an der Lafnitz" könnte die heutige Gemeinde bezeichnen, da es in einer Urkunde aus dem Jahr 1272 als nahe Rohrbach gelegen weiter präzisiert wird.

Das heutige Dorf Lafnitz wird schließlich im Jahr 1184 erstmals als Lavenz in einer Urkunde des Chorherrenstiftes Vorau erwähnt. Der Ortsname veränderte sich im Laufe der Jahre über Laffnicz (1445), Laffnitz (1497) und Lafnicz (1506) zur heute verwendeten Schreibweise, die erstmals 1527 vorkommt.

Durch die Nähe zur Grenze nach Ungarn ist das Dorf häufig Opfer von feindlichen Überfällen geworden. Im 15. bis 18. Jahrhundert waren es vornehmlich die Ungarn, Türken und Kuruzen, die Lafnitz stark zusetzten, bevor im Jahre 1805 die napoleonischen Truppen durch das Land zogen.


Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 793
1880 877
1890 881
1900 879
1910 940
1923 914
1934 934
1939 941
1951 1.098
1961 1.191
1971 1.342
1981 1.313
1991 1.423
2001 1.432

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Lafnitz liegt direkt an der in diesem Bereich gut ausgebauten Wechsel Straße (B 54) von Wiener Neustadt nach Hartberg. Sie führt nicht durch das Ortsgebiet, sondern in einer langgezogenen Kurve herum. Auch die Süd Autobahn (A 2) von Wien nach Graz ist nicht weit entfernt und über die Anschlussstellen Pinkafeld (100) in ca. 9 km (für den Gemeindeteil Lafnitz) und Hartberg (115) in ca. 7 km (für die Gemeindeteile Wagendorf und Oberlungitz) zu erreichen.

Die Thermenbahn von Wien nach Fehring führt zwar durch das Gemeindegebiet, der Haltepunkt Lafnitz wird aber nicht mehr bedient. Der nächste Bahnhof ist deshalb Grafendorf in ca. 4 km Entfernung. Hier bestehen zweistündliche Regionalzug-Verbindungen.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind jeweils ca. 100 km entfernt.


Bildung

Alle Kinder werden seit dem Schuljahr 2008/2009 in der Volksschule Lafnitz unterrichtet. Davor gab es auch in Wagendorf eine Volksschule, die allerdings nur 1-klassig geführt wurde. Die weiterführenden Schulen befinden sich in Grafendorf und in Hartberg.

Politik

Gemeinderat

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2010 2005 2000 1995
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 439 44,48 7 505 50 7 280 28 4 319 32 5
SPÖ 466 47,21 7 514 50 8 516 51 8 633 63 10
FPÖ 82 8,31 1 207 21 3 59 6 0
Wahlbeteiligung 89,91 % 92 % 92 % 90 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist Rudolf Schuch (ÖVP), Vizebürgermeister ist Hans Hammer (SPÖ).

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 1998.
Wappenbeschreibung: Von Grün und Rot durch einen silbernen Fluß geteilt, im oberen Feld ein Abt- und Lilienstab von Silber schräg gekreuzt, im unteren Feld ein schrägrechter geminderter silberner Fluß.[1]

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 49, 1999, S. 52

Weblinks

 Commons: Lafnitz (Styria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien