Ferndorf (Kärnten)

Ferndorf
Wappen von Ferndorf
Ferndorf (Kärnten) (Österreich)
Ferndorf (Kärnten)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 31,41 km²
Koordinaten: 46° 44′ N, 13° 38′ O46.73611111111113.626388888889560Koordinaten: 46° 44′ 10″ N, 13° 37′ 35″ O
Höhe: 560 m ü. A.
Einwohner: 2.262 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 72,02 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9702
Vorwahl: 0 42 45
Gemeindekennziffer: 2 07 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ferndorf Nr. 22
9702 Ferndorf
Website: www.ferndorf.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Staber (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
9 SPÖ, 8 FPK, 1 ÖVP, 1 LUF
Lage der Gemeinde Ferndorf im Bezirk Villach-Land
Arnoldstein Arriach Bad Bleiberg Feistritz an der Gail Feld am See Ferndorf Finkenstein am Faaker See Fresach Hohenthurn Nötsch im Gailtal Paternion Rosegg Sankt Jakob im Rosental Stockenboi Treffen am Ossiacher See Velden am Wörther See Weißenstein Wernberg (Kärnten) Afritz am See Villach KärntenLage der Gemeinde Ferndorf (Kärnten) im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Ferndorf ist eine Gemeinde mit 2262 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Villach-Land in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Ferndorf liegt im Unteren Drautal zwischen Spittal an der Drau und Villach. Das Gemeindegebiet liegt großteils in den Nockbergen (Mirnock-Verditz), umfasst aber auch Teile des unteren Drautales sowie die südöstliche Bucht des Millstätter Sees.

Gliederung

Die Gemeinde ist in die Katastralgemeinden Gschriet und Ferndorf gegliedert. Das Gemeindegebiet besteht aus zwölf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Beinten (199)
  • Döbriach (13)
  • Ferndorf (860)
  • Glanz (112)
  • Gschriet (148)
  • Insberg (138)
  • Lang (55)
  • Politzen (152)
  • Rudersdorf (112)
  • Sankt Jakob (120)
  • Sankt Paul (106)
  • Sonnwiesen (475)

Nachbargemeinden

Millstatt Radenthein
Spittal an der Drau Nachbargemeinden Feld am See
Stockenboi Paternion Fresach

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung als Vedendorf stammt aus dem Jahr 1391.

Die Gemeinde Ferndorf konstituierte sich erstmals 1850, wurde aber schon 1865 an die Marktgemeinde Paternion angeschlossen und erst 1906 wieder neu gebildet. 1955, 1964 und 1973 wuchs das Gemeindegebiet durch Gebietsabtretungen und die Auflösung von Nachbargemeinden flächenmäßig an.

Wirtschaftlich an Bedeutung gewann die seit jeher von der Landwirtschaft geprägte Gemeinde durch das Heraklith-Werk, das von der Magnesit AG in Radenthein errichtet und 1923 in Betrieb genommen wurde; seither werden hier Leichtbauplatten aus magnesitgebundener Holzwolle hergestellt. Durch das Werk stieg die Bevölkerungszahl zwischen 1906 und 1961 von 407 auf 1862.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Ferndorf 2.492 Einwohner, davon sind 97,1 % österreichische und 1,4 % deutsche Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit geben 57,3 % römisch-katholisch, 36,4 % evangelisch, 0,2 % islamisch an. 5,2 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Paul, urkundlich 1438
  • Werkskapelle Ferndorf

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 61 Arbeitsstätten mit 590 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 668 Auspendler und 323 Einpendler. Es gibt 70 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 40 im Haupterwerb), die zusammen 2.400 ha bewirtschaften (1999). Der Leitbetrieb der Gemeinde ist das Werk der HeraklithAG.

Durch die Lage am Millstätter See spielt der Sommertourismus eine bedeutende Rolle.


Die Familie Olsacher-Mühlbach produziert österreichweit die einzigen Polster mit heimischer biologischer Zirbenholzfüllung. Die Polster sind Handarbeit und werden auch mit anderen Füllungen angeboten [1] [2].


Im Unteren Drautal nahe der Gemeindegrenze verlaufen die Tauern Autobahn (A 10) und die Drautal Straße (B 100). Das Gemeindegebiet wird von den Landesstraßen L 37, L 39, L4 0 erschlossen. Der Bahnhof Ferndorf liegt an der Drautalbahn. Dabei handelt es sich um die K&K-Südbahn von Maribor (Marburg) nach Franzensfeste (Fortezza).

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern. Seit den Gemeinderatswahlen 2009 verteilen sich die Mandate wie folgt:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Andreas Staber (SPÖ).

Wappen

Die Bedeutung des Heraklith-Werks für die Gemeinde spiegelt sich auch ihrem Wappen wider: Im vorderen Teil des gespaltenen Wappenschildes steht der grüne Grund für das Holz und das silberne Zahnrad für dessen industrielle Verwertung, und im hinteren Teil ist der goldene Grund eine Anspielung auf die bräunliche Farbe des Magnesitgesteins und der rote Drache symbolisiert die Macht des Feuers, wenn der Magnesit im Drehofen gebrannt wird. Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 30. November 1965 verliehen, die Fahne ist Grün-Gelb-Rot mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Wellness im Schlaf – mit Gesundheitspolster von Olsacher-Mühlbach auf Echt Kärnten
  2. Biozirbenholzpolster Beschreibung auf der Website

Weblinks

 Commons: Ferndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien