Drautal Straße

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Landesstraße B100 in Österreich
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Drautal Straße
Basisdaten
Gesamtlänge: 135,6 km

Bundesland:

B 100 zwischen Villach und Weißenbach; Darüber verläuft über die Gummerner Brücke die Tauern Autobahn

Die Drautal Straße (B 100) – in Tirol Drautalstraße [1] – ist eine Landesstraße in Österreich. Sie hat eine Länge von 135,6 km und führt von Villach entlang der Drau über Spittal an der Drau und Lienz zur Staatsgrenze bei Sillian nach Italien, wo sie in die Staatsstraße 49 übergeht. Im ersten Abschnitt verläuft die Straße im Unteren Drautal parallel zur Tauern Autobahn (A 10). Nach Spittal führt sie durch das Lurnfeld in das Obere Drautal. Der letzte Abschnitt von Lienz bis Sillian gehört zum Pustertal. Die Drautal Straße wird über die gesamte Strecke von der Drautalbahn begleitet.

In einer landschaftlich reizvollen Streckenführung führt die Drautal Straße stets entlang des Nordrandes der Gailtaler Alpen. Im Norden wechseln sich unter anderem (von Ost nach West) die Nockberge, die Reißeckgruppe und die Kreuzeckgruppe ab.

Geschichte

Die Drautalstraße verbindet Kärnten und Tirol. Deshalb wurde sie in Kärnten früher als Tiroler Straße bezeichnet, in Tirol wurde sie jedoch Pustertaler Straße genannt. In Kärnten bestanden fünf Mautstationen in Paternion, Spittal, Sachsenburg, Greifenburg und Oberdrauburg, die der Staatskasse 1847 rund 5.200 Gulden einbrachten.

Durch Unwetter wurde die Pustertaler Straße 1883 so stark zerstört, dass der Staat 278.000 Gulden für die Wiederherstellung dieser Straße ausgeben musste. [2]

Die Pustertaler Straße (in Tirol) und die Tiroler Straße (in Kärnten) gehören zu den ehemaligen Reichsstraßen, die 1921 als Bundesstraßen übernommen wurden. [3] Bis 1938 wurde dieser Straßenzug als B 63 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde dessen östlicher Streckenabschnitt zwischen Dölsach und Villach als Reichsstraße 336 bezeichnet, während sein westlicher Streckenabschnitt zwischen Dölsach und Sillian als Teil der Reichsstraße 21 geführt wurde.

Seit dem 1. April 1948 wird die Strecke zwischen Villach und der italienischen Staatsgrenze bei Sillian durchgehend als Drautal Straße bezeichnet. [4] Nach der Fertigstellung des Straßentunnels bei Sachsenburg wurde die ehemalige Drautal Straße durch Sachsenburg im Jahre 1993 zur Landesstraße 14 abgestuft und in Sachsenburger Straße umbenannt.

Am 24. Februar 2010 verlegte eine Mure die Drautal Straße bei Leisach in Osttirol mit annähernd einer Million Kubikmeter Geröll. Während die Drautalbahn nach drei Tagen wieder befahrbar war, dauerte die Sperre der Drautal Straße länger, da vorerst vom Bundesheer eine Behelfsbrücke über die Drau hergestellt werden musste.[5][6]

Quellen

  1. Beschluss des Tiroler Landtages vom 15. Mai 2002, veröffentlicht im Landesgesetzblatt 23/2002
  2. Gesetz vom 23. Mai 1883, betreffend die Eröffnung von Nachtragscrediten zum Voranschlage des k.k. Ministeriums des Innern für das Jahr 1883. RGBl. Nr. 77/1883.
  3. Bundesgesetz vom 8. Juli 1921, betreffend die Bundesstraßen. BGBl. Nr. 387/1921.
  4. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
  5. Drautal: Aufräumarbeiten auf Hochtouren auf ORF-Tirol vom 24. Februar 2010 abgerufen am 26. Februar 2010
  6. Notbrücke löst Verkehrsproblem nach Mure auf ORF-Tirol vom 25. Februar 2010 abgerufen am 26. Februar 2010
 B100 
Die Drautal Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.