Felbertauern Straße

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Felbertauern-Mautstraße in Österreich
Basisdaten
Betreiber: Felbertauernstraße AG
Straßenbeginn: Mittersill
(47° 17′ N, 12° 29′ O47.28533333333312.490222222222)
Straßenende: Matrei
(47° 0′ N, 12° 32′ O47.00586111111112.540666666667)
Gesamtlänge: 36,3 km

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: Maut[1]

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Landesstraße B108 in Österreich
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Basisdaten
Straßenbeginn: Matrei
(47° 0′ N, 12° 32′ O47.00586111111112.540666666667)
Straßenende: Lienz
(46° 50′ N, 12° 45′ O46.82816666666712.757222222222)
Gesamtlänge: 27,4 km

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: keine
Felbertauernstraße-Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1961
Sitz Lienz, Albin Eggerstr. 17
Mitarbeiter 56[2]
Umsatz € 8,07 Mio (Schätzung)[2]
Branche Erhaltung und Betrieb der Felbertauernmautstraße
Website www.felbertauernstrasse.at

Die Felbertauern Straße ist eine etwa 63,7 Kilometer lange, ganzjährig geöffnete Straßenverbindung in Österreich. Die Straße führt zwischen Mittersill im Land Salzburg und Matrei in Osttirol durch den Felbertauerntunnel und dann als B 108 weiter bis nach Lienz. Das B in der Nummerierung der Straße deutet darauf hin, dass es sich um eine ehemalige Bundesstraße handelt, die per Gesetz im Jahr 2002 zu einer Landesstraße B wurde.[3]

Die 36,3 km lange Strecke von Mittersill bis Matrei wird auch als Felbertauern-Mautstraße bezeichnet, da es sich hier um eine Privatstraße im Besitz der Felbertauernstrasse AG handelt.[4][3] Dieses Stück wurde 1967 erbaut.[5]

Inhaltsverzeichnis

Verkehrsbedeutung und Verlauf

Die Felbertauernstraße beginnt am Knoten Mittersill (797 m ü. A. mit der Mittersiller Straße (B 168) nach Zell am See, Pass Thurn Straße (B 161) nach Kitzbühel und Sankt Johann in Tirol und Gerlos Straße (B 165) in das Zillertal. Der Kilometrierung der Mautstraße beginnt/endet etwa 0,3 km südwärts auf der Salzachbrücke .

Nachdem die Straße in Mittersill über eine Brücke die Salzach quert, führt sie über etwa 16,5 Kilometer durch das weitgehend unbesiedelte Felbertal, und ein Seitental, das Amertal. Noch auf Salzburger Seite und auf einer Höhe von 1607 m erreicht man das Nordportal (47.16047222222212.5358333333331607).[4] Der Felbertauerntunnel ist 5,3 km lang.[4] Das Südportal des Tunnels auf 1632 m Höhe und die dortige Mautstation liegen bereits auf Osttiroler Seite (47.11761111111112.5046944444441632).

Die Südrampe führt dann in durch das Tauerntal bis nach Matrei, wo es in das Iseltal mündet. Hier endet auch der private Teil der Strecke und es beginnt die B 108, die bis nach Lienz weiterführt. Dort stößt die Straße auf 678 m ü. A. in einem Kreisverkehr auf die Drautalstraße (B 100).

Damit ist Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nordtirol und dem Landesteil Osttirol. Die Straße stellt auch eine alternative Nord-Süd-Verbindung zur Tauern Autobahn/Tauern-Straßentunnel, zur Autoverladung auf der Tauernbahn/Tauerntunnel Mallnitz–Böckstein oder zur Großglockner Hochalpenstraße dar. Für die Benutzung muss man eine Gebühr bezahlen, welche für Anrainerverkehr (Osttiroler, seit 2009 auch Mittersiller) allerdings nicht erforderlich ist.

Geschichte

Benannt ist sie nach dem Felber Tauern, einem Pass, der bereits zur Römerzeit das Tauerntal mit dem Felbertal verband.

Die Iselthaltraße zwischen Lienz, Huben und Matrei wurde ab 1901 als Konkurrenzstraße erbaut. In der österreichischen Rechtssprache bezeichnet Konkurrenz die gemeinsame Finanzierung eines Projektes durch verschiedene Institutionen, von denen jede einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz der Instandhaltungskosten übernimmt. In diesem Fall übernahm

der geplanten Baukosten in Höhe von 99.000 Gulden.[6]

In den Jahren 1910 bis 1912 ließ der Besitzer des Schlosses Weißenstein in Matrei einen befahrbaren Weg durch die Prosseggklamm bauen, der als Vorläufer der Felbertauernstraße gilt.

Die Iseltal Straße gehört seit dem 1. April 1948 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[7] Seit 1971 wird auch dieser Streckenabschnitt von Lienz bis zum Beginn der Mautstraße offiziell als Felbertauern Straße bezeichnet.

Noch vor der Gründung der Felbertauern-Aktiengesellschaft am 26. September 1961 wurde am 8. September 1961 der erste Abschnitt der neugebauten, 7,5 Meter breiten Felbertauernstraße zwischen St. Johann und Huben eröffnet. Am 23. Juni 1962 begannen die Bauarbeiten mit einem feierlichen Spatenstich. Anna Kranebitter, Ehefrau des Nationalrats Franz Kranebitter, zündete am 15. Dezember 1962 den ersten Sprengsatz am Südportal des Tunnels und am 14. Juni 1963 auch den ersten Sprengsatz am Nordportal. Am 11. April 1964 überquerte der damaligen Bundeskanzler Josef Klaus als erster den Tunneldurchstich. Am 25. Juni 1967 konnte die Felbertauernstraße feierlich eröffnet werden.[8]

Sie ist die einzige innerösterreichische Verbindung Nordtirols mit der landesgeographischen Exklave des Osttiroler Landesteils. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen mit dem Schengen-Abkommen (Wegfall der Kontrollen 1997) hat aber die Route über Südtirol und die Brenner-Autobahn wieder an Bedeutung gewonnen.

Literatur

  • Michael Uhlmann: Die Felbertauernstrasse. In: Osttiroler Heimatblätter. Nr. 7, 30. Juli 1964.

Einzelnachweise

  1. www.felbertauernstrasse.atTickets / Tarife.
  2. a b Firmenbuchdaten Creditreform www.firmenabc.atFelbertauernstraße- Aktiengesellschaft in Lienz. /
  3. a b 68.Gesetz vom 15. Mai 2002, mit dem das Tiroler Straßengesetz geändert wird – Beschluss des Tiroler Landtages, veröffentlicht im Landesgesetzblatt 23/2002
  4. a b c www.felbertauernstrasse.atKenndaten und Straßenprofil.
  5. www.felbertauernstrasse.atGeschichte.
  6. Gesetz vom 22. August 1897, betreffend die Herstellung von Concurrenzstraßen in Tirol. LGBl. Nr. 31/1897.
  7. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
  8. www.felbertauernstrasse.at 40 Jahre Felbertauernstraße (Version vom 22. Oktober 2007 im Internet Archive)

Weblinks

 B108 
Die Felbertauern Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.