Turracher Straße

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Landesstraße B95 in Österreich
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Basisdaten
Gesamtlänge: 99,4 km

Bundesland:

Bei der Ortseinfahrt Turrach, von der Turracher Höhe kommend
Bei der Ortseinfahrt Turrach, von der Turracher Höhe kommend

Die Turracher Straße (B 95) ist eine Landesstraße in Österreich. Sie verläuft durch drei Bundesländer und ist 99,4 km lang.

Diese Straße beginnt bei Klagenfurt, abzweigend von der Kärntner Straße (B 83), die von Klagenfurt zur Staatsgrenze bei Thörl-Maglern führt. Über Feldkirchen und Patergassen (Gemeinde Reichenau), wo die Kleinkirchheimer Straße (B 88) abzweigt, steigt sie auf zur Turracher Höhe. Die maximale Steigung beträgt dort 23 %, der Scheitelpunkt auf der Passhöhe liegt auf einer Höhe 1795 m ü. A. Auf der Turracher Höhe verlässt die Landesstraße das Land Kärnten und verläuft weiter in die Steiermark.

Über Predlitz und Tamsweg kommt sie in das Bundesland Salzburg. Bei Mauterndorf mündet die Turracher Straße in die Katschberg Straße (B 99).

Geschichte

Die Lungauer-Steiermärker Straße zwischen Mauterndorf und Predlitz gehört zu den 20 Straßen, die im Salzburger Straßengesetz vom 14. Jänner 1873 ausdrücklich als Landesstraßen bezeichnet werden. Sie wurde bereits im Mittelalter als Handelsweg genutzt und später zu einer befahrbaren Straße ausgebaut. Fürst Johann Nepomuk Anton von Schwarzenberg, Besitzer der Herrschaft Murau, ließ 1783 die 15 Kilometer lange Strecke von Predlitz an der Mur bis zu seinem Hüttenwerk in Turrach ausbauen, um den Abtransport des dort produzierten Eisens zu erleichtern. Die 1893 errichtete Teufelsbrücke über die Schlucht des Stangenbachs befindet sich auf Kärntner Seite in der Gemene Ebene Reichenau und wurde erstmals als steinerne Brücke neu errichtet.

Die Feldkirchner Straße auf der Kärntner Seite, die von Klagenfurt über Feldkirchen bis zur Turracher Höhe führte, wurde 1866 als eine von 58 Kärntner Bezirkssstraßen aufgezählt.[1] Die Feldkirchner Straße zwischen Klagenfurt und Feldkirchen und die Reichenauerstraße zwischen Feldkirchen und der Turracher Höhe gehören seit dem 1. Jänner 1872 zum Netz der Kärntner Landesstraßen.[2] Auf der Südseite wurde 1928 ein Omnibusverkehr aufgenommen, 1929 folgte im Norden die Buslinie Predlitz–Passhöhe. Nach dem Anschluss Österreichs wurden diesen Straßen im Zuge der Vereinheitlichung des Straßensystems am 1. April 1940 in eine Landstraße I. Ordnung umgewandelt und als L.I.O. 11 bezeichnet.

Die Turracher Straße gehört seit dem 1. Jänner 1949 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[3]

Einzelnachweise

  1. Gesetz vom 11. April 1866, wirksam für das Herzogthum Kärnten, womit die Landes- und Bezirks-Straßen bestimmt werden.
  2. Straßen-Gesetz vom 20. November 1871, wirksam für das Herzogthum Kärnten.
  3. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis B.
 B95 
Die Turracher Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.