Gerichtsbezirk Grieskirchen

Gerichtsbezirk Grieskirchen
Karte des Gerichtsbezirks Grieskirchen
 Gerichtsbezirk Grieskirchen
 Landesgericht Wels
Basisdaten
Bundesland Oberösterreich
Bezirk Grieskirchen
Sitz des Gerichts Grieskirchen
Kennziffer 4081
zuständiges Landesgericht  Wels
Fläche 356.38 km2
Einwohner 43.139 (1. Jänner 2012)
Gerichtsbezirk Grieskirchen Ende 1922
Gerichtsbezirk Grieskirchen Ende 1922

Der Gerichtsbezirk Grieskirchen ist ein dem Bezirksgericht Grieskirchen unterstehender Gerichtsbezirk im politischen Bezirk Grieskirchen (Bundesland Oberösterreich).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Vöcklabruck wurde durch einen Erlass des k.k. Oberlandesgerichtes Linz am 4. Juli 1850 geschaffen und umfasste ursprünglich die 32 Steuergemeinden Atschenbach, Damberg, Enzendorf, Forsthof, Gallspach, Gassen, Grieskirchen, Hofkirchen, Keneding, Korntnerberg, Mangelburg, Mauer, Mödlbach, Neumarkt, Parz, Pfleg, Pötting, Pollham, Roith, Sankt Georgen, Schalbach, Schlüsselberg, Schönau, Spielmansberg, Still, Tollet, Tolleterau, Tratteneck, Uttenthal, Wallern, Weinberg und Wiedeldorf (bzw. die heutigen Gemeinden Bad Schallerbach, Gallspach, Grieskirchen, Hofkirchen an der Trattnach, Neumarkt im Hausruckkreis, Pollham, Pötting, Sankt Georgen bei Grieskirchen, Schlüßlberg, Traufkirchen an der Trattnach, Tollet und Wallern an der Trattnach).[1] Der Gerichtsbezirk bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[2] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Eferding, Lambach, Waizenkirchen und Wels den Bezirk Grieskirchen.[3] Per 1. Juni 1870 wurde dem Gerichtsbezirk Grieskirchen die Gemeinde Meggenhofen zugewiesen, die aus dem Gerichtsbezirk Lambach ausgeschieden worden war.[4]1907 wurde zudem die Gemeinde Steinerkirchen am Innbach (heute Gemeinde Kematen am Innbach) aus dem Gerichtsbezirk Lembach ausgeschieden und Grieskirchen zugewiesen.[5] 1911 wurde aus dem Gerichtsbezirk Grieskirchen gemeinsam mit dem Gerichtsbezirk Peuerbach und dem Gerichtsbezirk Haag am Hausruck der Bezirk Grieskirchen gebildet, wobei die Bezirkshauptmannschaft per 1. Juli 1911 seine Tätigkeit aufnahm.[6] Durch die Auflösung des Gerichtsbezirks Waizenkirchen im Bezirk Eferding wurden die Gemeinden des Gerichtsbezirks Waizenkirchen auf die Gerichtsbezirke Eferding, Grieskirchen und Peuerbach aufgeteilt, wobei dem Gerichtsbezirk Grieskirchen die Gemeinden Michaelnbach und St. Thomas zufielen.[7] Mit der Bezirksgerichts-Verordnung der Österreichischen Bundesregierung am 12. November 2002 wurde zudem die Auflösung des Gerichtsbezirks Haag am Hausruck und die Zuweisung des Gebietes zum Gerichtsbezirk Grieskirchen beschlossen. Mit dem 1. Jänner 2003 trat die Verordnung in Kraft.[8] Dadurch wurde der Gerichtsbezirk Grieskirchen um die Gemeinden Aistersheim, Gaspoltshofen, Geboltskirchen, Haag am Hausruck, Pram, Rottenbach, Weibern und Wendling erweitert.[9]

Gerichtssprengel

Der Gerichtssprengel umfasst mit den 24 Gemeinden Aistersheim, Bad Schallerbach, Gallspach, Gaspoltshofen, Geboltskirchen, Grieskirchen, Haag am Hausruck, Hofkirchen an der Trattnach, Kematen am Innbach, Meggenhofen, Michaelnbach, Neumarkt im Hausruckkreis, Pollham, Pötting, Pram, Rottenbach, Sankt Georgen bei Grieskirchen, Sankt Thomas, Schlüßlberg, Taufkirchen an der Trattnach, Tollet, Wallern an der Trattnach, Weibern und Wendling den südlichen Teil des Bezirkes Grieskirchen.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Österreich ob der Enns 1850, XXV. Stück, Nr. 288: Erlaß des k. k. Oberlandesgerichtes für die Kronländer Oesterreich ob der Enns und Salzburg vom 4. Juli 1850 auf ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  4. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Erzherzogthum Oesterreich ob der Enns Jahrgang 1870, XIII Stück, Nr. 16: Verordnung des Justiz-Ministeriums vom 19. März 1870 Nr. 3095 betreffend die Zuweisung der Ortsgemeinde Meggenhoffen zu dem Sprengel des Bezirksgerichtes Grieskirchen in Oberösterreich.
  5. Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Erzherzogtum Österreich ob der Enns Jahrgang 1907, XXVIII. Stück, Nr. 37:Kundmachung des k.k Statthalters im Erzherzogtume Österreich ob der Enns vom 12. Dezember 1907 betreffend die Zuweisung der Gemeinde Steinerkirchen am Innbach zu dem Sprengel des Bezirksgerichtes Grieskirchen
  6. Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Erzherzogtum Österreich ob der Enns vom Jahre 1911, Stück XVI., Nr. 21: Kundmachung der k. k. Statthalterei im Erzherzogtume Österreich ob der Enns vom 25. April 1911, betreffend die Errichtung einer Bezirkshauptmannschaft in Grieskirchen.
  7. Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich. Jahrgang 1923. 79. Stück, Nr. 391: „Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 20. Juli 1923 über die Zuweisung der Ortsgemeinden...“
  8. Rechtsinformation des Bundeskanzleramtes Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Jahrgang 2002, Verordnung Nr. 422, 12. November 2002: Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in Oberösterreich (Bezirksgerichte-Verordnung Oberösterreich)
  9. Rechtsinformation des Bundeskanzleramtes Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Jahrgang 2002, Verordnung Nr. 422, 12. November 2002: Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in Oberösterreich (Bezirksgerichte-Verordnung Oberösterreich)

Literatur