Gerichtsbezirk Rohrbach

Vorlage:Infobox Gerichtsbezirk/Wartung/Keine Kennziffer

Gerichtsbezirk Rohrbach
Karte des Gerichtsbezirks Rohrbach
 Gerichtsbezirk Rohrbach
 Landesgericht Linz
Basisdaten
Bundesland Oberösterreich
Bezirk Rohrbach
Sitz des Gerichts Rohrbach in Oberösterreich
zuständiges Landesgericht  Linz
Fläche 827,95 km² km2
Einwohner 56.749 (1. Jänner 2012)
Veränderung des Gerichtsbezirks Rohrbach bis 2003
Veränderung des Gerichtsbezirks Rohrbach bis 2003

Der Gerichtsbezirk Rohrbach ist ein dem Bezirksgericht Rohrbach unterstehender Gerichtsbezirk im politischen Bezirk Rohrbach (Bundesland Oberösterreich). Der Gerichtsbezirk umfasst seit 2003 den gesamten politischen Bezirk Rohrbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Rohrbach wurde gemeinsam mit 46 anderen Gerichtsbezirke in Oberösterreich durch einen Erlass des k.k. Oberlandesgerichtes Linz am 4. Juli 1850 geschaffen und umfasste ursprünglich die 22 Steuergemeinden Atzesberg, Berg, Frindorf, Götzendorf, Hörbich, Hundbrenning, Kicking, Kirchbach, Kollerschlag, Nebelberg, Ober-Galleuten, Ober-Kappel, Oepping, Peilstein, Pogendorf, Rohrbach, Sankt Leonhard, Sarleinsbach, Schölling, Sprinzenstein und Steineck und Unter-Galleuten.[1] Der Gerichtsbezirk bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[2] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Aigen, Haslach, Lembach und Neufelden den Bezirk Rohrbach.[3]

Durch Gemeindezusammenlegungen reduzierte sich die Anzahl der Gemeinden nach und nach auf die zehn Gemeinden Atzesberg, Berg bei Rohrbach, Hörbich, Kollerschlag, Nebelberg, Oberkappel, Oepping, Peilstein im Mühlviertel, Rohrbach in Oberösterreich und Sarleinsbach. Im Zuge der Auflösung des Gerichtsbezirks Haslach gelangten 1923 zudem die sieben Gemeinden Afiesl, Ahorn, Haslach an der Mühl, Helfenberg, Lichtenau im Mühlkreis, Schönegg und Sankt Stefan am Walde zum Gerichtsbezirk Rohrbach.[4] Per 1. Jänner 2003 wurden in der Folge auch die Gerichtsbezirke Aigen, Lembach und Neufelden aufgelöst und deren Gebiete dem Gerichtsbezirk Rohrbach zugeschlagen.[5]

Gerichtssprengel

Der Gerichtssprengel umfasst seit dem 1. Jänner 2003 den gesamten Bezirk Rohrbach. Dies sind die 42 Gemeinden Afiesl, Ahorn, Aigen im Mühlkreis, Altenfelden, Arnreit, Atzesberg, Auberg, Berg bei Rohrbach, Haslach an der Mühl, Helfenberg, Hofkirchen im Mühlkreis, Hörbich, Julbach, Kirchberg ob der Donau, Klaffer am Hochficht, Kleinzell im Mühlkreis, Kollerschlag, Lembach im Mühlkreis, Lichtenau im Mühlkreis, Nebelberg, Neufelden, Neustift im Mühlkreis, Niederkappel, Niederwaldkirchen, Oberkappel, Oepping, Peilstein im Mühlviertel, Pfarrkirchen im Mühlkreis, Putzleinsdorf, Rohrbach in Oberösterreich, Sankt Johann am Wimberg, Sankt Martin im Mühlkreis, Sankt Oswald bei Haslach, Sankt Peter am Wimberg, Sankt Stefan am Walde, Sankt Ulrich im Mühlkreis, Sankt Veit im Mühlkreis, Sarleinsbach, Schlägl, Schönegg, Schwarzenberg am Böhmerwald und Ulrichsberg.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Österreich ob der Enns 1850, XXV. Stück, Nr. 288: Erlaß des k. k. Oberlandesgerichtes für die Kronländer Oesterreich ob der Enns und Salzburg vom 4. Juli 1850 auf ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1886 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  4. Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich. Jahrgang 1923. 42. Stück, Nr. 187: Verordnung der Bundesregierung vom 29. März 1923, betreffend die Auflassung von Bezirksgerichten
  5. Rechtsinformation des Bundeskanzleramtes Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Jahrgang 2002, Verordnung Nr. 422, 12. November 2002: Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in Oberösterreich (Bezirksgerichte-Verordnung Oberösterreich)

Literatur