Kollerschlag

Kollerschlag
Wappen von Kollerschlag
Kollerschlag (Österreich)
Kollerschlag
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 17,47 km²
Koordinaten: 48° 36′ N, 13° 51′ O48.60583333333313.842777777778726Koordinaten: 48° 36′ 21″ N, 13° 50′ 34″ O
Höhe: 726 m ü. A.
Einwohner: 1.502 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 85,98 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4154
Vorwahl: 07287
Gemeindekennziffer: 4 13 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 14
4154 Kollerschlag
Website: www.kollerschlag.at
Politik
Bürgermeister: Konsulent Franz Saxinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
13 ÖVP, 4 SPÖ, 2 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Kollerschlag im Bezirk Rohrbach
Afiesl Ahorn Aigen im Mühlkreis Altenfelden Arnreit Atzesberg Auberg Berg bei Rohrbach Haslach an der Mühl Helfenberg Hofkirchen im Mühlkreis Hörbich Julbach Kirchberg ob der Donau Klaffer am Hochficht Kleinzell im Mühlkreis Kollerschlag Lembach im Mühlkreis Lichtenau im Mühlkreis Nebelberg Neufelden Neustift im Mühlkreis Niederkappel Niederwaldkirchen Oberkappel Oepping Peilstein im Mühlviertel Pfarrkirchen im Mühlkreis Putzleinsdorf Rohrbach in Oberösterreich St. Johann am Wimberg St. Martin im Mühlkreis St. Peter am Wimberg St. Stefan am Walde St. Ulrich im Mühlkreis St. Veit im Mühlkreis Sarleinsbach Schlägl Schönegg Schwarzenberg am Böhmerwald Ulrichsberg OberösterreichLage der Gemeinde Kollerschlag im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kollerschlag ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel mit 1502 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Rohrbach in Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kollerschlag liegt auf 726 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,2 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,3 km². 31,8 % der Fläche sind bewaldet, 64,7% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind: Albenödt, Fuchsödt, Hanging, Haselbach, Innerödt, Kollerschlag, Lengau, Mistlberg, Raidern, Raschau, Sauedt, Schröck, Stratberg.

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Gold und Blau mit einer heraldischen Lilie in verwechselten Farben. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau

Geschichte

Mittelalter

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, kam das Gebiet zwischen Ilz und Großer Mühl (Land der Abtei) im Jahr 1217 mittels Belehnung durch Kaiser Friedrich II. an das Hochstift Passau. Drei Jahre wurde das Gebiet weiterhin vom bayrischen Herzog als Kirchenlehen verwaltet, bis es 1220 in die unmittelbare Verwaltung des passauischen Bischofs überging. Das Gebiet um Kollerschlag gehörte zur Herrschaft Falkenstein, dessen Exponent Kalhoch II. im Jahr 1218 als Gründer von Schlägl auftritt und von dem sich wahrscheinlich auch der Name Kollerschlag, der im 13. Jahrhundert erstmals als "Chalhochslage" in die Geschichte eintritt, ableitet. Im 13. Jahrhundert kam die Herrschaft Falkenstein in den Besitz der Witigonen. Im Zusammenhang mit der Absetzung Zawischs von Falkenstein durch seinen Stiefsohn König Wenzel II. von Böhmen belagerte König Albrecht I. 1289 die Burg Falkenstein und brachte sie durch Aushungern in österreichischen Besitz. Die Habsburger ließen die Herrschaft durch Pfleger verwalten oder verpfändeten sie, so zwischen 1331 und 1435 an die Wallseer. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts setzte sich im oberen Mühlviertel ohne besonderen Widerstand des passauischen Bischofs die österreichische Landeshoheit durch, 1506 kaufte Maximilian I. die Herrschaft Rannariedl, die seit dem 13. Jahrhundert ebenfalls Untertanen in Kollerschlag hatte.

Neuzeit

Herrschaftsverhältnisse

1540 wurde Falkenstein an Bartholomäus von Salburg verpfändet, Heinrich von Salburg kaufte die Herrschaft 1605. In den Händen der Salburger, von deren Wappen sich auch das Gemeindewappen von Kollerschlag ableitet, blieb die Herrschaft bis zur Aufhebung der Grundherrschaft 1848. 1620 kam auch Rannariedel durch Kauf in den Besitz der Salburger. Um 1570 gab es in Kollerschlag 24 Untertanen (Häuser), in Mistlberg 14, in beiden Orten gehörten je die Hälfte zur Herrschaft Falkenstein bzw. zur Herrschaft Rannariedl. Die Untertanen in den heute zu Kollerschlag gehörenden Dörfern gehörten größtenteils ebenfalls zu diesen beiden Herrschaften, einzelne Grundholden waren der Herrschaft Götzendorf (Lengau), der Herrschaft Marsbach (Albenödt) untertan, das Dorf Stratberg gehörte zur Gänze zur Herrschaft Pürnstein.

Bauernunruhen und Gegenreformation

Sowohl die Erhöhung der Abgaben durch die Grundherrschaften, als auch die Empörung, der inzwischen zur lutherischen Religion übergegangenen Bauern über die Einsetzung katholischer Priester, führte zu ständigen Aufruhrbewegungen unter den Untertanen, die 1595 bis 1597 im so genannten Zweiten oberösterreichischen Bauernkrieg gipfelten. Heinrich Salburger trat mit einer überaus harten Gangart gegenüber seinen Untertanen in Erscheinung, was eine Reihe von Beschwerden sowohl der Untertanen der Herrschaft Falkenstein, als auch jener von Rannariedl belegen.

Im Jahr 1610 tauchte Kollerschlag in einem größeren Zusammenhang in der Geschichte auf: Im Zuge des "habsburgischen Bruderzwistes" zwischen Erzherzog Mathias I. als oberösterreichischem Landesherren und Kaiser Rudolf II., warb Zweiterer im Fürstbistum Passau, dem sein Cousin Erzherzog Leopold als Bischof vorstand, ein größeres Söldnerheer an. An der Grenze bei Hanging wurden Schanzen aufgeworfen, die mit Bauern und einigen wenigen regulären Söldnern der Landstände besetzt wurden. Diese konnten jedoch den häufigen Übergriffen des "passauischen Kriegsvolkes" auf österreichisches Gebiet, unter denen die Bevölkerung besonders litt und die auch zu mehreren Todesfällen führten, nichts entgegensetzen. Da das hochstiftische Gebiet nicht mehr in der Lage war, das etwa 12.600 Mann starke Söldnerheer zu ernähren, der Kaiser die Truppen aus Geldmangel weder entlohnen noch entlassen konnte, fielen sie unter Führung des Obristen Lorenz von Ramée im Land ob der Enns ein (nicht über Kollerschlag) und verwüsteten weite Landstriche.

Die blutigste Auseinandersetzung dieser Zeit war der oberösterreichische Bauernkrieg von 1626, der in Lembach, das zur gleichen Herrschaft wie Kollerschlag gehörte, seinen Ausgang nahm und dessen Ursachen wiederum in der wirtschaftlichen Belastung und in den gegenreformatorischen Bestrebungen der bayrischen Besatzungsmacht zu suchen sind. Ähnlich wie nach dem Aufstand von 1595 bis 1597 kam es nach der Niederlage der Aufständischen zu harten Strafmaßnahmen.

Bestärkt durch die militärischen Erfolge des Schwedenkönigs Gustav Adolf in Bayern, kam es 1632, unter den im Geheimen nach wie vor protestantischen Bauern, zu Aufstandsbewegungen, die unter der Führung von Jakob Greimbl im Hausruckviertel ihren Ausgang nahmen. Im Herbst 1632 griff der Aufstand auch auf das Mühlviertel über, rund 700 Bauern besetzten den Pfarrhof von Niederwaldkirchen. Der obderennsische Landeshauptmann Ludwig Freiherr von Kuefstein wandte sich an Wallenstein, der daraufhin zwei Regimenter ins Mühlviertel beorderte. Unter der Führung des Ernst Graf von Montecuccoli und des Obrist Hanns Zyriak von Traun, der den Oberbefehl innehatte, marschierte das Söldnerheer von Passau nach Haslach an der Mühl. Innerhalb weniger Tage passierten tausende von Soldaten Kollerschlag. Die Bevölkerung wurde von den durchziehenden undisziplinierten Heerhaufen ausgeraubt und misshandelt.

Im Zuge der Gegenreformation im 17. Jahrhundert musste die bäuerliche Bevölkerung wieder zur katholischen Religion zurückkehren oder ihr Glück im Exil suchen, wovon besonders viele aus dem Mühlviertel Gebrauch machten.

Erbfolgekriege

Auch im 18. Jahrhundert wurde Kollerschlag von Kriegsbedrohungen, die zumeist in einem kontinentalen Kontext standen (Kabinettskriege) nicht verschont: Im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges 1701-1714 war 1704 die Grenze von einem Einmarsch der mit den Franzosen verbündeten Bayern bedroht. Abt Siard Worath von Schlägl und Anton Erasmus von Ödt zu Götzendorf organisierten die Aufstellung eines Landregiments zur Verteidigung der Grenze, wobei wiederum in der Nähe von Hanging Schanzanlagen aufgeworfen wurden. Erst der Sieg Prinz Eugens in der Schlacht von Höchstädt konnte die Gefahr bannen. Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740-48) zogen im Herbst 1741 Bayern und Franzosen kampflos in Österreich, unter anderem über Kollerschlag, ein, wurden aber Anfang 1742 wieder zurückgeschlagen.

Im Jahr 1765 wurde durch einen Vertrag zwischen Österreich und dem Hochstift Passau die heutige Grenzziehung fixiert: Das zu Rannariedl gehörige Amt Jandelsbrunn und das zu Falkenstein gehörige Amt Wildenranna gingen an Passau, Österreich erhielt verstreute Untertanen.

Die Pfarrkirche St. Joseph

Pfarrgründung

Mit der Kirchenreform Kaiser Josephs II., mit der eine Reihe von Pfarrgründungen einher gingen, kam es 1784 auch in Kollerschlag zur Pfarrgründung. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte der Ort Kollerschlag zur Pfarre Wegscheid, das Gebiet des heutigen Oberösterreich zur Diözese Passau. Mit den neuen Pfarrgründungen und der Gründung der Diözese Linz 1785 wurden die kirchlichen Grenzen jenen der Landesgrenzen angepasst. Zur neuen Pfarre kamen noch Ortschaften der Pfarre Sarleinsbach (Raschau, Albenödt, Schröck und Stratberg) und Peilstein (Hinternebelberg, Stift, Sauödt und Lengau), womit im Jahr 1788 die Pfarre bereits die heutige Gestalt annahm. Zwischen 1787 und 1800 wurde die Pfarrkirche erbaut.

19. Jahrhundert

Die exponierte geografische Lage an der bayrischen Grenze führte, wie schon in den Jahrhunderten zuvor, auch im 19. Jahrhundert zu einer Reihe von Truppendurchzügen. In den Koalitionskriegen (1800, 1805, 1809) gegen das revolutionäre Frankreich, war Oberösterreich wiederholt Kriegsschauplatz und das Land wurde mehrmals besetzt. Besonders durch die Besatzung nach dem Dritten Koalitionskrieg 1805, die bis März 1806 andauerte, war die Bevölkerung im Mühlviertel härtesten Belastungen ausgeliefert, da es ab Jänner 1806 durch den Abzug der Franzosen aus Niederösterreich nach Bayern durch das Mühlviertel, so auch durch Kollerschlag, zu ständigen Einquartierungen und Truppendurchzügen kam. Neben den mit Truppendurchzügen immer einhergehenden Ausschreitungen, waren es besonders die Ablieferungen in Form von Nahrungsmittel, Futter und Pferden die der Bevölkerung besonders zu schaffen machten. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803, mit dem die geistlichen Fürstentümer abgeschafft wurden, änderten sich die Verhältnisse auf der anderen Seite der Grenze. Zunächst kam das Gebiet zwischen Ilz und Ranna kurzzeitig an das säkularisierte Kurfürstentum Salzburg, bis es 1805 im Frieden von Pressburg an Bayern abgetreten werden musste. Auch die rechtliche Qualität der Grenze änderte sich in diesen Jahren. Mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 durch Kaiser Franz II., der seit 1804 auch als Kaiser Franz I. von Österreich regierte, wurde die Grenze bei Kollerschlag Außengrenze, bis dahin war sie über Jahrhunderte eine „Binnengrenze“ im Staatsverband des Heiligen Römischen Reiches. Mit der Aufhebung der Grundherrschaften im Revolutionsjahr 1848 endete auch in Kollerschlag das oft nicht reibungslose Untertanenverhältnis zwischen den hier ansässigen Bauern und ihrer jeweiligen Obrigkeit.

Zeitgeschichte

Weltkriege, Zwischenkriegszeit und Naziputsch

Wie auch in anderen Orten, war die Stimmung beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs euphorisch. Der erwartete kurze Kriegsverlauf war ein Trugschluss, 93 Soldaten aus der Pfarre Kollerschlag bezahlten den Krieg mit ihrem Leben. Die Notlage nach dem Ersten Weltkrieg und die mangelnde Perspektive ermutigte nach dem Ersten Weltkrieg viele Personen auszuwandern, so versuchten auch 22 Kollerschläger ihr Glück auf der anderen Seite des Atlantiks.

Im Juli 1934 war Kollerschlag ein Nebenschauplatz des gescheiterten Putsches der Nationalsozialisten (Juliputsch), bei dem der österreichische Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß ermordet wurde. Dabei kam es zwischen dem 25. und 27. Juli zu bewaffneten Überfällen der Nationalsozialisten auf die Grenzübergänge Haselbach, Hanging, Kriegwald und auf den Gendarmerieposten Kollerschlag, bei denen der Gendarmerieinspektor Richard Hölzel und drei Mitglieder der Österreichischen Legion den Tod fanden.

Zudem wurde in den frühen Morgenstunden des 26. Juli am Grenzübergang Hanging ein deutscher Kurier mit gefälschtem Pass beim illegalen Grenzübertritt aufgegriffen, der den verschlüsselten Aufstandsplan für die österreichischen Bundesländer (Kollerschlager Dokument) – in der Krawatte eingenäht – bei sich hatte. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Ende April 1945 wurde Kollerschlag von den anrückenden Verbänden der US-Armee beschossen, wobei drei Häuser den Flammen zum Opfer fielen. Am Abend des 30. April 1945 betraten am Grenzübergang Hanging erstmals US-amerikanische Soldaten oberösterreichischen Boden, vier Personen verloren beim Einmarsch ihr Leben.

Nachkriegszeit

Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Kollerschlag lag bis 1955 in der sowjetischen Besatzungszone, direkt angrenzend an die amerikanische Zone in Bayern. Durch den EU-Beitritt am 1. Januar 1995 und dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens 1997 öffnete sich die Westgrenze Kollerschlags, die die Geschichte des Ortes über Jahrhunderte geprägt hat.

Politik

Bürgermeister ist Franz Saxinger von der ÖVP, Vizebürgermeister ist der Abgeordnete zum Oberösterreichischen Landtag Georg Ecker (ÖVP). Die Gemeinderatswahl 2009 brachte bei einer Wahlbeteiligung von 85,08 % folgendes Ergebnis: ÖVP 66,83 %, SPÖ 19,64 % FPÖ 13,52 %. Dies ergibt im Gemeinderat 13 Mandate für die ÖVP, 4 für die SPÖ und 2 für die FPÖ. In der vorangegangen Periode 2003-2009 hatte die ÖVP 13 Sitze und die SPÖ 6.

Wahlergebnisse

Landtagswahl 2009 2003 1997 1991 1985 1979
Partei Stimmen % Diff. Stimmen % Diff. % Diff. % Diff. % Diff. %
ÖVP 637 63,26 % + 1,78 % 541 61,48 % - 6,32 % 67,8 % - 8,9 % 76,7 % - 6,8 % 83,5 % - 7,9 % 91,4 %
SPÖ 159 15,79 % - 15,57 % 276 31,36 % + 17,36 % 14,0 % - 1,8 % 15,8 % + 0,8 % 15,0 % + 6,9 % 8,1 %
Grüne 34 3,38 % + 0,65 % 24 2,73 % + 2,43 % 1,3 % + 1,3 %          
FPÖ 142 14,10 % + 10,24 % 34 3,86 % - 11,14 % 15,0 % + 8,8 % 6,2 % + 5,7 % 0,5 % + 0,0 % 0,5 %
BZÖ 18 1,79 % + 1,79 %                    
Sonstige 17 1,69 % + 1,12 % 5 0,57 % - 1,43 % 2,0 % + 0,8 % 1,2 % + 0,2 % 1,0 % + 1,0 % 0,0 %
Wahlberechtigte 1.194   + 10,25 % 1.083                  
Wahlbeteiligung 1.027 86,01 % + 1,43 % 916 84,58 %                
Gültig 1.007 98,05% + 1,98 % 880 96,07%                
Ungültig 20 1,95 % - 1,98 % 36 3,93 %                
Gemeinderatswahl 2009 2003 1997 1991 1985
Partei Stimmen % Diff. Mand. Stimmen % Diff. Mand. % Diff. % Diff. %
ÖVP 677 66,83 % - 1,48 % 13 610 68,31 % - 0,39 % 13 68,7 % - 0,9  % 69,6 % - 10,0 % 79,6 %
SPÖ 199 19,64 % - 12,05 % 4 283 31,69 % + 13,19 % 6 18,5 % - 2,5 % 21,0 % + 0,6 % 20,4 %
FPÖ 137 13,52 % + 13,52 % 2         12,8 % + 3,4 % 9,4 % + 9,4 %  
Wahlberechtigte 1.233   + 11,38 %   1.107                
Wahlbeteiligung 1.049 85,08 % + 0,71 %   84,37 %              
Gültig 1.013 96,57 % + 0,96 %   95,61 %              
Ungültig 36 3,43 % - 0,96 %   4,39 %              
Bürgermeisterwahl 2009 2003 1997
Partei Kandidat/in Stimmen % Diff. Kandidat/in Stimmen % Diff. Kandidat/in %
ÖVP Franz Saxinger 771 78,04 % + 3,41 % Franz Saxinger 659 74,63 % - 7,17 % Franz Saxinger 81,8 %
SPÖ Heinrich Krenn 217 21,96 % - 3,41 % Heinrich Krenn 224 25,37 % + 39,16 % 18,2 %
Wahlberechtigte   1.233   + 11,38 %   1.107        
Wahlbeteiligung   1.049 85,08 % + 0,71 %   934 84,37 %      
Gültig   988 94,18 % - 0,36 %   883 94,54 %      
Ungültig   61 5,82 % + 0,36 %   51 5,46 %      

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Gemeinde Anzahl der Häuser
1869 1340*
1880 1301*
1890 1274*
1900 1230*
1910 1222*
1923 1162*
1934 1165*
1939 839*
1951 1188
1961 1250 254
1971 1343 280
1981 1434 340
1991 1415
2001 1533
2008 1531

* ohne die Ortschaften Lengau, Sauedt (früher Gemeinde Peilstein), Albenödt, Raschau, Schröck und Stratberg (früher Gemeinde Sarleinsbach), die mit 1. Jänner 1950 eingemeindet wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche: Die Pfarrkirche Kollerschlag (Patrozinium zum Hl. Josef) wurde von 1787 bis 1790 im Josephinischen Stil erbaut. 1875 wurde der 42 Meter hohe Hauptturm mit Zwiebelhelm in der heutigen Gestalt errichtet. Besonders wertvoll ist der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert mit einem Gemälde ("Tod des Hl. Josef") von Bartholomeo Altomonte. Der Altar war ursprünglich ein Seitenaltar im Stift Schlägl.

Naturdenkmäler:

  • Drucker Franzl Stein: im Ort Stratberg. Gerüchten zufolge lebte hier der vor vielen Jahren gefürchtete Räuber
  • Hochstein: in der Ortsgemeinde Stratberg. Der hohe Aussichtspunkt ist ein beliebter Treffpunkt der Jugend und Naturfreunde
  • Olymp: Erhebung im Süden von Kollerschlag mit schönem Ausblick nach Westen (Bayern) und Norden (Böhmerwald). Im Sommer ein beliebter Treffpunkt für die kulturellen Aktivitäten der Jugend

Kunst und Kultur

Die Werkstatt Kollerschlag versteht sich als Schnittstelle zwischen Künstlern, Handwerkern und Architekten. Ziel ist die Etablierung von Kunst im öffentlichen Raum. In der 1985 von den Brüdern Heinz, Werner und Wolfgang Baumüller gegründeten Werkstatt Kollerschlag Skulpturen international bedeutender Künstler mit Hilfe von Handwerkern der Region realisiert.

Es entstanden u.a. Werke in Zusammenarbeit mit Joseph Beuys, Tony Cragg, Jonathan Borofsky, Herbert Brandl, Jeff Koons, Walter Pichler, Anselm Glück sowie Klaus Rinke[1] verweisen.[2][3]

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Kollerschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde Kollerschlag auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich

Einzelnachweise

  1. Werkstatt Kollerschlag präsentiert abgerufen am 22. Juni 2009
  2. Basis Wien abgerufen am 22. Juni 2009
  3. Website der Werkstatt Kollerschlag abgerufen am 22. Juni 2009