Lengau

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lengau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lengau
Wappen von Lengau
Lengau (Österreich)
Lengau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 58,18 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 13° 13′ O4813.216666666667532Koordinaten: 48° 0′ 0″ N, 13° 13′ 0″ O
Höhe: 532 m ü. A.
Einwohner: 4.390 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 75,46 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5211
Vorwahl: 07746
Gemeindekennziffer: 4 04 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Salzburger Straße 9
5211 Lengau
Website: www.gemeindelengau.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rippl (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 SPÖ, 7 ÖVP, 3 Bündnis Weiß-Grün, 2 FPÖ
Lage der Gemeinde Lengau im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Lengau im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Lengau ist eine Gemeinde im Innviertel in Oberösterreich mit 4390 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Sie umfasst eine Fläche von 58,1 km².

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Katastralgemeinden der Gemeinde sind: Friedburg, Heiligenstatt, Krenwald, Lengau, Oberehreneck und Utzweih. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Grün ein silberner Hirschrumpf mit zehnendigem Geweih. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.

Geschichte

Der älteste Ort der Gemeinde ist Teichstätt (Tichsteti, 776 erstmals erwähnt). Der Gemeindename Lengau wird erst im 19. Jahrhundert erstmals erwähnt, ist aber aufgrund vorhandener Familiennamen wohl alt, und könnte zu ahd. *bi zuo demo langin/lengin gouue „im langgestreckten Gau(ort)“ oder aber ahd. *bi zuo dero langin/lengin ouwa „in der langgestreckten Au“ stehen[1]

Lengau

Seit Gründung des Herzogtums Baiern (etwa 7. Jhdt.) war das Gebiet bis 1779 bayrisch. Mit dem Frieden von Teschen kam das Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört das Innviertel und damit Lengau seit 1814 zu Oberösterreich.

Die Brüder Konrad und Hartneid Kuchler erwarben 1377 vom Hochstift Bamberg die Herrschaft Friedburg. Die Burg wurde im Spanischen Erbfolgekrieg (18. Jhdt.) zerstört.

Die politische Gemeinde Lengau umfasste ab dem 19. Jhdt. die 3 Hauptorte Lengau, Friedburg und Schneegattern, sowie weitere Dörfer wie Teichstätt (Schloss Teichstätt, Naturschutzgebiet), und Heiligenstatt mit einer bekannten Wallfahrtskirche. 1931 wurde der Ortsteil Friedburg wieder zum Markt erhoben, erstmals geschah dies bereits um 1439, geriet aber in Vergessenheit.

Monument am 'Riesen-Themenweg' in Lengau

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Mit den Haltestellen Friedburg, Lengau und Teichstätt der Mattigtalbahn hat der Ort eine direkte Verbindung zur Bezirksstadt Braunau am Inn und Anschluss an die Westbahn, sowie die S-Bahn (S 2) nach Salzburg.

Persönlichkeiten

  • Johann Buttinger (1900–1984), Politiker, Mitglied des Gemeinderats von Lengau
  • Josef Dechant (* 1942), Politiker, Bürgermeister der Stadt Salzburg
  • Franz Winkelmeier (1860–1887), wurde als „Riese von Friedburg-Lengau“ bekannt


Weblinks

 Commons: Lengau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1.  Elisabeth Bertol-Raffin, Peter Wiesinger: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Braunau am Inn. Wien 1989., Band 1, S. 49; nach Ute Maurnböck-Mosser: Altheim. In: Die Haus- und Hofnamen im Gerichtsbezirk Mauerkirchen. 2002, abgerufen am 24. Juli 2008 (Diplomarbeit).