Pöndorf

Pöndorf
Wappen von Pöndorf
Pöndorf (Österreich)
Pöndorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 50,9 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 13° 22′ O47.99722222222213.366944444444574Koordinaten: 47° 59′ 50″ N, 13° 22′ 1″ O
Höhe: 574 m ü. A.
Einwohner: 2.282 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 44,83 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4891
Vorwahl: 07684
Gemeindekennziffer: 4 17 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pöndorf 5
4891 Pöndorf
Website: www.poendorf.at
Politik
Bürgermeister: Johann Zieher (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 10 SPÖ, 2 FPÖ
Lage der Gemeinde Pöndorf im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Pöndorf im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Pöndorf ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 2282 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Frankenmarkt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Pöndorf liegt auf 574 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,2 km, von West nach Ost 10,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 50,9 km². 58, % der Fläche sind bewaldet, 37,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde

Bergham, Brunnwies, Fellern, Forstern, Gaisteig, Geretseck, Haberpoint, Haidach, Hechfeld, Hocheck, Kirchham, Landgraben, Matzlröth, Nößlthal, Obermühlham, Oberschwand, Pöndorf, Pading, Plain, Preinröth, Schachen, Schwaigern, Untermühlham, Unterreith, Unterschwand, Volkerding.

Wappen

Blasonierung: In Schwarz ein silberner Stab; rechts ein goldener, linksgewendeter, rot bewehrter und gekrönter Löwe, links ein goldener, rot bewehrter und bezungter Adler. Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot-Weiß.

Das 1974 verliehene Wappen erinnert mit dem bayerischen Löwen und dem oberösterreichischen Adler an die historische Grenze zwischen den beiden Ländern, die bis zum Erwerb des Innviertels 1779 mitten durch das heutige Gemeindegebiet verlief. Einen Teil der Grenze bildete der Landgraben, der durch den weißen Stab symbolisiert wird.[1]

Geschichte

Im Jahr 809 ist die erstmalige urkundliche Erwähnung. Am 4. April schenkt Adalant einige Eigengüter im Ort "Pogindorf" dem Kloster Mondsee.

  • 955 kommen die Kirchen von Pöndorf und Straßwalchen mit Mattsee zum Bistum Passau.
  • 1138 übernimmt das Stift Mattsee die seelsorgerischen Betreuung.
  • 1143 ist Pöndorf eine selbständige Pfarre mit allen Rechten und Pflichten.
  • 1391 grenzt Pöndorf am Raahberg an das Erzstift Salzburg, bis dahin grenzte es an die Herrschaft Alten- und Lichtentann.
  • 1437 Hans von Kudlich verkauft die Herrschaft Friedburg an Bayern-Landshut. Die Bayrisch-österr. Grenze verläuft damit durch Pöndorfer Gemeindegebiet (Ortschaft Landgraben, ein Landgraben knapp vor der Talwasserscheide Vöckla/Schwemmbachgebiet).
  • 1438 wird die Kirche von Pöndorf eine Filiale von Frankenmarkt.
  • 1439 treten der herzogliche Pfleger und Waldmeister zu Friedburg in Tätigkeit; das Gebiet von Pöndorf ist durch Grenzen zerteilt. Pöndorf wird Zankapfel.
  • 1779 kommt das Innviertel wieder zu Österreich. Ende des Landgraben als Staatsgrenze (seit 1437).
  • Ab 1800 kommt es zu Franzoseneinfällen. Die Straße Pöndorf - Doppelmühle - Vöcklamarkt wird für die Artillerie befahrbar gemacht.
  • 1813 kommt die Pfarre Pöndorf zu Straßwalchen und zum Dekanat Köstendorf.
  • 1834 wird die Pfarrexpositur Pöndorf als Pfarrhof in der derzeitigen Gestalt erbaut.
  • 1848 wird Pöndorf selbständige Gemeinde aus den Katastralgemeinden Kirchham, Höhenwart, Forstern, Geretseck, Haberpoint und Oberschwand.
  • 1858 erfolgt der Bau der Bahnstrecke Frankenmarkt-Salzburg. Eine Haltestelle ist in Pöndorf.
  • 1891 wird Pöndorf selbständige Pfarre.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

  • Bürgermeister: Bürgermeister ist Johann Zieher von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2125 Einwohner, 2001 2232 Einwohner und 2008 2315 Einwohner.

Städtepartnerschaften

Weblinks

 Commons: Pöndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973-1976). In Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1977, S. 22 (PDF)