Tullnerbach

Dieser Artikel erläutert die Gemeinde, den Bach siehe Tullnerbach (Wienfluss).
Tullnerbach
Wappen von Tullnerbach
Tullnerbach (Österreich)
Tullnerbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wien-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: WU
Hauptort: Tullnerbach-Lawies
Fläche: 20,24 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 16° 6′ O48.216.1350Koordinaten: 48° 12′ 0″ N, 16° 6′ 0″ O
Höhe: 350 m ü. A.
Einwohner: 2.717 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 134,24 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3004, 3011, 3013, 3021, 3443
Vorwahl: 02233
Gemeindekennziffer: 3 24 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 47
3013 Tullnerbach
Website: www.tullnerbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Novomestsky (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
13 Liste ÖVP, 5 Liste SPÖ, 3 Liste Die Grünen.
Lage der Marktgemeinde Tullnerbach im Bezirk Wien-Umgebung
Ebergassing Fischamend Gablitz Gerasdorf Gramatneusiedl Himberg Klein-Neusiedl Klosterneuburg Lanzendorf Leopoldsdorf (Bezirk Wien-Umgebung) Maria-Lanzendorf Mauerbach Moosbrunn Pressbaum Purkersdorf Rauchenwarth Schwadorf Schwechat Tullnerbach Wolfsgraben Zwölfaxing Wien NiederösterreichLage der Gemeinde Tullnerbach im Bezirk Wien-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Tullnerbach ist eine Marktgemeinde mit 2717 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Wien-Umgebung in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Tullnerbach liegt im Wienerwald in Niederösterreich. Es gehört zum Industrieviertel (auch Viertel unter dem Wienerwald). Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 20,24 Quadratkilometer. 71,68 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Ortschaften sind Lawies (der Hauptort oberhalb des Wienerwaldsees), Unter-Tullnerbach (unterhalb des Wienerwaldsees, bis 1977 auch Neuwirtshaus genannt) und Irenental (von Unter-Tullnerbach aus nördlich der Westbahn am Oberlauf des Tullnerbaches).

Ortsteile von Tullnerbach

Die Nachbargemeinden sind folgende:

Sieghartskirchen Gablitz
Pressbaum Nachbargemeinden Purkersdorf
Pressbaum Purkersdorf

Gemeindegliederung

Geschichte

Mittelalter und frühe Neuzeit

Der Name ‚Tullnerpach‘ wird erstmals 1565 erwähnt. Der Bach entspringt an der Riedanleiten und fließt aus der Richtung Tulln in die Wien. Früher wurde er auch „Tulnerbach“ geschrieben. Er soll nicht mit dem früheren Namensvettern verwechselt werden, der heutigen Großen Tulln, die bei Neulengbach beginnt, in die entgegengesetzte Richtung durch Sieghartskirchen fließt, ebenfalls früher als ‚Tulnerbach‘ oder ‚Tullnerbach‘ beschrieben wurde und in manchen Geschichtsbüchern auftaucht. Das Gebiet umfasste einzelne kleine Holzhackersiedlungen. Lawies erscheint 1635 als Labiwießen, Unter-Tullnerbach hieß früher Neuwirtshaus. Irenental - früher Ober - und Hinter -, Unter- und dann Vorder Tullnerbach - scheint erst 1880 als Name auf.

Um 1460 wurde das Franziskanerkloster Sancta Maria in Paradyso erbaut, und 1529 in den Türkenkriegen zerstört. 1791 errichtete das k.k. Waldamt eine einklassige I. Volksschule Tullnerbach I im heutigen Irenental, sie wurde im Jahre 1967 aufgelassen.

Ab Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn

Nach dem Bau der k.k. privilegierten Kaiserin-Elisabeth-Bahn 1858 (der heutigen Westbahn) entwickelte sich eine beliebte Sommerfrische der Wiener Bevölkerung.

1850-1873 gehörte die Gemeinde Tullnerbach, die schon ursprünglich zum Teil zu Pressbaum gehört hatte, als Pressbaum-Tullnerbach wieder ganz dazu. 1873 trennte sich Tullnerbach endgültig von Pressbaum und wurde eine eigenständige Gemeinde.

1881-1890 errichtete der katholische Waisen-Hilfsverein aus Wien das Norbertinum als Knaben-Waisen-Asyl.[1] Die Volksschule Tullnerbach II bestand von 1884-1967. 1895-1897 wurde unter Bürgermeister Josef Knab das Gemeindeamt gegenüber dem Bahnhof errichtet. 1897 wurde der bisherige Bahnhof Preßbaum in Tullnerbach-Preßbaum umbenannt.

Hauptgebäude des Wientalwasserwerks

Der Wienerwaldsee zwischen Lawies und Unter-Tullnerbach wurde in den Jahren 1895-1898 als Staubecken für die Wien und den Wolfsgrabenbach errichtet. Das Wientalwasserwerk der Compagnie des Eaux de Vienne, Societé anonyme versorgte mit dem hier aufbereiteten Wasser die westlichen Bezirke Wiens mit Nutzwasser. 1958 wurde das Wientalwasserwerk von der Stadt Wien übernommen und das Wasser, gemischt mit Hochquellenwasser, bei Bedarf in das Wiener und seit den 1990ern auch in das Purkersdorfer Wasserleitungsnetz eingespeist. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Trinkwassergewinnung Ende 2004 eingestellt und der See soll als Natur- und Erholungsraum und Rückhaltebecken für die Hochwässer der Wien dienen. 2008 soll der Umbau mit einer Sanierung des Dammes abgeschlossen sein. Eine zukünftige Nutzung als Badesee ist nicht vorgesehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Tullnerbach in Lawies wurde 1900 gegründet, Tullnerbach-Irenental 1902, 1924 Untertullnerbach, die sich 1999 Tullnerbach anschlossen.

Denkmal für den Flugpionier Wilhelm Kress

Am 3. Oktober 1901 startete Wilhelm Kress (1836-1913) als erster Österreicher auf dem Wienerwaldsee einen Flugversuch mit dem Kress´schen Drachenflieger, welcher als motorbetriebenes Wasserflugzeug ausgebildet war. Da der Motor aber gegenüber den Vorgaben zu schwer war, misslang der Versuch, und der Apparat versank im See. 1913 errichtete man ihm zu Ehren das Kress-Denkmal, welches vom Bildhauer Rudolf von Weigl (dem späteren Ehemann von Mercedes Jellinek, der Namensgeberin der Automarke Mercedes-Benz) gestaltet wurde. Es wurde 1973 nach Untertullnerbach nahe der Staumauer am nördlichen Ufer des Sees versetzt. Die Kress´sche Luftschraube wurde in das neue Gemeindewappen aufgenommen.

1908 wurde an der Wien ein Bad errichtet, welches 1991 abgebrochen wurde.

Republik Österreich

1922 wurde in Lawies die erste öffentliche Beleuchtung installiert.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort im Gegensatz zum nebenan liegenden Purkersdorf nicht Groß-Wien angeschlossen, sondern dem Landkreis Sankt Pölten zugeteilt. Die Grenze von Groß-Wien war von 1938 bis 1946 der Tullnerbach.[2]

Am 4. November 1973 wurde in einem Festakt im Norbertinum durch den damaligen Landeshauptmann Andreas Maurer die Markterhebungsurkunde überreicht.

Die Blasmusik Tullnerbach wurde 1974 gegründet.

Das neue Mehrzweckhaus der vereinten Freiwilligen Feuerwehr Tullnerbach (aus Tullnerbach(-Lawies) und Untertullnerbach) und der Blasmusik Tullnerbach, beim See, wurde am 16. Mai 2004 offiziell eröffnet.

Einwohnerentwicklung

2001 hatte Tullnerbach eine Einwohnerdichte von 115 Einwohner/km².

Ab 1869 Gesamtzahlen laut Volkszählungen und Statistik der Standesfälle. Die Zahlen mit Jahresangabe 1830 wurden mit den Zahlen von Franz Xaver Schweickhardt direkt ergänzt.[3] Die restlichen Zahlen stammen aus dem Historischen Ortslexikon.[4] Warum beispielsweise Strohzogl oder Riedanleiten in der Grundquelle nicht bei Irenental aufscheinen, ist noch unklar.

  • Abkürzungen: H = Häuser, Feuerstellen, öder ähnliches; EW = Einwohner; Gelb hinterlegt: Die Zahl kommt nicht in der Hauptreihe vor, aber in den erweiterten Angaben. Unter „unzuordenbare Differenz“ steht die Differenz der Summen der drei Ortsteile zur Gesamtangabe. Nur ab 1951 wurde die errechnete Differenz dem Ortsteil Untertullnerbach zugeschlagen, da die Zuordnung mit den Vergleichszahlen aus 2001 eindeutig ist.
Jahr Gesamt Lawies Irenental Unter-
Tullnerbach
unzuordbare
Differenz
Heinrats-
Heinrichs-
berg
Ried-
anleiten
Sandling,
Sandling-
graben
Schlief-
graben
Schmeiß-
-bach,
-berg
Stroh-
zogl
Tirlitz-
grub
Bemerkung
H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW H EW
1678 34 „Hüttler im Tullnerbacher Amt“
1679/80 erw. 6 erw. erw. erw. - erw. erw. erw. und Erlschachen, Grasleiten, Rottmann, Zausfal, alles urkundlich erwähnt
1684 22 „aufrechte Hüttler im Tullnerbacher Amt“
1751 47 5 32 10 2 1 1 2 7 2 3 Tullnerbach: 24
1783 335 175 160 71 27 Tullnerbach: diesseits des Baches 175, jenseits 62 EW; 62+27+71=160; Pfarrprotokoll
1787 47
1794 58 308 18 97 28 150 12 61 + + + + Strohzogl & Heinrichsberg: 12/61, Tullnerbach: 28/150
1795 58 18 40
1822 62 19 43
1823 349 Kirchl. Topographie
1830 62 295 19 94 31 174 12 27 12 62 Tullnerbach: 31/174
1846 327 (Karte mit Flurnamen)
1869 86 505
1880 136 833 46 310 90 523
1890 172 1.288
1900 225 1.701 109 603 116 1.098
1910 261 1.933 111 637 150 1.296
1923 274 2.100 124 857 150 1.243
1934 306 1.949
1939 1.623
1951 347 1.763 191 1.115 124 471 32 177
1961 385 1.609 219 1.068 132 387 34 154
1971 488 1.683 291 1.038 150 424 34 221
1981 686 1.994 364 1.238 244 553 78 203
1991 794 2.292 409 1.374 288 653 97 265
2001 953 2.332 480 1.425 337 657 136 250
2003 2.397
2004 2.453
2005 2.506
2006 2.512
2007 2.594

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit den Gemeinderatswahlen vom 14. März 2010 Johann Novomestsky, Amtsleiterin ist Anna Kellner. Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung:

Liste ÖVP 13, Liste SPÖ 5, Liste Die Grünen 3 (L.GRÜNE), andere Parteien haben keine Sitze.

Mit dem Der Tullnerbacher (ÖVP), WIR in Tullnerbach (SPÖ) und der UFO-Zeitung bringen drei Parteien Gratis-Printmedien mit aktuellen Informationen über das politische und gesellschaftliche Leben der Gemeinde heraus, welche auch im Internet angeboten werden und eine lokale Ergänzung zu den Niederösterreichische Nachrichten darstellen.

Bürgermeister

  1. 1873-1886 - Franz Tobisch (1820-1889, Straße)
  2. 1887-1888 - Leopold Kaiblinger
  3. 1889-1900 - Josef Knab (1826-1899, Straße)
  4. 1900-1904 - Heinrich Müller (1852-1904, Ehrengrab, Weg)
  5.         1905 - unbesetzt
  6. 1906-1907 - Karl Hölzl
  7. 1908-1919 - Karl Bohdal
  8. 1920-1928 - Isidor Tobisch (1861-1929)
  9. 1929-1930 - Andreas Knassmüller
  10. 1931-1938 - Leopold Wieninger (1875-1960, Weg)
  11. 1938-1944 - Rudolf Albrecht
  12. 1944-1945 - Hermann Frank
  13. 1945-1947 - Felix Marx
  14. 1947-1964 - Anton Maller jun. (1891-1964)
  15. 1964-1970 - Alois Rochel (1897-1977, Straße)
  16. 1970-1980 - Franz Benes (1914-2000, Weg)
  17. 1980-1995 - Alois Stattler (Ehrenbürger)
  18. 1995-2005 - Johann Jurica (Ehrenbürger)
  19. 2005-2010 - Viktor Cypris
  20. seit 2010 - Johann Novomestsky

Wappen

Im Wappen von Tullnerbach befinden sich im oberen Bereich eine große Zugsäge und ein Waldhorn als Symbol für die Forstwirtschaft und die Jagd. Im unteren Teil sind das Wasser des Wienerwaldsees und eine Flugschraube, welche von Wilhelm Kress erfunden wurde, zu sehen.

Städtepartnerschaften

  • Mit Dorfprozelten seit 1974. Es gibt auch einen Dorfprozeltenweg mit einem Nikolaus-Bildstock, welcher zur 10-Jahres-Feier 1984 errichtet wurde.
  • Seit 1998 ist die Gemeinde Mitglied des Klima-Bündnis Österreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 137, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 21. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.084. 939 Personen pendelten aus und 327 ein. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,92 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Die Bewohner besuchen 3 Kirchen in Pressbaum (für Lawies), Irenental und Unter-Tullnerbach (Filialkirche). Eine evangelische Kirche und ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas befinden sich in der Nachbargemeinde Pressbaum.

Bauwerke

  • Gründerzeitvillen in Lawies und Unter-Tullnerbach
  • Kirche Maria Schnee (Irenental)
  • Staudamm des Wienerwaldsees
  • Aussichtsturm am Troppberg
  • Wilhelm-Kress-Denkmal

Sport

Tullnerbach ist eine typischer alter Sommerfrische-Ort. Die möglichen Aktivitäten sind hauptsächlich Wandern, Laufen, Radfahren und seit einigen Jahren bei genügender Schneelage auch Langlaufen.

Rund um den Wienerwaldsee gibt es einen Promenadenweg, welcher sich zum Wandern, Laufen, Skaten und Radfahren eignet. In der Nähe der Staumauer gibt es am nördlichen Ufer einen Skaterplatz.

Eine beliebte Wanderroute führt über das Irenental und den Ameisberg auf den 542 m hohen Troppberg, auf dessen Gipfel es eine 25 m hohe Aussichtsplattform mit Stufen aus Gitterrosten gibt. Auch mit dem Mountainbike kann man den Troppberg über Purkersdorf und Gablitz erklimmen.

Eine weitere beliebte Route ist der waldige Karl-Ritter-Weg auf die Wilhelmshöhe bis zum Buchberg.

Im Winter gibt es im Irenental bei günstiger Schneelage 3 gespurte Langlaufloipen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Und im Sommer begibt man sich in ein Freibad der Nachbargemeinden Pressbaum oder Purkersdorf.

Musik

Die Blasmusik Tullnerbach (BMT) umfasst rund 25 Mitglieder und spielt ein Repertoire von klassischer Blasmusik über sinfonische Werke bis zu qualitätsvollen modernen Stücken. In ihren Reihen spielen zahlreiche ausgezeichnete junge Wettbewerbsgewinner. Aufgrund der regelmäßig herausragenden musikalischen Erfolge bei Konzertwertungen und Kammermusikbewerben wurde der Blasmusik Tullnerbach 2010 der Silberne Ehrenpreis vom Landeshauptmann von NÖ, Dr. Erwin Pröll überreicht.

Die Nachwuchsgruppe „MiniBand“ wurde ebenfalls von der Blasmusik Tullnerbach initiiert und in Kooperation mit der Musikschule „Oberes Wiental“ realisiert. Sie ermöglicht jungen Musikern bereits sehr früh in einem Orchester zu musizieren.

Geleitet wird die BMT aktuell (2010) von Obmann Stefan Weichinger und Kapellmeister Wolfgang Jakesch.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mitte Jänner - Ball der FF Irenental, Gasthof Rieger
  • 30. April - Maibaumaufstellen beim Feuerwehrhaus Tullnerbach
  • Pfingstwochenende Fr-So - Feuerwehrfest FF Irenental, Feuerwehrhaus Troppbergstraße
  • Fronleichnamswochenende - Feuerwehrheuriger FF Tullnerbach, Feuerwehrhaus Tullnerbach
  • Sonnenwende im Juni - Sonnwendfeier, Norbertinum
  • Ende Juni - Pfarrheuriger Irenental, Filialkirche Maria im Wienerwald
  • Erste Augusthälfte - Lawiesfest des Tullnerbacher Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

  • Josef Schöffel (1832–1910), Journalist und Politiker, 1870–1872: „Retter des Wienerwaldes“
  • Alois Stattler, Bürgermeister von 1980–1995
  • Johann Jurica, Bürgermeister von 1995–2005
  • Viktor Cypris, Bürgermeister von 2005-2010

Berühmte Einwohner:

  • Josef Dobrowsky (1889–1964), 1946 bis 1963 Professor (Landschafts-, Porträt- und Genremaler) an der Wiener Akademie der bildenden Künste, lebte die letzten 4 Jahre in der Genéestraße 11 in Lawies. Nach ihm ist auch die Prof.-Dobrovsky-Straße in Lawies benannt.
  • Ida Orloff (1889–1945), österreichisch-russische Schauspielerin, Übersetzerin und Geliebte des Schriftstellers Gerhart Hauptmann.
  • Hans Pilhs (1903–1986), Maler des Expressionismus
  • Rudolf Pleban (1913–1965), Maler, Graphiker und Bildhauer, welcher zahlreiche Sgraffiti schuf, wohnte von 1937 bis zu seinem Tode in der Genéestraße 7. Nach ihm ist der Prof.-Rudolf-Pleban-Park, Ecke Weidlingbachstraße / Knabstraße benannt.
  • Alexander Wunderer (1877–1955), seit 1900 Oboist im k.k. Hofopernorchester und den Wiener Philharmonikern, zu deren Vorstand er 1923 gewählt wurde. 1932 wurde er dort Ehrenvorstand. Ab 1918 war er auch Lehrer an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach ihm ist der Wundererplatz in der Irenentalstraße, gerade wo die Riedanleitn herauskommt, benannt. Der Komponist Franz Schmidt, ein enger Freund seit der Studienzeit am Konservatorium, war zwischen 1904 und 1906 wiederholt im Hause Wunderers im Irenental (Riedanleiten 60) zu Gast und begründete mit ihm die erste „Tullnerbacher Blasmusik“. Nach ihm ist der Franz-Schmidt-Weg an der Brettwieserstraße benannt.
  • Josef Hickersberger (* 1948), Fußballer und Trainer der Österreichischen Nationalmannschaft
  • Helmut Graupner (* 1965), Rechtsanwalt und europäischer Aktivist
  • Ditha Holesch (1901-1992), österreichische Autorin


Politische Lokalzeitungen in Tullnerbach

  • Der Tullnerbacher[5]
  • WIR in Tullnerbach [6]
  • UFO-Zeitung[7]

Weblinks

 Commons: Tullnerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Einweihung des Knabenasyles Norbertinum. In: Das Vaterland, 7. Juni 1882, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/vtl
  2. Verordnung des Bürgermeisters der Stadt Wien über die Einteilung des Gebietes der Stadt Wien in Bezirk, 15. Oktober 1938, Verordnungsblatt von Wien, Jahrgang 1938 Nr. 23, (faktisch aufgehoben durch Bundesverfassungsgesetz vom 26. Juli 1946, BGBl. 110/1954); Purkersdorf fälschlich „Puckersdorf“ geschrieben.
  3. Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens. Viertel unter dem Wienerwald:
    3. Band, Wien 1831: S. 87, „Lawis“;
    6. Band, Wien 1833: S. 136, „Stadlhütte“ (heute Neu-Purkersdorf & Unter-Tullnerbach, nicht An der Stadlhütte); S. 181, „Strohzogel“ (heute heißt die Straße zum Gasthof Rieger so); S. 283, „Tulnerbach“ (heute Irenental); Wegemaut ist bei Tullnerbach und Stadlhütte erwähnt
  4. Kurt Klein: Historisches Ortslexikon - Niederösterreich - 4. Teil, Datenstand 30. Juni 2008
  5. ÖVP-Gratiszeitung der Tullnerbacher
  6. http://www.tullnerbach.spoe.at/wp/?p=1052 SPÖ Gratiszeitung: WIR in Tullnerbach
  7. http://www.office-m.at/UFO-Tullnerbach/a-pages/zeitung.html UFO Umweltforum Tullnerbach