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Das Leichentuch von Rudolf IV., dem Stifter#

Bildnis Herzog Rudolfs IV
Bildnis Herzog Rudolfs IV. Erzbischöflichen Dom- und Diözesanmuseum, Wien
Aus: Wikicommons
Arabischer Text zum Leichentuch Rudolf IV. im Wiener Diözesanmuseum
Arabischer Text zum Leichentuch Rudolf IV. im Wiener Diözesanmuseum
Foto: P. Diem
Rudolf IV.(1339-1365) war der älteste Sohn von Herzog Albrecht II. und Bruder von Albrecht III. und Leopold III.. Ab 1358 Herzog, erwarb 1362 vorübergehend Friaul und 1363 Tirol, gründete 1365 die Universität Wien und betrieb den Weiterbau des Stephansdoms. Ließ Fälschungen von Urkunden (Privilegium maius) herstellen. 1364 schloss er mit seinem Schwiegervater Kaiser Karl IV. einen Erbvertrag, 1364 vereinbarte er mit seinen Brüdern Albrecht III. und Leopold III. die rudolfinische Hausordnung (gemeinsamer Besitz der Länder).
Bestattet wurde Rudolf IV. im Wiener Stephansdom. - Denkmäler in Wien am Singertor von St. Stephan, vor dem Rathaus und im Festsaal der Universität. Sein Porträt bilt als das erste Fürstenbildnis in Mitteleuropa.


--> Artikel in der Wiener Zeitung zum nebenstehenden Objekt

Zum Leichentuch HERZOG RUDOLFS IV.#

Es ist ein gesichertes Ergebnis der wissenschaftlichen Forschung, dass der Gold-Seide-Stoff, in dem Herzog Rudolf IV. begraben wurde, aus dem Orient stammt. Die Schrift auf diesem Textil umfasst einen islamischen Segensspruch für einen Herrscher aus dem Haus der Ilchane, der 1316-1335 über das Gebiet des heutigen Irak und Iran herrschte. Dieser Herrscher ließ das Gewebe vermutlich in seiner Hauptstadt Täbris herstellen. Als ungeklärt gilt allerdings, über welche Zwischenstationen dieses Textil aus dem islamischen Kulturbereich zum Leichentuch für den christlichen Herrscher Rudolf IV. wurde.

Stefansdom
Statue Rudolfs IV. am Westwerk von St. Stefan (Original im Wien-Museum) - Foto P. Diem
Eine Spur zur Lösung dieses Rätsels hat schon 1965 der Ordinarius für Österreichische Geschichte Alphons Lhotsky in einem Vortrag auf der 12. Historikertagung des Instituts für Österreichkunde gelegt - eine Spur, der freilich späterhin nicht nachgegangen wurde. Lhotsky formulierte damals: „Hingegen ist die Einkleidung der Leiche in einen noch gut erhaltenen orientalischen Prunkstoff schon ernster zu nehmen, derlei entsprach italienischem Brauche, und im Sarge des Cangrande della Scala (gestorben 1329) hat man ein sehr ähnliches Textil gefunden – Rudolf IV. ist ja in Mailand gestorben.“

Wenige Monate vor seinem Tod in Mailand am 27. Juli 1365 hatte Rudolf hier am 23. Februar 1365 seinen jüngeren Bruder, den damals vierzehnjährigen Leopold, mit der etwa dreizehnjährigen Viridis Visconti verheiratet. Viridis war die zweitälteste Tochter von Bernabò Visconti, dem mächtigen Herren von Mailand aus seiner Ehe mit Beatrice della Scala aus dem Haus der Scaliger, dem damals ähnlich mächtigen Fürstengeschlecht, das in Verona herrschte. Cangrande della Scala – einer der bedeutendsten Fürsten von Verona aus diesem Geschlecht – war ein naher Verwandter von Beatrice, die als Herrin in Mailand den Namen „Regina“ – also „Königin“ – trug.

--> Die Annahme liegt nahe, dass Bernabò und Beatrice den Bruder ihres Schwiegersohns Leopold, den österreichischen Herzog Rudolf IV., als er unvermutet in Mailand verstarb, in dieses wertvolle Tuch einhüllen ließen. Diese Vermutung hat sicher größere Wahrscheinlichkeit als die Hypothese, Rudolf hätte das repräsentative Textil von sich aus von Wien nach Mailand mitgebracht. Auf dem Rückweg nach Wien machte die Begleitung des toten Herzogs in Verona einen Halt.

Aufwändige Begräbniskultur #

Es ist hier nicht der Ort, auf die außerordentlich facettenreiche Persönlichkeit des Bernabò Visconti einzugehen. Zwei Themen verdienen jedoch besondere Erwähnung – nämlich sein außerordentlicher Reichtum und seine Tendenz zu einer außerordentlich repräsentativen Begräbniskultur.

Als Beispiel für seinen Reichtum verdient Erwähnung, dass er jeder seiner Töchter – und er hatte viele – 100.000 Goldgulden in die Ehe mitgab. Auch seine zweitgeborene Tochter Viridis erhielt diese enorme Summe, als sie ihren Gatten Leopold in die habsburgischen Länder begleitete. Die Höhe der Mitgift ist ein guter Indikator für die Vermögensverhältnisse der Familie an Bargeld. Bei den Della Scala war die Situation ähnlich. Beatrices Vater Mastino II. von Verona, galt als einer der reichsten Männer seiner Zeit.

Grab Rudolfs im Dom
Grabmal Rudolfs Foto: Archiv
Die Vorsorge Bernabòs für ein repräsentatives Begräbnis und die Sicherung seines Nachruhms ist deutlich belegt. Schon früh vergab er den Auftrag zur Errichtung eines monumentalen Reiterdenkmals. Die Dombauhütte von Mailand war mit diesem Auftrag bis 1363 beschäftigt. Daneben wurde auch an der Tumba gearbeitet. Erst 1385 verstarb der mächtige Herrscher von Mailand. Nun wurde die prunkvolle Grabstätte genutzt.

Eine ähnlich aufwändige Sepulkralkultur finden wir auch bei den Della Scala in Verona. Die Scaligergräber bei der Kirche Santa Maria Antiqua gehören zu den prächtigsten Anlagen fürstlicher Familiengräber im Spätmittelalter. Das Grab von Cangrande della Scala ist eines der eindrucksvollsten Zeugnisse dieses Begräbnisprunks.
Herzog Rudolf IV. suchte in seiner Italienpolitik die Nähe zu den beiden mächtigen Familien Visconti und Della Scala. Die Ehe seines Bruders Leopold mit Viridis Visconti diente dieser Bündnispolitik. Sein Tod in Mailand war sicher ein Anlass, um in der Ausstattung des nach Wien ziehenden Leichenzugs Begräbnisprunk zu demonstrieren. Einen Schritt weiter zurück lässt sich das Leichentuch Rudolfs IV. in Oberitalien weiterverfolgen. Das Seidenzentrum dieser Region war seit karolingischer Zeit die Stadt Lucca. Hier wurde mit wertvollsten Seidenstoffen aus dem Orient gehandelt. Aus Lucca stammende Seidentextilien wurden für vielfältige Zwecke religiöser und herrschaftlicher Repräsentation verwendet. So benützte man solche Textilien, um in ihnen Reliquien zu versenden. Sehr wahrscheinlich haben die oberitalienischen Verwandten Rudolfs IV. das Tuch aus Täbris, das sie zum Leichentuch des Herzogs zurechtschneiden ließen, in Lucca erworben. Mastino II., der Vater der Beatrice della Scala, war um 1365 nicht nur Herr von Verona, Vicenza und Brescia – er war auch Herr von Lucca. Aber eines solchen Abhängigkeitsverhältnisses der Stadt hätte es wohl gar nicht bedurft, um in den Besitz dieses wertvollen Leichentuchs zu kommen.

ZWEI SPÄTMITTELALTERLICHE LEICHENTÜCHER IM VERGLEICH#

Der von Alphons Lhotsky 1965 formulierte Verweis auf Cangrande della Scala regt dazu an, das Leichentuch Herzog Rudolfs IV. im Wiener Dommuseum im Vergleich zu dem des bedeutenden spätmittelalterlichen Herren von Verona zu analysieren und zu interpretieren. Bei beiden Objekten handelt es sich um ein repräsentatives Textil, das einem bedeutsamen Herrscher ins Grab mitgegeben wurde. Beide gehören der oberitalienischen Sepulkralkultur des 14. Jahrhunderts an. Beide stammen nachweislich aus dem Vorderen Orient. Beide wurden dort - auf chinesischer Seide basierend - produziert. Beide kamen durch überregionalen Handel nach Oberitalien. Das Leichentuch von Cangrande della Scala lässt sich allerdings besser in die Begräbnisrituale des Herrschers einordnen. Es wurde in diesem Kontext schon früh wissenschaftlich untersucht. Für die Interpretation des Leichentuchs Herzog Rudolfs können diese älteren Forschungsergebnisse über das Begräbnis, das Grab und das dort gefundene Leichentuch Cangrandes hilfreich sein.

Der Sarkophag Cangrandes della Scala wurde 1921 erstmals geöffnet. Damals fand man nicht nur den wertvollen Seidenbrokatstoff, sondern auch andere Textilien aus der Bekleidung mit der der Herr von Verona aufgebahrt worden war. Die entscheidenden wissenschaftlichen Analysen der gefundenen Textilien erfolgten bereits bei dieser ersten Öffnung. Diese Untersuchungen gingen in der Folgezeit in viele vergleichende Forschungen über orientalische Seidenstoffe des Mittelalters ein. Neuerlich geöffnet wurde der Sarkophag Cangrandes 2004. Wiederum ging die wissenschaftliche Forschung auf die überlieferten Stoffreste ein. Im Vordergrund des Interesses stand diesmal allerdings beim untersuchenden Wissenschaftler-Team der Verdacht auf die Vergiftung von Cangrande. Er konnte aus der Analyse des Darminhalts wahrscheinlich gemacht werden. Vergleicht man mit den Umständen des Tods von Rudolf IV. von Österreich so muss man festhalten, dass bei diesem das Leichentuch schon viel früher von den sterblichen Überresten des Fürsten getrennt wurde. Es blieb nach der Öffnung des Sarges 1933 im “ des Stephansdoms erhalten. Die wissenschaftliche Analyse erfolgte bezüglich dieses Objekts allerdings im Wesentlichen erst zu Beginn dieses Jahrhunderts.

Die Frage nach den Umständen des Todes von Cangrande della Scala wurde primär im Rahmen der Biographie dieses bedeutenden Herrschers des Spätmittelalters gestellt. Dasselbe gilt auch für den österreichischen Herzog Rudolf IV. Cangrande ist 1329 gestorben, Rudolf 1365. Unmittelbare Zeitgenossen waren die beiden nicht mehr, da Rudolf erst 1339 zur Welt kam. Trotzdem lässt sich sagen, dass sie in etwa in dieselbe Zeit gehörten. Eine vergleichende Bewertung ihrer Biographie ist allerdings nicht Sache des hier angestellten Vergleichs.

Cangrande I. della Scala wurde 1291 als dritter Sohn von Alberto della Scala und dessen Frau Viridis geboren. Er wurde auf den Namen Can Francesco getauft. Cangrande war sein später verwendeter Kriegsname. Schon mit zehn Jahren wurde der junge Adelige aus Verona zum Ritter geschlagen. Sein Leben war erfüllt von militärischen Erfolgen. Und auf seinem Grabdenkmal am Friedhof von Santa Maria Antica in Verona wurde er - wie einige seiner Nachfolger aus dem Geschlecht der Scaliger auch – als Reiter dargestellt. Mit der Erreichung der Großjährigkeit machte ihn sein älterer Bruder Alboino zum Mitregenten über Verona. 1311 ernannte Kaiser Heinrich VII. die beiden Scaligerbrüder zu Reichvikaren. Nach Alboinos Tod wurde Cangrande im selben Jahr Alleinherrscher. Er dehnte durch seine kriegerischen Unternehmungen das Herrschaftsgebiet Veronas über zahlreiche Nachbarstädte aus – zuletzt durch die Einnahme der bis dahin venezianischen Stadt Treviso. Unmittelbar nach dem triumphalen Einzug in Treviso erkrankte Cangrande und verstarb wenige Tage darauf – wie die medizinische Analyse vermuten lässt - durch eine Digitalis-Vergiftung. Neben seinen militärisch-politischen Erfolgen wurde Cangrande auch durch die Förderung großer Künstler berühmt – vor allem von Dante, Petrarca und Giotto. Dante hat ihn im 17. Gesang des „Paradiso“ in seiner „Divina Commedia“ verherrlicht.

Cangrande hatte seinen Tod in Treviso durch seine plötzliche schwere Erkrankung voraussehen können. So vermochte er noch letzte Anweisungen zu geben. Von einigen Adeligen eskortiert wurde seine Leiche sehr schnell nach Verona gebracht. In Santa Maria Antica wurde er aufgebahrt. Dort waren schon seine Vorfahren bestattet. Zweimal wurde die Leiche am Friedhof von Santa Maria Antica verlegt – das zweite Mal bereits in den Marmorsarkophag beim Kircheneingang. Die Grablege war schon zu seinen Lebzeiten vorbereitet worden. Der Abschluss der Grabanlage mit der Reiterfigur des Fürsten erfolgte allerdings erst Jahre später. Bei der Öffnung des Grabes 2004 war der Leichnam noch gut erhalten – eingehüllt in das prunkvolle Leichentuch. Auch über schriftliche Quellen lässt sich der Bestattungsvorgang umfassend rekonstruieren.

Auch Rudolf IV. von Österreich verstarb überraschend – auch er nicht in seiner Residenzstadt. Allerdings war der Weg von Mailand nach Wien viel weiter als der von Treviso nach Verona. Die Konservierung der Leiche erfolgte mit Rotwein. Die Spuren dieser Vorgangsweise sind am Leichentuch noch zu erkennen. Der Leichnam wurde – in das Leichentuch eingehüllt – in eine Rinderhaut eingenäht und so auf den weiten Weg nach Wien vorbereitet. Das wertvolle Leichentuch wurde offenbar schon in Mailand körpergerecht zugeschnitten. Wie aus den Zeichen in arabischer Kalligraphie am Leichentuch geschlossen werden kann, bestand der für den Transport gewählte Zuschnitt des wertvollen Textils zunächst aus drei Teilen – nicht nur aus den zwei heute im Dommuseum ausgestellten Stücken. Der dritte Teil ist – sicher unwiderbringlich – verloren.

Zum Unterschied von den Seidenbrokattüchern im Sarkophag Cangrandes della Scala lässt sich das Leichentuch Rudolfs IV. exakt datieren. Der Segensspruch auf den überlieferten Textilresten nennt den von 1316 bis 1335 in Täbris residierenden Ilchan-Herrscher Abu Said. Der Seidenbrokat aus dem Sarkophag Cangrandes in Verona stammt aus derselben kulturellen Großregion wie das Leichentuch Herzog Rudolfs. Es muss mit Sicherheit vor 1329, dem Todesjahr Cangrandes, entstanden sein. So ergeben sich hinsichtlich zeitlicher und räumlicher Provenienz Übereinstimmungen. Und solche Übereinstimmungen sind auch für den Weg wahrscheinlich, auf dem beide nach Oberitalien gekommen sind.
Die beiden hier verglichenen Leichentücher aus fürstlichen Grablegen sind besonders anschauliche Beispiele für den im 14. Jahrhundert aufgekommenen Brauch, angesehene Persönlichkeiten in repräsentativen orientalischen Gewändern zu bestatten.
Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auf den Seidenstoff, der im Grab des 1333 verstorbenen Alfonso de la Cerda, eines Enkels König Alfons X., im Zisterzienserkloster Las Huelgas bei Burgos, dem Grabkloster der Könige von Kastilien, gefunden wurde. Der bisher älteste Fund dieser Art ist im Veitsdom in Prag gemacht worden. Er betrifft das Grab eines Habsburgers, nämlich des 1307 verstorbenen Herzog Rudolfs III. von Steiermark und Österreich, durch Belehnung seitens seines Vaters, des römisch-deutschen Königs Albrecht I. König von Böhmen sowie durch die Verehelichung mit der Witwe seines Vorgängers auch Titularkönig von Polen. Trotz seiner kurzen Regierungszeit war er ein wichtiger früher Vertreter der habsburgischen Expansionspolitik nach Ostmitteleuropa. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass sein Neffe Herzog Rudolf IV. nicht der erste Habsburger war, der in dieser repräsentativen Form beigesetzt wurde.

SEPULKRALKULTUR IM UMFELD VON HERZOG RUDOLF IV. VON ÖSTERREICH#

Der Gold-Seide-Stoff der Grabhülle Herzog Rudolfs IV. sowie das Porträt dieses Fürsten gehören zu den bedeutendsten Objekten, die das Wiener Dom Museum ausstellt. Beide stammen aus der Schatzkammer von St. Stephan. Beide stehen – wenn auch in ganz unterschiedlicher Weise – mit der Vorbereitung des Begräbnisses des Herzogs in Zusammenhang. Sie lassen sich unter dem Begriff „Sepulkralkultur“ zusammenfassen – und als solche mit Ausdrucksformen des Begräbniswesens von Fürsten in anderen Residenzstädten vergleichen.

Die Sepulkralkultur Herzog Rudolfs IV. war und ist im Wiener Stephansdom auf verschiedenen räumlichen Ebenen angesiedelt zu sehen. Die erste ist die unterste – nämlich die Herzogsgruft von St. Stephan, in der Herzog Rudolf unter dem Altarraum der Kirche beigesetzt wurde. Auch seine Gattin Katharina, die Tochter Kaiser Karls IV. liegt hier begraben. Sie ist lange nach ihrem Ehegatten verstorben. Rudolfs Leichnam wurde in jenes wertvolle Leichentuch eingehüllt begraben, das ihm nach seinem unerwarteten Tod in Mailand vom Herren dieser Stadt Bernabò Visconti, dem Schwiegervater seines Bruders Leopold, auf den Heimweg nach Wien mitgegeben wurde.

Eine zweite Ebene der Sepulkralkultur Herzog Rudolfs stellt das Kenotaph für das Herzogspaar im Kirchenraum dar. Die Tumba mit den Figuren Rudolfs und Katharinas – wohl beide mit porträthaften Zügen dargestellt – steht heute an der Nordwand des Frauenchors von St. Stephan. Ursprünglich war dieses Kenotaph jedoch im Hauptchor des Doms – unmittelbar über der Herzogsgruft angesiedelt. Die Umstellung an den heutigen Standort ist also sekundär.

Mit dieser zweiten Ebene der Sepulkralkultur Rudolfs IV. steht das berühmte Porträtbild des Herzogs in Zusammenhang, das als eines der ältesten Fürstenporträts der europäischen Geschichte gelten darf. Es hing ursprünglich im Albertinischen Chor von St. Stephan über dem Grab und war innerhalb des Kirchenraums auf die Tumba des Herzogspaars bezogen. Das Bild wurde zu Lebzeiten des Herzogs für die Aufstellung in der Kirche nach der Bestattung geschaffen. Zwar mit der zweiten Ebene im Kirchenraum verbunden – kann man es gleichsam als eine dritte Ebene der Grabanlage verstehen. Die individuelle Darstellung des Verstorbenen am Ort des Grabes darf - jedenfalls im Vergleich mit sepulkralen Bauten der Zeit – als ein selbständiges Element gedeutet werden.

Eine komparative Zugangsweise zu den von Rudolf IV. im Stephansdom für den Fall seines Todes bzw. für sein Nachleben in Auftrag gegebenen Elementen der Sepulkralkultur wird sinnvoller Weise zunächst nach Ausdrucksformen im Stephansdom in Wien und dem Veitsdom in Prag fragen. Hier wie dort stand ja der Neubau des Domes mit der Anlage neuer Begräbnisstätten für die Herrscher in Zusammenhang. Dass Rudolf IV. seinen Schwiegervater Karl IV. in vieler Hinsicht nacheiferte, ist ja bekannt. Die Herzogsgruft von St. Stephan ist in jeder Hinsicht erschlossen. Für die Gruftanlage Karls IV. für die böhmischen Könige seines Hauses dieser Zeit gilt das nicht in gleicher Weise. Zwar hieß es in einer wissenschaftlichen Pressemeldung von 2005: „Das Geheimnis um den Inhalt der alten Grabstätte des Karl IV. ist gelüftet. Die alte Grabstätte der Königsfamilie des Karl IV. wurde im März dieses Jahres unter dem Boden des Veitsdoms auf der Prager Burg wieder entdeckt. Archäologen ist es gelungen, mittels neuester geophysikalischer Methoden den Innenraum der Grabstätten zu erforschen“. Zu einer vergleichenden Untersuchung mit den Verhältnissen in Wien ist es aber bisher noch nicht gekommen. Offen bleiben muss vor allem die Frage, ob es für das Porträt Herzog Rudolfs IV. unmittelbare Vorbilder in Prag gegeben habe. Zwar sind zahlreiche Bilder Kaiser Karls IV. mit porträthaften Zügen bekannt, aber keines von ihnen war offenbar als Gedächtnisbild an den Herrscher über seinem Grab bestimmt. Diesbezüglich ist keine Vorbildhaftigkeit Karls IV. für Rudolf IV. nachweisbar.

Günstige Voraussetzungen für eine vergleichende Zugangsweise von Ausdrucksformen der Sepulkralkultur der Zeit gibt es bei den Grabstätten der Scaliger in Verona und der Visconti in Mailand. Mit beiden Fürstendynastien war Rudolf politisch in engem Kontakt. Die 1365 geschlossene Ehe zwischen seinem Bruder Leopold und Viridis, der Tochter von Bernabò Visconti und der Beatrice della Scala war Ausdruck dieser Beziehungen.

Von den berühmten Scaligergräbern in Verona aus dem 14. Jahrhundert sind vor allem drei von besonderer Bedeutung – das von Cangrande I. (gest. 1329), das von Mastino II. (gest. 1351) und das von Cansignorio (gest. 1375). Bei einer komparativen Zugangsweise lassen sich auch im Vergleich dieser drei Scaligergräber untereinander interessante Entwicklungstendenzen der Zeit erkennen. Zu diesen Tendenzen gehört etwa die Lösung der fürstlichen Grabstätten vom Kirchenraum. Alle drei Grabdenkmäler stehen auf einem eigenen Friedhof neben der Kirche. Das von Cangrande I. war zunächst noch zur Kirche Santa Maria Antica hin geöffnet – zu jener Kirche, zu der der Friedhof gehörte. Für die beiden späteren Fürstengräber gilt das nicht mehr. Alle drei Grabdenkmäler gipfeln in Reiterstandbildern. Die Lösung vom Kirchenraum macht das möglich. Die Größe der Reiterstandbilder nimmt im hier angesprochenen Zeitraum zu. Gemeinsam ist ihnen, dass sie den Herrscher über den Tod hinaus in seinem Abbild der Öffentlichkeit gegenüber repräsentieren. Diese öffentliche Repräsentation überschreitet bei den Scaligergräbern in Verona den Kirchenraum. Anders in Wien. Auch das Porträt Rudolfs IV. , das ursprünglich im Hauptchor von St. Stephan aufgestellt war, repräsentiert den Herrscher. Aber es bleibt eine an den Kirchenraum gebundene Form der Repräsentation. Von diesem zu Lebzeiten des Herrschers für sein Nachleben geschaffenen Bild führt kein Weg zum Reiterdenkmal in der Öffentlichkeit, wie es in Oberitalien entsteht. Der Weg zum Reiterstandbild in der Öffentlichkeit wird bei Bernabò Visconti (gest. 1385), dem Bündnispartner Herzog Rudolfs IV. in Mailand, noch weiter vorangetrieben. Die „arca di Bernabò Visconti“ umfasst drei Elemente nämlich: das „basamento“, den „sarcofago“ und die „statua equestre“ Dieses Herrscherbild des Fürsten von Mailand zu Pferd wird hier in überlebensgroßen Dimensionen in Auftrag gegeben. Das monumentale Reiterstandbild ist aus einem einzigen Marmorblock geschaffen. Blickt man zurück in die Elterngeneration des Bernabò Visconti, so ergibt sich ein bescheideneres Bild. Stefano Visconti und seine Frau Valentina Doria sind noch in der Familienkapelle der Visconti in der Kirche Sant’Eustorgio in Mailand begraben. Das Grabmal für das Herrscherpaar, das 1359 nach dem Tod der Valentina angelegt wurde, umfasst zwei Bildnisgruppen – jeweils eine für jeden der beiden Partner. Das ist eine andere Konzeption als das etwa gleichzeitig konzipierte Doppelbild von Rudolf IV. und Katharina auf der Tumba ihres Grabdenkmals in St. Stephan in Wien. Aber in beiden Fällen ist das Grabmal noch voll in den Kirchenraum integriert. Es war eine in ihren Ausdrucksformen sich sehr dynamisch entwickelte Sepulkralkultur, in der die hier skizzenhaft angesprochenen Grabdenkmäler in Oberitalien entstanden sind. In Wien wusste man wohl von diesen Entwicklungen. Im Vergleich zu Oberitalien war die von Herzog Rudolf IV. gewählte Form der Selbstdarstellung eher zurückhaltend und stärker den kirchlichen Traditionen verbunden. Und trotzdem kann man die von ihm gewählte Form des Fürstenbilds, das über der Tumba aufgehängt werden sollte, als einen revolutionären Schritt verstehen. Das gilt jedenfalls für die Integration des Fürstenporträts in die Sepulkralkulur. Insgesamt war in der Kultur des fürstlichen Begräbniswesens in dieser Zeit viel in Bewegung. Für eine komparative Zugangsweise zu solchen Ausdrucksformen bleibt noch viel zu tun. Michael Mitterauer

VON TÄBRIS ÜBER LUCCA IN DIE HERZOGSGRUFT#

Auf dem Leichentuch Herzog Rudolfs IV., das in der Herzogsgruft von St. Stephan gefunden wurde, steht in arabischer Kalligraphie der Name des Ilchans Abu Said. Abu Said Bahador Chan, in mongolischer Sprache Busajid Baghatur Chan, war von 1316 bis 1335 der neunte Ilchan. Er beherrschte durch fast zwei Jahrzehnte ein orientalisches Großreich. Die Ilchane waren eine mongolische Dynastie aus dem Hause Dschingis Chans, die erst im späten 13. Jahrhundert zum Islam übergetreten war. Sie wurde von Dschingis Chans Enkel Hulegu begründet und herrschte von der Residenzstadt Täbris aus. Das Reich der Ilchane reichte am Höhepunkt seiner Expansion von Anatolien bis ins Industal. Ursprünglich waren die Ilchane Anhänger der mongolischen Stammesreligion. Das Herrscherhaus durchlief aber im ausgehenden 13. Jahrhundert auch eine Phase, in der der Buddhismus stark gefördert wurde. Mit dem Übertritt zum sunnitischen Islam trat der Einfluss von Juden, nestorianischen Christen und Buddhisten in der Verwaltung des Großreichs zurück.

Abu Said war der Neunte in der Herrscherreihe der Ilchane. Er hatte gute Beziehungen in den Westen. 1322 schrieb ihm Papst Johannes XXII. aus Avignon, er möge dem christlichen Königreich Armenien in Kilikien militärisch beistehen, und legte ihm gleichzeitig den Übertritt vom Islam zum Christentum nahe – eine Aufforderung, die ohne Folgen blieb. Schon zuvor hatte es gute diplomatische Beziehungen mongolischer Herrscher zu europäischen Herrschern gegeben – vor allem zu König Ludwig IX. dem Heiligen von Frankreich (1226-1270). Ihm schenkte einer dieser Fürsten ein sehr wertvolles orientalisches Seidentuch, das im Kirchenschatz des Klosters Maubeuge erhalten blieb. Nach dem Tod Abus Saids 1335 wurden alle politischen Beziehungen zu christlichen Herrschern eingestellt. Die kommerziellen Beziehungen waren aber dadurch nicht betroffen.

Wirtschaftlich führte die Herrschaft der Ilchane zu einer Blütezeit, da durch die Sicherung der Handelswege nach Mittelasien und in den Fernen Osten sowohl der Handel als auch das Handwerk einen starken Aufschwung erlebten. Infolge der Förderung durch die Ilchane entwickelte sich die Residenzstadt zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftszentrum. Täbris war eine Station an der alten Seidenstraße, an der sich wichtige Verkehrsweg bündelten. In Täbris selbst wie auch im Umland der Stadt entstand eine blühende Seidenindustrie. Luxusgüter aus chinesischer Seide wurden hier in verschiedenen Formen produziert. Solche Luxusgüter waren in Europa nicht erst im 14. Jahrhundert sehr begehrt. Man sollte sie eher allgemein als „orientalische Stoffe“ bezeichnen – nicht als „islamische“, weil ein solcher spezifisch religiöser Hintergrund nicht gegeben war. Das europäische Seidenzentrum war seit dem Frühmittelalter die Stadt Lucca. Hier sind schon seit karolingischer Zeit vielfältige Formen der Verarbeitung von Rohseide und des Handels mit Seidenprodukten nachweisbar. Die alte Hauptstadt der Toskana konnte diesbezüglich eine einmalige Vorzugstellung unter den kommerziellen Zentren Oberitaliens erreichen und viele Jahrhunderte hindurch bewahren. Obwohl selbst keine Hafenstadt wie das benachbarte Pisa, vermochte es – durch vielfache Faktoren bedingt – diese Monopolstellung zu behaupten. Im 14. Jahrhundert spielte der Handel mit wertvollen Seidenprodukten aus dem Orient eine hervorragende Rolle. So kam es – getragen von italienischen Kaufleuten – zu einer unmittelbaren Handelsverbindung zwischen Täbris und Lucca.

Die Seidenstraße führte zunächst über den Landweg. Es war ein Karawanenweg, auf dem Handel auf dem Rücken von Kamelen durch das anatolische Hochland verlief. Diese Verkehrswege wurden auf weiten Strecken von den Ilchanen kontrolliert. Ihr Hauptziel war Konstantinopel Die Hauptstadt des Byzantinischen Reichs fungierte seit alters als ein Zentrum des Seidenhandels. Aber es waren keine byzantinischen Kaufleute, die diesen Handel betrieben. Schon im Frühmittelalter stellten jüdische Kaufleute die Verbindung her. Von den großen jüdischen Familien, die Handel mit Seide zwischen Lucca, Konstantinopel und dem Orient betrieben, spielte die der Kalonymiden, die auch durch ihre religiöse Gelehrsamkeit bekannt ist, eine entscheidende Rolle. Im Lauf des Hoch- und Spätmittelalters konkurrierten die italienischen Seerepubliken um diesen Handel. Nach dem Vierten Kreuzzug von 1204 war Venedig im Handel mit dem Byzantinischen Reich im Vorteil. Letztlich setzte sich jedoch Genua durch. Die alte Seerepublik Pisa spielte im Handel mit Seidenstoffen im 14. Jahrhundert keine Rolle mehr. Auf Grund der räumlichen Nähe von Pisa zu Lucca in einer Distanz von nur 20 km könnte man annehmen, diese Stadt hätte im Seidentransport aus dem Orient über entscheidende Standortvorteile verfügt. Das war aber so nicht der Fall. Die Rivalität der beiden Nachbarstädte war zu groß, um solche Vorteile umsetzen zu können. Und im 14. Jahrhundert hatten die Genuesen Pisa bereits weitgehend als konkurrierende Seemacht ausgeschaltet. Schon seit dem 12. Jahrhundert schloss die Republika Genua mit Lucca Verträge, die eine günstige Versorgung mit orientalischen Seidenstoffen, aber auch mit Rohseide aus dieser Region sicherstellten. Von Konstantinopel bis Genua erfolgte der Handel mit diesem Luxusgut – zum Unterschied von der Strecke dorthin – auf dem Seeweg. Kaufleute aus Genua, aber vor allem auch aus Lucca selbst waren seine Träger.

Der Seidenhandel war seit dem Frühmittelalter Sache kapitalkräftiger Unternehmer. Die Lucchesen nahmen schon damals unter den oberitalienischen Vertretern des Großkapitals eine führende Stellung ein: In Lucca entstanden die ersten großen Banken der Region – nicht in Florenz, das als Bankenplatz deutlich jünger ist. In Lucca spielten sich auch schon vor Florenz die ersten großen Bankrotte a – ein deutliches Zeichen für diesen Entwicklungsunterschied. Lucca lag an der „Via Francigena“ – der alten Landverbindung, die Rom den Nordwesten Europas erschloss, etwa zu den grossen Messeplätzen der Champagne. Lucca verblieb die alte Münzstätte der Toskana, deren Münzen sich bis weit in den Vorderen Orient verbreiteten. Vor dem Martinsdom von Lucca kann man die uralte Tafel lesen, wie sich die Münzer in ihren Wechselgeschäften rechtmäßig verhalten sollten. Die Luccheser erfanden auch das sogenannte “Luccheser Filatorium“ – eine wassergetriebene Seidenzwirnmühle, die in der Seidenproduktion einen entscheidenden Fortschritt bedeutete. Sie konnten diese spezielle Technik lange vor Nachahmung abschirmen. So war Lucca als Seidenstadt auch in der Produktion der Konkurrenz voraus. Sowohl im Seidenhandel als auch in der Seidenproduktion nahm die Stadt einen Spitzenplatz ein. Im 14. Jahrhundert waren aber noch die im Orient erzeugten Seidenstoffe an Qualität und an repräsentativer Bedeutung der einheimischen Produktion weit überlegen. Das gilt insbesondere für die aus dem Osten importierten Gold-Seide-Stoffe.

Die europäischen Fürstenhöfe bezogen aus Lucca im 14. Jahrhundert noch primär die aus dem Orient importierten Stoffe. Was am Hofe getragen wurde, aber auch was man den Fürsten an repräsentativer Kleidung ins Grab mitgab, das wurde noch von den kapitalkräftigen Händlern in Lucca aus dem Osten bezogen bzw. an deren Filialen in anderen europäischen Handelsplätzen angeboten. Die Offenheit von Kontakten mit dem Reich der Ilchane begünstigte den Import von Luxusgütern dieser Art. Bis wann Genua und Lucca in dieser Weise Importe aus dem Osten vermitteln konnten, lässt sich wohl nicht genau datieren. Spätestens mit dem Fall von Konstantinopel 1453 schloss sich dieses Zeitfenster.

Das Monopol der toskanischen Seidenstadt Lucca auf den Import von orientalischen Seidentüchern von hoher repräsentativer Bedeutung lässt kaum einen Zweifel daran aufkommen, dass die Leichentücher, die man Herzog Rudolf IV. von Österreich oder Cangrande I., dem Herren von Verona, 1365 bzw. 1329 mit ins Grab gab, über Lucca erworben wurden. Das gilt wohl auch schon für das Grabtuch, in dem der Habsburger Rudolf III. als König von Böhmen und Polen 1307 im Veitsdom in Prag bestattet wurde. Der Weg von den Produktionsstätten solcher repräsentativer Seidenstoffe in Täbris oder im Umland dieser orientalischen Residenzstadt in die fürstlichen Grablegen Europas im 14. Jahrhundert lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in dieser Form rekonstruieren.

Literatur:#

Literatur zum Leichentuch Rudolfs IV. :

  • Markus Ritter, Kunst mit Botschaft: Der Gold-Seide-Stoff für den Ilchan Abu Said von Iran (Grabgewand Rudolfs IV. in Wien)- Rekonstruktion, Typus, Repräsentationsmedium, in: Markus Ritter und Lorenz Kern, Beiträge zur Islamischen Kunst, Wiesbaden 2010, S. 105-135

Literatur zum Leichentuch Cangrandes della Scala:

  • Cangrande della Scala: la morte e il corredo funebre di un principe nel Medievo europeo (Verona, Museo di Castelvecchio, 23 ottobre 2004 -23 gennaio 2005)
  • Anne Dunlop, Italy, the Mongol Empire, and Cangrande’s Silk Suit (http:melbourneartnetwork.com.au/2017/09/talk-anne-dunlop. Abruf 12.07.2018)
  • David Jacoby, Oriental Silks go West. A Declining Trade in the Later Middle Ages (pdf)

Literatur zun Thema "orientalische Stoffe"
  • Berthold Spuler, Artikel „Ilchane“, in: Lexikon des Mittelalters 5, Stuttgart 1999, Sp. 377 f.
  • David Jacoby, Oriental Silks Go West. A Declining Trade in Later Middle Ages, pdf
  • Renaissance Silk from Lucca (http://belovedlinens.net/fabrics/renaissance_Lucca_textile php, Abruf vom 11.07.2018
  • Michael Mitterauer und John Morrissey, Kapitel „Zentren in einer neuen Raumordnung: Pisa und Lucca“, in: Pisa. Seemacht und Kulturmetropole, Wien 2011, S. 13 ff.

Michael Mitterauer

Literatur zu Rudolf IV. #

  • U. Begrich, Die fürstliche "Majestät" Herzog Rudolfs IV. von Österreich, 1965
  • A. Lhotsky, Die Problematik der geschichtlichen Erscheinung Rudolfs IV., in: derselbe, Aufsätze und Vorträge, Band 5, 1976
  • W. Baum, Rudolf IV. der Stifter. Seine Welt und seine Zeit, 1996
  • Ernst Karl Winter, Rudolph IV. von Österreich, 2 Bde., 1936

Weiterführendes#

--> Markus Ritter: The Abū Saʿīd Textile in Vienna
--> Markus Ritter: Kunst mit Botschaft: Der Gold-Seide-Stoff für Abū Saʿīd (Grabgewand Rudolfs IV. in Wien)
--> Das Wiener Dommuseum
--> Eine Abbildung in einem Fachartikel über orientalische Seiden: Abb. 2
--> Königliche Leichentücher in Böhmen (14. Jh.)
--> P. Diem: Der Stephansdom und seine politische Symbolik
--> Biographie Rudolfs IV.

Anhang#

Der österreichische Sozialhistoriker Ernst Karl Winter beschrieb in seinem Werk "Rudolph IV. von Österreich" schon 1934 das "Totengewand" Rudolfs (mit s/w-Abbildungen).
Vergleiche dazu die Darstellung des Wiener Dommuseums und den Artikel im "Standard"

Totengewand


Redaktion: P. Diem