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Hausmusik#

Anfangs Kennzeichen adeliger Haushaltungen, entwickelte sich seit dem späten 18. Jahrhundert parallel mit dem Erstarken des Bürgertums zu einer bürgerlichen Gattung, die in der Salonkultur des Biedermeier einen Höhepunkt erreichte. Die gesellschaftliche Krise in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Verfügbarkeit von Musik auf Tonträgern reduzierten die Hausmusik stark, brachten sie aber nicht vollständig zum Verschwinden. Obwohl das gesellige Musizieren in der Familie auch in der Volksmusik bekannt ist, ist der Begriff "Hausmusik" als bürgerliches Phänomen definiert. Privater Unterricht, öffentliche Musikschulen, aber auch eine entsprechende Produktion an leicht spielbarer, gering besetzter Musik ("Diletto musicale" und andere) sind die notwendigen Voraussetzungen einer Hausmusikkultur.