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Keltenwelt Frög bei Rosegg#

Kelten
Die Keltenwelt
Foto: H. Maurer 2015
Kelten heute
"Kelten" heute
Foto: H. Maurer 2015
In einem Essay des Austria-Forums sagt der leidenschaftliche Anwalt keltischer Kultur Johannes Preßl:

"Unter unseren vielen Ahnen, die Österreich besiedelt haben, sind es die Kelten, deren Bild bis heute am unschärfsten ist. Wer waren sie, woher kamen sie und wie groß ist ihr kulturelles Erbe, das uns heute noch umgibt und prägt?

Eines steht fest: Die Kelten waren kein „Volk“ sondern was „das Keltische“ ausmachte war, dass es sich um eine von anderen unterscheidbare Kultur handelte. „Kultur im Sinne einer ‚veredelten‘ Art miteinander zu leben, zu handeln und zu denken, sich auszudrücken – was übrigens bei den Kelten in der Regel mündlich, symbolisch, rätselhaft, übertreibend und humorvoll geschah. Dass die Kelten keine Schrift verwendeten macht genaue Aussagen naturgemäß besonders schwierig: Sie beruhen auf den Ausgrabungen vor allem von Gräberfeldern.

Kelten
"Kelten" heute
Foto: H. Maurer 2015
Kelten heute
"Kelten" heute
Foto: H. Maurer 2015
Der 2009 verstorbene Salzburger Autor Georg Rohrecker war ein exzellenter Kenner der keltischen Kultur.

Er macht klar dass unsere Geschichte wohl mehr keltisch als römisch oder germanisch war.

„Vermutlich nahezu tausend Jahre war das Gebiet des heutigen Österreich – insbesondere um die Salzbergbau-Metropolen Hallstatt und Hallein/Dürrnberg – bereits keltisch, bevor die begehrlichen Römer ihre Finger nach uns ausstreckten.“

Die Nennung der Kelten und deren Lokalisierung fällt mit der eisenzeitlichen Späthallstattkultur in Mitteleuropa zusammen.

Diese Kultur hatte sich seit etwa 800/750 v. Chr. in einer Region zwischen Ostfrankreich und Österreich mit seinen angrenzenden Ländern aus den ansässigen spätbronzezeitlichen Urnenfelderkulturen entwickelt.

Heute gibt es in der Nähe von vielen keltischen Ausgrabungen Keltenmuseen oder Keltendörfer, wie z.B. die Museen in Hallein und Hallstatt, das Oppidum , die Rest der großen Keltensiedlung Roseldorfoder, usw. Die Keltenwelten von Frög/Rosegg Roseg, Kärnten in Kärnten gehören dazu. Wie auch an anderen Orten treffen sich dort von Zeit zu Zeit Gruppen aus vielen Teilen Europas die keltische Kultur, Kleidung, Handwerk und Kunst beherrschen und dies spielerisch als ihre Art der Freizeitgestaltung nachempfinden. Bilder und Texte hier stammen von H. Maurer von einem solchen Treffen am 11./12. Juli 2015.

Handwerk
Salzsieden
Handwerk
Salzsieden
Handwerk
Der Salzsieder
Handwerk
Spinnen und Weben
Handwerk
Ausrasten
Handwerk
Räucherhütte. Der Rauch wird so weit geführt, dass er fast kalt ist. Damit wird das Fleisch sowohl geräuchert als auch getrocknet und besonders haltbar

Die Kelten waren auch schon Meister der Herstellung von Kunstobjekten aus Kupfer, Bronze und vor allem Blei. Frög wurde vor allem durch Funde von sehr schönen Bleiobjekten (etwa ein Kultwagen mit 6 Figuren) bekannt.

Handwerk
Kunstobjekte
Handwerk
Kunstobjekte
Handwerk
Kunstobjekte

Die Kelten starben nicht. Vor allem die wichtigen Anführer wurden mit Beigaben für das nächste Leben in großen Hügeln begraben. Durch einen solchen Hügel hat man Frög gefunden. Die Beisitzung erfolgte meist als Asche nach Verbrennung (das störte die Seele wenig) oder durch Begraben des Körpers. Viele Details der Kultur sind bis heute unbekannt.

Weg in eine andere Welt
Scheiterhaufen für ein Feuerbegräbnis
Weg in eine andere Welt
Eines der um 1910 gefundenen 600 Hügelgräber mit vielen Beigaben

Weiterführendes#

--> Keltenwelt Frög
--> Kelten (AEIOU)
--> Keltenideologie (ABC der Volkskunde)
--> Keltenmuseum Hallein
--> Keltenmuseum Hallein (Museen)
--> Funde in Hallstatt (Kronprinzenwerk)