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Obdach #

Wappen von Obdach
Wappen von Obdach

Bundesland: Steiermark Obdach, Steiermark
Bezirk: Murtal
Einwohner: 3.841 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 877 m
Fläche: 159,11 km²
Postleitzahl: 8742, 9463
Website: www.marktgemeinde-obdach.at
Mit 1.1.2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform des Landes Steiermark die Gemeinde Obdach mit
den Gemeinden Amering, Sankt Anna am Lavantegg und Sankt Wolfgang-Kienberg zusammengeschlossen. Die Gemeinde führt den Namen Obdach.


Spitalskirche Obdach
Spitalskirche in Obdach von außen
Foto: H. Maurer, 2009

Die Gemeinde Obdach (Bezirk Murtal) liegt im Tal des Granitzenbaches nördlich des Obdacher Sattels, dem Übergang vom Oberen Murtal ins Lavanttal. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Tal nach Westen auf die Seetaler Alpen mit dem höchsten Gipfel, dem Zirbitzkogel.

Die Straße über den Obdacher Sattel verbindet das Murtal mit dem Kärntner Lavantal und folgt einer alten, seit der Römerzeit benutzten Handelsstraße.

1190 wurde Obdach erstmals urkundlich erwähnt und 1324 zum Markt erhoben. Heute ist Obdach der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des gesamten Obdacherlandes - mit seinem geschlossenen Marktplatz, dem Torturm am Südende, den breiten alten Häusern, bietet er das Bild des mittelalterlichen Marktes.

Sehenswert im Ort und der Gemeinde sind u.a.

Obdach

  • Pfarrkirche hl. Ägydius (urk. 1207): 3-schiffig, romanisch-spätgotisch mit Westturm (1757-69) und spätgotischem Christophorusfresko (frühes 16. Jhdt.) sowie Sitzstatue (um 1470)
  • Spitalskirche (Umbauten 16. und 17. Jahrhundert) mit Hochaltar (um 1660-70) und spätgotischen Heiligenfiguren (um 1470), in den Kapellen Schnitzaltäre (1715 und 1712) und Mariensäule (1716)
    Zu den Prunkstücken zählen das Vesperbild von 1410, eine gotische Maria mit dem Kind von ca. 1470 in barocker Fasssung, der thronende Bauernpapst von 1480/90, einer individuellen und lebensnahen Plastik. Das großartig charakterisierte Greisenalter, das ausgemergelte, faltenreiche und zahnlose Gesicht sichert der Figur einen isolierten Rang innerhalb der spätgotischen Plastik der Steiermark. Der bisher nicht näher bestimmte Künstler ist vermutlich in Judenburg ansässig gewesen. In Abhängigkeit vom Bauernpapst ist der heilige Ädydius aus der Pfarrkirche Obdach zu sehen.
  • ehemaliges Schloss Rosenbach (Umbau 1880)
  • Torturm
  • geschlossenes Ensemble von Bürgerhäusern (im Kern 15. Jahrhundert)

Amering

  • Pfarrkirche von St. Georgen in Obdachegg (urk. um 1420, urspr. Wehrkirche des 14./15. Jh., erneuert nach Brand 1867) mit Renaissaince-Portal (um 1600), gotischer Freskenzyklus (spätes 14. Jh.) und Hochaltar (1670–80) mit Bild des hl. Georg (1841), Barockstatuen

St. Anna am Lavantegg

  • Pfarrkirche (erbaut 1689, 1737 erweitert), Barockhochaltar mit reicher Ornamentik und prächtigen Barockstatuen von Balthasar Prandtstätter, Seitenaltäre und Kanzel 18. Jh., Barockorgel (Umbau von M. Mauracher, 1912), Darstellung von Passionsszenen (17. Jh.)

St-Wolfgang-Kienberg

  • Spätgotische-barocke Pfarrkirche (urkundlich 1612) mit spätgotischem Chor, Schiff (17. Jh.), barocke Seitenaltäre, Votivbilder (um 1700)

Umrahmt von den Seetaler Alpen (mit Zirbitzkogel, 2.397 m) und der Stubalpe (mit Ameringkogel, 2.186 m, und Größingberg, 2.131 m) sind die Ortschaften der Gemeinde Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, Bergfahrten und Mountainbike-Touren im Sommer; im Winter kann man die verschiedensten Wintersportarten ausüben.
Die "Zirbe" als Namensgeber der Region "Zirbenland" bestimmt Natur und Produktangebot – vom Zirbenschnaps über Zirbenkugeln bis zum Zirbenbett.

Weiterführendes#

Literatur#

  • E. Grillitsch, Die wirtschafts- und sozialgeographischen Veränderungen in der Marktgemeinde Obdach, Diplomarbeit, Graz 1991