unbekannter Gast

Volksoper#

Volksoper
Volksoper, 2010
Foto: Doris Wolf

Die Volksoper wurde 1898 als Kaiser-Jubiläums-Stadttheater nach Plänen von F. Freiherr von Krauß und A. Graf am Währinger Gürtel in Wien erbaut und unter Direktor Adam Müller-Guttenbrunn (1898-1903) mit H. von Kleists "Hermannsschlacht" eröffnet.

Sie war zunächst nur Sprechbühne, später wurden unter Direktor R. Simons (1903-17) auch Opern und Singspiele aufgenommen, daher der Name Volksoper. Unter den Direktoren R. Mader (1917-19) und Felix Weingartner (1919-24) entwickelte sich die Volksoper durch eine anspruchsvolle Spielplangestaltung zu Wiens 2. repräsentativen Opernhaus. 1928 ging das Haus in Konkurs, wurde 1929-31 unter J. Feldhammer und Otto Ludwig Preminger als "Neues Wiener Schauspielhaus" mit Sprechstücken, später meist mit leichten Operetten bespielt und 1938 von der Stadt Wien als "Opernhaus der Stadt Wien" übernommen.

Nach 1945 neben dem Theater an der Wien als Ausweichquartier für die Staatsoper verwendet, wurde die Volksoper (Direktor H. Juch, 1946-55) in den neu gegründeten Verband der Bundestheater aufgenommen.

Seitdem haben die Direktoren Franz Salmhofer (1955-63), Albert Moser (1963-73), Karl Dönch (1973-86), Eberhard Waechter (1987-92) Ioan Holender (1992-96), Klaus Bachler (1996-99), Dominique Mentha (1999-2003) und Rudolf Berger (2003-2007) das Profil der Volksoper geprägt. 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Leitung.

Der Platz vor der Volksoper wurde nach einem ihrer langjährigen Direktoren Franz-Salmhofer-Platz benannt.


Weiterführendes#

Literatur#

  • O. Fritz (Hg.), 95 Jahre Wiener Volksoper, 1993
  • K. Bachler, Die Volksoper, 1998