unbekannter Gast
vom 13.11.2015, aktuelle Version,

Andreas II. Thanrädl

Andreas II. Freiherr von Thanrädl (auch Thannrädel, Thonrädl, Thonradl) (* 1572; † 1643) war evangelischer Verordneter der niederösterreichischen Stände und wurde am 2. September 1620 in die Acht erklärt. Er emigrierte 1643 nach Deutschland (Brandenburg - Bayreuth).

Sein Vater war Baltasar Christoph I. Freiherr von Thanrädl (1535–1600), Herr zu Thernberg, Rechberg und Ebergassing, Ober- und Unter-Landmarschallamt, 1595 Hofkammer-Rat und Obersilber-Kämmerer, seine Mutter war Afra von Teufel († 1594). Andreas Freiherr von Thanrädl war der Wortführer der evangelischen Adeligen 1618 bei der Audienz bei Kaiser Matthias. Bei der "Sturmpetition" am 5. Juni 1619 soll er den Erzherzog Ferdinand am Wams angegriffen und angeschrien haben: "Nandl, willst unterschreiben!". [1] [2] Am 2. September 1620 wurde Andreas in die Acht erklärt und die Herrschaften Ebergassing, Wienerherberg und ein Haus in Wien werden als verfallene Güter eingezogen.

Andreas heiratete 1598 Maria Magdalena Freiin von Burckmülching († 1598) und 1599 Agnes von Künneritz.

Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Aquarell von Edward von Steinle in der ÖNB
  2. "Das sprechende Kruzifix" auf Sagen aus Wien