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vom 19.12.2016, aktuelle Version,

Bezirkskrankenhaus (Österreich)

Als Bezirkskrankenhaus bezeichnet man in Österreich öffentlich-rechtliche Krankenhäuser, deren Träger ein Gemeindeverband, bestehend aus den jeweiligen Gemeinden eines politischen Bezirkes ist. Die üblicherweise verwendete Abkürzung ist „BKH“.

Träger

Der Träger dieser Krankenhäuser ist nicht die Bezirkshauptmannschaft, sondern ein eigens gegründeter Gemeindeverband, dem alle Gemeinden eines Bezirkes angehören. Die Gemeinden sind im Verband durch die jeweiligen Bürgermeister vertreten, Vorsitzender des Verbandes einer von ihnen.[1][2] Durch die Übernahme von Bezirkskrankenhäusern in Landesgesellschaften gibt es nur mehr fünf Bezirkskrankenhäuser in Tirol, wovon eines zu 50 % dem Land gehört.

Liste der Bezirkskrankenhäuser

Tirol

Niederösterreich

Das Landesklinikum Mistelbach war in der Monarchie von 1909 ein Bezirkskrankenhaus. Dieser Krankhausverband wurde während des Zweiten Weltkrieges aufgelöst.[3] Von 1928 bis 2004 gehörte das Krankenhaus Lilienfeld einem Gemeindeverband des Bezirkes, ebenso ab 1974 das Krankenhaus Mistelbach einem Verband von Gemeinden des Bezirkes Mistelbach. Sie hatten zwar nicht den Namen, jedoch den Charakter von Bezirkskrankenhäusern. 2005 wurden sie als Landeskliniken in die eigens gegründete Niederösterreichische Landeskliniken-Holding übernommen.[4][5]

Auch das Landesklinikum Mödling führte in der Zeit nach dem Anschluss in der Verwaltung Groß-Wiens die Bezeichnung bis nach dem Staatsvertrag im Jahr 1956, wo es in niederösterreichischen Landesbesitz überging.[6]

Einzelnachweise

  1. Der Gemeindeverband, BKH Kufstein
  2. Gemeindeverband, BKH Lienz
  3. Die Geschichte des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf abgerufen am 2. März 2014
  4. Chronik, Landesklinikum Lilienfeld
  5. Chronik, Landesklinikum Mistelbach
  6. Chronik des Landesklinikums Baden-Mödling abgerufen am 2. März 2014