Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 26.10.2018, aktuelle Version,

Bezirk Kufstein

Lage
Bezirk ImstInnsbruckBezirk Innsbruck-LandBezirk KitzbühelBezirk KufsteinBezirk LandeckBezirk LienzBezirk ReutteBezirk Schwaz Lage des Bezirks Kufstein im Bundesland Tirol (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Basisdaten
Bundesland Tirol
NUTS-III-Region AT-335
Verwaltungssitz Kufstein
Fläche 969 km²
Einwohner 108.492 (1. Jänner 2018)
Bevölkerungsdichte 112 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen KU
Bezirkshauptmannschaft
Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer
Webseite www.tirol.gv.at/kufstein
Karte
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Bezirk Kufstein im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

Der Bezirk Kufstein ist ein politischer Bezirk des österreichischen Bundeslandes Tirol.

Allgemeines

Im Norden grenzt er an den Freistaat Bayern (Landkreis Miesbach, Landkreis Rosenheim und Landkreis Traunstein), im Südwesten an den Bezirk Schwaz und im Südosten an den Bezirk Kitzbühel.

Der Bezirk Kufstein war lange Zeit in bayerischer Hand, bevor er 1506 mit dem Bezirk Kitzbühel (damals die drei Gerichte Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel) an Tirol und somit später an Österreich kam.

Vorgänger des Bezirks war das bayerische Landgericht Kufstein zwischen 1805 und 1814, zu welchem auch die heutigen in Bayern liegenden Gemeinden Kiefersfelden, Oberaudorf und Teile von Flintsbach am Inn gehörten.[1] Als Kufstein durch den Rieder Vertrag wieder Österreich zugeschlagen wurde, entstand 1849 der Gerichtsbezirk Kufstein. Im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[2] wurde dieser dann ab 1868 gemeinsam mit dem Gerichtsbezirk Rattenberg zum politischen Bezirk Kufstein zusammengefasst.[3]

Heute ist er der drittbevölkerungsreichste Bezirk Tirols und schnell wachsender Bezirk. Kufstein und Wörgl zählen zu den größten Städten Tirols, mit den angrenzenden Gemeinden Ebbs, Kirchbichl, Langkampfen und Kundl bilden sie wirtschaftlich und einwohnermäßig das Zentrum des Bezirks.

Der Bezirk mit einer Fläche von 968,82 km² ist Teil der Euregio Inntal und der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino.

„Alte“ Bezirkshauptmannschaft

Verkehr

Durch den Bezirk verlaufen die Inntal Autobahn A 12 und die Westbahn (ab Wörgl Hauptbahnhof mit einem Ast über Zell am See und einem Ast über Kufstein nach Salzburg). In Langkampfen befindet sich ein kleiner Flugplatz, der vornehmlich von Segelfliegern genutzt wird. Die großen Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München sind jeweils rund 100 km entfernt. Von Kufstein bis Niederndorf gab es bis 2011 eine touristisch orientierte Innschifffahrt, mangels Fahrgästen wurde diese nach 14 Betriebsjahren eingestellt.[4]

Geografie

Der Bezirk umfasst hauptsächlich den untersten Teil des Tiroler Unterinntals bis zur bayrischen Grenze und die Seitentäler Alpbachtal, Brandenberger Tal, Wildschönau, Thierseetal, die Untere Schranne bzw. Teile des Kufsteiner Beckens liegen bereits im Alpenvorland.

An Gebirgen hat er Anteil an den Brandenberger Alpen, den Kitzbüheler Alpen, dem Kaisergebirge und den Chiemgauer Alpen.

Bedeutende Seen sind: Reintaler See, Thiersee, Hechtsee, Hintersteiner See und Walchsee.

Ab der Stadt Kufstein innabwärts liegt der Talboden auf unter 500 Meter Meereshöhe.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft im Bezirk ist vor allem durch den Dienstleistungsbereich geprägt, hier ist der Handel und der Tourismus vorherrschend. Wichtige Industriestandorte sind Kundl, Kufstein, Wörgl und Brixlegg. Die größten Produktionsbetriebe finden sich in den Sparten pharmazeutische Industrie, Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und Bauwirtschaft.

Der Bezirk hat einen relativ hohen Anteil an Auspendlern, vor allem in die benachbarten Bezirke und nach Innsbruck.

Verwaltungsgliederung

Gemeinden

Der Bezirk Kufstein gliedert sich in 30 Gemeinden. Darunter befinden sich drei Städte und zwei Marktgemeinden. Die Einwohnerzahlen entsprechen dem Stand vom 1. Jänner 2018.[5]

Die flächenmäßig größte Gemeinde des Bezirks ist mit 130,02 km² die Gemeinde Brandenberg, während die Stadtgemeinde Rattenberg mit 0,11 km² die kleinste Gemeindefläche besitzt (es ist außerdem die kleinste Gemeinde in Österreich). Jedoch liegt die Bevölkerungsdichte in Rattenberg am höchsten, in Brandenberg am niedrigsten.

Die Stadt Kufstein ist mit 19.223 (1. Jänner 2018)[5] Einwohnern die einwohnerstärkste Gemeinde, Mariastein ist mit 362 (1. Jänner 2018)[5] Einwohnern das einwohnermäßige Gegenstück von Kufstein.

Planungsverbände

Der Bezirk ist in sechs Planungsverbände aufgeteilt, wovon drei auch Gemeinden im Bezirk Kitzbühel umfassen:[6]

  • Planungsverband 26 – Brixlegg und Umgebung
  • Planungsverband 27 – Kufstein und Umgebung
  • Planungsverband 28 – Untere Schranne – Kaiserwinkl
  • Planungsverband 29 – Wörgl und Umgebung
  • Planungsverband 30 – Wilder Kaiser
  • Planungsverband 37 – Brixental – Wildschönau
Regionen in der Tabelle sind Tiroler Planungsverbände (Stand: März 2017)
Gemeinde Lage Ew km² Ew / km² Gerichts­bezirk Region Typ

Foto
Alpbach
2.561 58,35 44 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Angath
1.008 3,49 289 Kufstein 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Angerberg
1.890 19,48 97 Rattenberg 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Bad Häring
2.777 9,28 299 Kufstein 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Brandenberg
1.523 130,02 12 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Breitenbach am Inn
3.475 37,97 92 Rattenberg 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Brixlegg
2.970 9,12 326 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Markt-
gemeinde

Ebbs
5.601 39,98 140 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Ellmau
2.828 36,32 78 Kufstein 30 - Wilder Kaiser Gemeinde

Erl
1.540 26,92 57 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Kirchbichl
5.855 14,93 392 Kufstein 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Kramsach
4.891 26,85 182 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Kufstein
19.223 39,37 488 Kufstein 27 - Kufstein und Umgebung Stadt-
gemeinde

Kundl
4.464 21,89 204 Rattenberg 29 - Wörgl und Umgebung Markt-
gemeinde

Langkampfen
4.108 26,47 155 Kufstein 27 - Kufstein und Umgebung Gemeinde

Mariastein
362 2,38 152 Kufstein 29 - Wörgl und Umgebung Gemeinde

Münster
3.317 27,73 120 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Niederndorf
2.736 7,22 379 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Niederndorferberg
706 12,13 58 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Radfeld
2.495 14,32 174 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Rattenberg
411 0,11 3736 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Stadt-
gemeinde

Reith im Alpbachtal
2.722 27,41 99 Rattenberg 26 - Brixlegg und Umgebung Gemeinde

Rettenschöss
513 16,24 32 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Scheffau am Wilden Kaiser
1.449 31,45 46 Kufstein 30 - Wilder Kaiser Gemeinde

Schwoich
2.515 18,74 134 Kufstein 27 - Kufstein und Umgebung Gemeinde

Söll
3.631 45,9 79 Kufstein 30 - Wilder Kaiser Gemeinde

Thiersee
2.990 108,56 28 Kufstein 27 - Kufstein und Umgebung Gemeinde

Walchsee
1.878 39,22 48 Kufstein 28 - Untere Schranne–Kaiserwinkl Gemeinde

Wildschönau
4.242 97,3 44 31 - Brixental–Wildschönau Hochtal Wildschönau Gemeinde

Wörgl
13.811 19,68 702 Kufstein 29 - Wörgl und Umgebung Stadt-
gemeinde

Bevölkerungsentwicklung

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Statistik des Königreiches Bayern in Beziehung auf materielle bürgerliche Gesetze mit Ausschlusse des Rhein-Kreises Jahrgang 1828, Michael Jaeck
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  4. Die letzte Fahrt der St. Nikolaus auf dem Inn 2011 (Memento des Originals vom 16. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tirol-schiffahrt.at auf www.tirol-schiffahrt.at, abgerufen am 22. September 2017
  5. 1 2 3 Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002-2018 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2018) (CSV)
  6. https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/landesentwicklung/raumordnung/ueberoertl_ro/Planungsverbaende/Karte_Planungsverbaende080923.pdf