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vom 16.06.2017, aktuelle Version,

Brixlegg

Brixlegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Brixlegg
Brixlegg (Österreich)
Brixlegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 9,12 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 11° 53′ O
Höhe: 534 m ü. A.
Einwohner: 2.954 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6230
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Römerstraße 1
6230 Brixlegg
Website: www.brixlegg.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Puecher (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)

9 ÖVP-Liste des Bürgermeisters, 4 FPÖ und Parteifreie Liste Brixlegg, 2 Parteifreie und Grüne Brixlegg - PGB

Lage der Marktgemeinde Brixlegg im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Brixlegg im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Brixlegg von oben
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Brixlegg ist eine Marktgemeinde (seit 1927) mit 2954 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Kufstein des Bundeslandes Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geografie

Brixlegg liegt im Tiroler Unterinntal am Eingang des Alpbachtals. Der Ort stellt eine der ältesten Siedlungsräume des Unterinntals dar. Brixlegg ist über die Inntalautobahn A 12 und die Unterinntalbahn mit S-Bahn-Anschluss erreichbar (siehe Bahnhof Brixlegg). Der Ortsteil Zimmermoos liegt am Hang verstreut mit einigen Bauernhöfen.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Brixlegg (1737)
  • Mehrn (797)
  • Zimmermoos (266)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Brixlegg und Zimmermoos.

Nachbargemeinden

Radfeld
Reith im Alpbachtal Alpbach
Radfeld liegt im Inntal hinter Rattenberg, grenzt im Bergland östlich von Rattenberg an

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung als Prisslech stammt aus der Notitia Arnonis von 788790, einem Güterverzeichnis des Salzburger Erzbischofs Arn. Davon ist eine Abschrift aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erhalten, das Original ging verloren. Die betreffende Stelle lautet:
In pago qui dicitur Inter Valles: ad Ratfeld ecclesia cum territorio, ad Prisslech similiter (‚Im Gau, der «Zwischen den Tälern» genannt wird: in Radfeld eine Kirche mit Landbesitz, in Brixlegg ebenso‘).[2][3] Der ‚Zwischentalgau‘ entspricht etwa dem heutigen Unterinntal.[4]

Zur Blütezeit des Kupfererzabbaus stand hier das größte Schmelzhüttenwerk Tirols (landesfürstliche Schmelzhütte, heute Montanwerke).

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Ortsbild weitgehend durch Bombardierungen zerstört. Auch die circa 150 m lange Eisenbahnbrücke war Ziel mehrerer Bombenabwürfe und wurde letztlich gesprengt.[5] 1948 wurde sie wieder errichtet. Erhalten geblieben sind die Ansitze Grasegg und Lanegg und das Kupferschmiedhaus aus dem 17. Jahrhundert.

Politik

Der Gemeinderat hat 15 Sitze:

Bürgermeister
  • seit 1988 Rudolf Puecher (ÖVP)

Städtepartnerschaften

Brixlegg unterhält eine Partnerschaft mit Aichach in Schwaben, dem Geburtsort von Ludwig Steub und seit 1982 mit Matzen-Raggendorf in Niederösterreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Brixlegg bei Nacht - Blick Richtung Westen

Unternehmen

Die aus dem Schmelzhüttenwerk hervorgegangenen Montanwerke Brixlegg sind heute die einzige Kupferhütte Österreichs und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Durch verschiedene Maßnahmen konnten die Emissionen durch das Werk Ende des 20. Jahrhunderts beträchtlich gesenkt werden. heute wird hier kein Kupfer mehr abgebaut, sondern Altkupfer aufgearbeitet.

Weitere Arbeitgeber sind die Textilindustrie (Giesswein), Abfüllung von natürlichem Mineralwasser und Erzeugung von alkoholfreien Getränken (Silberquelle) und der Tourismus (Schwerpunkt im Winter) im Einzugsgebiet der Schigebiete Kramsach und Alpbach. Die heilkräftige Schwefelquelle Bad Mehrn wird für Therapiezwecke genutzt.

Sport

International bekannt ist Brixlegg vor allem in der Skateboard-Szene, da sich in Brixlegg ein Cradle Skatepark befindet, dessen Bauweise in Europa einzigartig ist. Das herausragendste Merkmal des Parks ist der namensgebende Cradle (eine Art halbe Kugel aus Beton in welcher Skateboarder durch die Fliehkraft fast kopfüber fahren können).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Brixlegg, Marktstraße und Kirche „Unsere Liebe Frau Vermählung“
  • Pfarrkirche Unsere Liebe Frau mit der Friedhofskapelle und den Friedhofsarkaden im Ort
  • Filialkirche Hl. Bartholomäus mit der darunter liegenden Mehrner Heilquelle in Bad Mehrn
  • Kapelle Mariahilf, auch Maria im Grünwald, östlich auf einem Hügel
  • Kapelle auf dem Mühlbichl
  • Schwarzenbergkapelle in Zimmermoos
  • Wolfenkapelle
  • Schloss Lanegg
  • Speicherkasten am Innufer
  • Ehemaliger Pestfriedhof[6]
  • Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum – widmet sich der historischen Bergbautradition[7]

Vereine

  • Die Sportschützen, mit einer eigenen Anlage in Mehrn
  • Schützenkompanie Brixlegg
  • SPG Brixlegg/Rattenberg/Reith, Fußballclub SPG Brixlegg/Rattenberg/Reith
  • Landjugend Jungbauernschaft Brixlegg
  • Offroadclub, Club 4x4-Tirol – Offroadvereinigung
  • Skatervereinigung, Skate & Board-Club 31
  • Tennisclub Brixlegg
  • Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg
  • SV Brixlegg (Zweigvereine z. B. Eisstockschießen, Leichtathletik)
  • Marktmusikkapelle Brixlegg
  • Schiclub Brixlegg

Söhne und Töchter des Ortes

  Commons: Brixlegg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Fritz Lošek: Notitia Arnonis und Breves Notitiae. In: Herwig Wolfram (Hrsg.): Quellen zur Salzburger Frühgeschichte. Wien 2006, S. 9–178.
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Hrsg.: Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m. b. H. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 39–40 Nr. 59.
  4. Herwig Wolfram: Salzburg, Bayern, Österreich: die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit. Hrsg.: Institut für Österreichische Geschichtsforschung Wien. Band 31 von Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband. Oldenbourg Verlag, 1995, ISBN 978-3-7029-0404-3, III. Politische Ordnung und Institutionen. Abschnitt Gau und „Gaugenossen“, S. 160 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. 5 Fotos zur Zerstörungen im Jahre 1945, brixlegg.tirol.gv.at
  6. Dehio Tirol 1980
  7. Tiroler Bergbau- und Huettenmuseum. In: tiroler-bergbau.at. Abgerufen am 24. Mai 2017.