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vom 07.02.2020, aktuelle Version,

Bruck am Ziller

Bruck am Ziller
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bruck am Ziller
Bruck am Ziller (Österreich)
Bruck am Ziller
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 6 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 11° 51′ O
Höhe: 579 m ü. A.
Einwohner: 1.124 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 187 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6260
Vorwahl: 05288
Gemeindekennziffer: 7 09 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 40 a
6260 Bruck am Ziller
Website: www.bruck-am-ziller.at
Politik
Bürgermeister: Alois Wurm (BLB)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)
  • 5 Gemeinsame Liste der Arbeiter, Angestellten, Bauern, Gewerbetreibenden und Pensionisten von Bruck – GLB
  • 2 Allgemeine Liste Bruck – AL
  • 4 Bürgerliste Bruck, Alois Wurm – BLB
Lage von Bruck am Ziller im Bezirk Schwaz
AchenkirchAschau im ZillertalBrandbergBruck am ZillerBuch in TirolEben am AchenseeFinkenbergFügenFügenbergGallzeinGerlosGerlosbergHainzenbergHart im ZillertalHippachJenbachKaltenbachMayrhofenPillRamsau im ZillertalRied im ZillertalRohrbergSchlittersSchwazSchwendauStansSteinberg am RofanStrass im ZillertalStummStummerbergTerfensTuxUdernsVompWeerWeerbergWiesingZell am ZillerZellbergTirol Lage der Gemeinde Bruck am Ziller im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Bruck am Ziller ist eine Gemeinde mit 1124 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schwaz.

Geografie

Geografische Lage

Das Straßendorf Bruck breitet sich am Eingang des Zillertals, östlich vom Ziller auf einer niedrigen Terrasse aus. Hinter dem Dorf steigt der Berghang steil auf. Zu Bruck gehören noch der Weiler Imming sowie verstreute Höfe am Bruckerberg.

Über den 1111 m hohen Kerschbaumersattel besteht eine Straßenverbindung nach Reith im Alpbachtal.

Die Gemeinde ist stark von der Landwirtschaft geprägt, daneben gibt es noch kleinere Gewerbe- und Tourismusbetriebe. Viele Bewohner pendeln zu ihrer Arbeitsstätte aus.

Nachbargemeinden

Fügen, Hart im Zillertal, Reith im Alpbachtal, Schlitters, Strass im Zillertal.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Bruck am Ziller (604)
  • Bruckerberg (104)
  • Imming (416)

Geschichte

Wahrscheinlich bestand schon in der Römerzeit im Raum von Bruck ein wichtiger Straßenübergang im Inntal über den Ziller, der die Grenze zwischen den römischen Provinzen Raetia im Westen und Noricum im Osten bildete. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bruck im Jahr 1188 als „villa Prvkke“[2], was auf den Bau von festen Brücken über den Ziller zurückzuführen ist. Der Weiler Imming wird schon 976 als „Himinga“ erwähnt und weist auf eine bajuwarische Besiedlung hin.

Politisch gehörte Bruck nicht zur Herrschaft der Bischöfe von Salzburg, sondern zum bayrischen und seit 1504 zum tirolischen Gericht (Verwaltungsbezirk) Rattenberg. Erst 1811 wurde Bruck eine selbständige Gemeinde.

Im 16. und 17. Jahrhundert wurde am Reitherkogel nach Kupfer und Silber geschürft. Die reformatorischen Kirchenbewegungen, darunter die radikalen Täufer, stießen bei der Bevölkerung am Beginn des 16. Jahrhunderts auf großen Anklang, wurden bei der Obrigkeit aber als gefährlich angesehen. Zwischen 1528 und 1539 wurden in Rattenberg 71 Täufer, die ihren Glauben nicht widerrufen wollten, hingerichtet, darunter auch zahlreiche Bewohner von Bruck.

Während des Tiroler Aufstandes war 1809 auch Bruck ein Schauplatz dieses gescheiterten Befreiungskampfes. Seit 1939 gehört Bruck nicht mehr zum Bezirk Kufstein, sondern zum Bezirk Schwaz. Schwaz ist auch seit 1969 Gerichtsort (des Bezirksgerichts).

Wappen

Blasonierung: Auf Grün ein breiter silberner rechter Schrägbalken mit darübergelgtem schmalen schwarzen Balken.[3]

Das 1973 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit einer stilisierten Brücke als redendes Wappen den Ortsnamen und verweist auf die Bedeutung des seit der Römerzeit bestehenden Übergangs.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Commons: Bruck am Ziller  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 338–340, Nr. 827.
  3. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 30/1973. (Digitalisat)
  4. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 73.