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vom 21.04.2017, aktuelle Version,

Bundesgymnasium Babenbergerring

Bundesgymnasium Babenbergerring
Schulform Bundesgymnasium
Gründung 1666
Ort Wiener Neustadt
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 47° 48′ 57,8″ N, 16° 14′ 25,2″ O
Website www.bg-bab.ac.at
Gymnasium am Babenbergerring (seit 1910), hinten die Türme vom Dom von Wiener Neustadt
Gymnasium im Jesuitenkollegium in der Neunkirchner Straße (1666–1773)
Gymnasium im Stift Neukloster in der Neuklostergasse (1804–1872)
Gymnasium in der Herzog-Leopold-Straße (1872–1910)

Das Bundesgymnasium Babenbergerring ist ein Bundesgymnasium in der Stadt Wiener Neustadt in Niederösterreich.

Geschichte

Am 17. Jänner 1666 erfolgte mit einem Majestätsbrief von Kaiser Leopold I. die Gründung eines Gymnasiums mit den Jesuiten in Wiener Neustadt. Mit dem Verbot des Jesuitenordens im Jahre 1773 fand das Jesuitengymnasium im Jesuitenkollegium in der Neunkirchner Straße ein plötzliches Ende und 31 Jahre war die Stadt ohne Gymnasium. Das Gebäude wurde dem Paulerorden übergeben. Mit kaiserlichem Dekret vom 28. August 1783 wurde die Kollegiumskirche entweiht. Die Jesuitengruft unter der Kirche wurde am 2. März 1787 geräumt. 1892 ging der Gebäudekomplex an die Wiener Neustädter Sparkasse und 1898 erfolgte der Umbau der Kirche zu einem Festsaal.

Jahrelange Bemühungen führten zu einer Neugründung des Gymnasiums im Jahre 1804 mit dem Orden der Zisterzienser. Die Lehrer wurden durch die vier Klöster Stift Neukloster, Stift Heiligenkreuz, Stift Lilienfeld und Stift Zwettl gestellt.

Ab 1872 wurde das Gymnasium als Staatsgymnasium im ehemaligen Karmelitinnenklostergebäude und späteren Stadttheater in der Herzog-Leopold-Straße geführt. 1910 erfolgte der Umzug in das eigens errichtete Schulgebäude am Babenbergerring. Von 1943 bis 1945 war das Gymnasium wegen des Luftkrieges im Zweiten Weltkrieg in der Landgemeinde Ysper im Bezirk Melk untergebracht.

Architektur

Der monumentale viergeschossige Bau mit Risalitgliederung wurde 1909/1910 nach den Plänen des Architekten Georg W. Mayer erbaut. Der Bau mit Risalitgliederung hat im Mittelrisalit im Sturzfeld des 4. Geschosses ein Maskenfeld. Das Gebäude wurde nach schweren Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg bis 1949 wiederaufgebaut.

Bekannte Schüler

  • Vinzenz Kotzina (1919–1926), Bundesminister für Bauten
  • Michael Stern (1897–1989), österreichischer Rechtsanwalt
  • Wilhelm Waldstein (1897–1974), Pädagoge, Schriftsteller und Komponist, Matura 1916, Lehrer 1945–1946
  • Peter Wittmann (* 1957), Matura 1975, Bürgermeister von Wiener Neustadt 1993–1997, Abgeordneter zum Nationalrat seit 2000

Literatur

  • 300 Jahre Gymnasium Wiener Neustadt 1666–1966. Festschrift zur 300-Jahr-Feier des Bundesgymnasiums Wiener Neustadt, Wiener Neustadt 1966.
  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich südlich der Donau 2003. Wiener Neustadt, Babenbergerring Nr. 10/Frauengasse Nr. 14, Bundesgymnasium, S. 2655.
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