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vom 20.12.2018, aktuelle Version,

Draßmarkt

Marktgemeinde
Draßmarkt
Wappen Österreichkarte
Wappen von Draßmarkt
Draßmarkt (Österreich)
Draßmarkt
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 36,21 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 16° 24′ O
Höhe: 341 m ü. A.
Einwohner: 1.388 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7372
Vorwahl: 02617
Gemeindekennziffer: 1 08 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Draßmarkt
Hauptstraße 39

7372 Draßmarkt

Website: www.drassmarkt.at
Politik
Bürgermeister: Anton Wiedenhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
11
8
11  8 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf
DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenland Lage der Gemeinde Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Draßmarkt (ungarisch: Vámosderecske, ab 1899: Sopronderecske, kroatisch: Racindrof) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich mit 1388 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018).

Geografie

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Draßmarkt, Karl und Oberrabnitz.

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Draßmarkt dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1289 in der Güssinger Fehde (als befestigter Ort „Traizzendorf“). 1425 gehörte der Ort zur Burg Landsee und bildete eine Filialstation zur Einhebung der Maut. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Ortsname zu „Tracondorff“ und 1614 zu „Drassendorf“. Im selben Jahr wurde dem Ort von König Matthias Corvinus das Marktrecht und die niedere Gerichtsbarkeit verliehen. 1784 führte der Ort den Namen Drosenmarkt bis sich daraus schlussendlich der Name „Draßmarkt“ bildete.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). 1971 wurden die Orte Karl und Oberrabnitz zu Draßmarkt eingemeindet. 1973 erfolgte die Weiterverleihung des Marktrechts an die Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,38
(+0,95)
44,62
(-0,95)
   
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Gemeindeamt Draßmarkt

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 19 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 597 55,38 11 633 54,43 10 709 64,10 13 613 56,97 11 627 63,40 12
SPÖ 481 44,62 8 530 45,57 9 375 33,91 6 446 41,45 8 362 36,60 7
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 22 1,99 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 17 1,58 0 nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1398 1398 1341 1285 1235
Wahlbeteiligung 86,34 % 92,35 % 90,16 % 93,00 % 91,01 %

Gemeindevorstand

Neben Bürgermeister Anton Wiedenhofer (ÖVP) und Vizebürgermeister Alois Bader (SPÖ) gehören weiters Alois Kornfeld (SPÖ), Ortsvorsteherin Regina Schlögl (ÖVP) und Barbara Werkovits (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[6]

Zum Gemeindekassier wurde Werner Gschirtz (ÖVP) und zum Umweltgemeinderat Richard Werkovits (ÖVP) gewählt.[6]

Zu Ortsvorstehern wurden Sabine Schlögl (ÖVP; für Karl) und Regina Schlögl (ÖVP; für Oberrabnitz) gewählt.[6]

Bürgermeister

Bürgermeister ist Anton Wiedenhofer (ÖVP). Er war zuvor bereits seit 2007 Vizebürgermeister. Wiedenhofer wurde am 11. Februar 2017 vom Gemeinderat als Nachfolger von Rudolf Pfneisl (ÖVP), der seit 2002 der Gemeinde vorstand, gewählt.[7] Anlässlich der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Wiedenhofer mit 55,99 % in seinem Amt bestätigt. Er erreichte damit ein besseres Ergebnis als sein Vorgänger bei der Wahl 2012. Sein Mitbewerber war der bisherige Vizebürgermeister Alois Bader (SPÖ), der 44,01 % erreichte.[2] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Bader neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt.[6]

Leiter des Gemeindeamts ist Martin Werkovits.[8]

Chronik der Bürgermeister

  • 1971–1982 Franz Binder (ÖVP)
  • 1982–1992 Anton Kerschbaum (SPÖ)
  • 1992–2002 Franz Wiedenhofer (ÖVP)
  • 2002–2017 Rudolf Pfneisl (ÖVP)
  • seit 2017 Anton Wiedenhofer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Draßmarkt
Pfarrkirche Oberrabnitz

Draßmarkt

Karl

  • Katholische Kirche zur Heiligen Katharina
  • Oswaldikapelle

Oberrabnitz

Vereine

Draßmarkt

Außerdem die Musikgruppen „Musikverein Heimatklänge Draßmarkt“ und „Dedicated to“.

Oberrabnitz

  • Dartverein
  • Freiwillige Feuerwehr Oberrabnitz
  • Kultur- und Dorferhaltungsverein
  • Oberrabnitzer Theatergruppe
  • Musikverein Blasmusik Oberrabnitz
  • Musikgruppe Amicae

Karl

  • Freiwillige Feuerwehr Karl
  • Kolpingsfamilie
  • Pensionistenverband
  • Schnupferverein
  • Sportunion
  • Verschönerungsverein

Persönlichkeiten

Oberrabnitz

  • Johann Kobor, geb. Liebentritt, ehemaliger Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und ehemaliger Bürgermeister von Frauenkirchen
  • Manfred Seidl, LBD Ingenieur, ehemaliger Landesfeuerwehrkommandant Burgenland (1989–2009)
  • Franz Supper, Tenor am Salzburger Landestheater

Karl

  Commons: Draßmarkt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Draßmarkt 2017 (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Draßmarkt 2012 (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Draßmarkt 2007 (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  5. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Draßmarkt 2002 (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  6. 1 2 3 4 Marktgemeinde Draßmarkt: Gemeinderat (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  7. Burgenländische Volkszeitung vom 12. Februar 2017: Bürgermeisterwechsel in Draßmarkt (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  8. Marktgemeinde Draßmarkt: Gemeinde (abgerufen am 21. Dezember 2017)
  9. Direktion der Berufsschule Eisenstadt (Memento vom 30. September 2008 im Internet Archive)
  10. St. Martinsorden für Johannes Fenz in ORF.at vom 15. Dezember 2006