Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 18.11.2019, aktuelle Version,

FC Blau-Weiß Linz

Blau-Weiß Linz
Basisdaten
Name FC Blau-Weiß Linz
Sitz Linz, Oberösterreich
Gründung 2. Juli 1997
Farben blau-weiß
Präsident Walter Niedermayr bis 30. November 2018[1]
Website blauweiss-linz.at
Erste Mannschaft
Cheftrainer Goran Djuricin
Spielstätte Linzer Stadion
Donauparkstadion
Plätze 25.138 (Gugl)
02.000 (Donaupark)
Liga 2. Liga
2018/19 5. Platz
Heim
Auswärts
Mannschaftsfoto der Saison 2012/13

Der FC Blau-Weiß Linz ist ein Fußballverein aus Linz. Er ist seit der Saison 2016/17 in der 2. Liga (zweithöchste Spielklasse im österreichischen Männer-Fußball) vertreten.

Geschichte

Der FC Blau-Weiß Linz wurde am 2. Juli 1997 von Hermann Schellmann, Wilhelm Holzleitner und Willibald Katschtaler als Nachfolgeverein der Vereine FC Linz und SV Austria Tabak Linz gegründet. Ihr erstes Meisterschaftsspiel unter diesem Namen absolvierte die Mannschaft in der Saison 1997/98 in der 1. Oberösterreichischen Landesliga am 19. August 1997 gegen den ASKÖ Donau Linz und gewann mit 2:1. Nach drei Jahren in der vierthöchsten österreichischen Spielklasse gelang mit einem finalen 4:2-Sieg bei der Union St. Florian endlich der Meistertitel und gleichzeitig der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Mitte, in der der Verein ab der Saison 2000/01 sieben Spielzeiten verbrachte. In der Saison 2002/03 konnte dort abermals der Meistertitel errungen werden. Das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Spielklasse wurde auswärts in Villach gegen BSV Bad Bleiberg mit 2:0 gewonnen, das Rückspiel im Linzer Stadion vor 8000 Zusehern ging aber nach einer 2:1-Pausenführung noch mit 2:4 verloren. Auf Grund der Auswärtstorregel verblieb der FC Blau-Weiß Linz somit in der Regionalliga Mitte.

Nach dem verpassten Aufstieg folgte ein steter sportlicher Niedergang. Spielten die Linzer in der Folgesaison 2003/04 noch lange vorne mit, war man 2005 und 2006 bereits im Abstiegskampf verwickelt. Diese Entwicklung gipfelte in der Saison 2006/07, als die Linzer zum zehnjährigen Vereinsjubiläum die Liga nach unten verlassen mussten. Man schaffte jedoch den sofortigen Wiederaufstieg und somit war der Klub ab der Saison 2008/09 wieder zurück in der Regionalliga Mitte. In der Saison 2010/11 schafften sie hinter den nicht aufstiegsberechtigten LASK Juniors den Vizemeistertitel in der Regionalliga Mitte und somit die Qualifikation für die Relegationsspiele gegen die WSG Wattens. Nach einer 0:1-Heimniederlage siegte man auswärts mit 1:0 und sicherten sich mit einem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen den Aufstieg in die Erste Liga. Die darauffolgende Saison im Profifußball wurde auf dem sechsten Platz abgeschlossen.

Die folgende Saison 2012/13 verlief wesentlich weniger erfreulich, die Linzer errangen die wenigsten Punkte aller Erstligisten. Da der FC Lustenau aber keine Lizenz für die Saison 2013/14 erhielt, wurden die Vorarlberger auf den letzten Platz zurückgereiht, und Blau-Weiß Linz erhielt die Chance, in Relegationsspielen gegen SC-ESV Parndorf 1919, den Meister der Regionalliga Ost, die Klasse zu wahren. Die Linzer verloren das Auswärtsspiel in Parndorf mit 1:2 und das Heimspiel mit 0:1 und mussten daher den bitteren Gang in die Regionalliga Mitte antreten. Damit war erstmals seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1974 die Stadt Linz weder in der ersten noch in der zweiten Leistungsklasse vertreten. In der Saison 2015/16 wurde Blau-Weiß Linz Meister der Regionalliga Mitte und stieg erneut in die Erste Liga auf.

Am 30. Juni 2017 trat der Präsident Hermann Schellmann zurück und übergab die Vereinsführung an den Vizepräsidenten Walter Niedermayr. Der neue Präsident versucht, mit der Agenda 2027 und einem großen Team den Verein in die Bundesliga zu führen. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung musste er aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Präsidenten am 30. November 2018 zurücklegen. Seine Agenden als Präsident werden interimistisch auf sämtliche Vorstandsmitglieder aufgeteilt, bis die Nachfolge geregelt ist.[2]

Erfolge

  • Oberösterreichischer Landesmeister: 2000, 2008
  • Meister der Regionalliga Mitte: 2003, 2016
  • Aufstiege in die Erste Liga: 2011, 2016

Saisonen

Saison Liga Platzierung ÖFB-Cup Anmerkung
1997/98 Landesliga OÖ (IV) 04. 1. Runde
1998/99 Landesliga OÖ (IV) 04. Vorrunde
1999/00 Landesliga OÖ (IV) 01. Vorrunde
2000/01 Regionalliga Mitte (III) 07. 2. Runde[3]
2001/02 Regionalliga Mitte (III) 02. Vorrunde
2002/03 Regionalliga Mitte (III) 01. Achtelfinale Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga
2003/04 Regionalliga Mitte (III) 05. 2. Runde
2004/05 Regionalliga Mitte (III) 10. Achtelfinale[4]
2005/06 Regionalliga Mitte (III) 12. Vorrunde
2006/07 Regionalliga Mitte (III) 14. 1. Runde
2007/08 Landesliga OÖ (IV) 01. nicht qualifiziert
2008/09 Regionalliga Mitte (III) 07. 1. Runde
2009/10 Regionalliga Mitte (III) 02. Achtelfinale
2010/11 Regionalliga Mitte (III) 02. Achtelfinale Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga
2011/12 Erste Liga (II) 06. Achtelfinale
2012/13 Erste Liga (II) 10. 1. Runde Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga
2013/14 Regionalliga Mitte (III) 06. 1. Runde
2014/15 Regionalliga Mitte (III) 03. 1. Runde
2015/16 Regionalliga Mitte (III) 01. 1. Runde
2016/17 Erste Liga (II) 07. Achtelfinale
2017/18 Erste Liga (II) 10. 2. Runde gemäß ÖFB-Beschluss kein Absteiger[5]
2018/19 2. Liga (II) 5. 1. Runde
grün unterlegt: Aufstiege — rot unterlegt: Abstiege

Kampfmannschaft

Trainerteam

Stand: 16. April 2019[6]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Goran Djuricin 16.10.1974 Osterreich 04/2019 SK Rapid Wien
Co-Trainer Ernő Doma 26.12.1974 Ungarn 07/2018 Trainer FC Blau-Weiß Linz II
Tormanntrainer Johannes Hofer 16.06.1980 Osterreich 12/2017

Aktueller Kader

Stand: 2. September 2019[7]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Nicolas Schmid 22.02.1997 Osterreich 07/2018 LASK (Leihe)
21 Ammar Helac 13.06.1998 Osterreich 07/2017 ASKÖ Donau Linz
31 Bastian Horner 29.10.2000 Osterreich 07/2017 FC Blau-Weiß Linz II
41 Andreas Tokic 02.07.2001 Osterreich 07/2019 FC Wels
Verteidigung
04 Danilo Mitrović 23.03.2001 Serbien 07/2019 FK Vojvodina U-19
05 Bernhard Janeczek 10.03.1992 Osterreich 07/2018 SCR Altach
11 Martin Kreuzriegler 10.01.1994 Osterreich 07/2018 Hibernians Football Club
15 Martin Grasegger 10.01.1989 Osterreich 07/2018 SC Austria Lustenau
25 Mathias Ablinger 11.11.2001 Osterreich 07/2019 FC Blau-Weiß Linz II
37 Nosa Iyobosa Edokpolor 22.09.1996 Osterreich 07/2018 SV Horn
77 Gerhard Dombaxi 20.10.1996 Deutschland 07/2018 SV Morlautern
Mittelfeld
06 Lukas Tursch 29.03.1996 Osterreich 07/2018 Floridsdorfer AC
08 Simon Gasperlmair 17.12.1997 Osterreich 07/2019 SK Vorwärts Steyr
10 Philipp Pomer 12.08.1997 Osterreich 07/2019 ASK Ebreichsdorf
13 Michael Brandner 13.02.1995 Osterreich 07/2019 SC Wiener Neustadt
14 Oliver Filip 15.01.1998 Osterreich 07/2019 SK Sturm Graz
17 Aleksandar Kostić 12.10.1995 Osterreich 07/2019 FK Radnički Niš
20 Sekou Sylla 20.07.2001 Elfenbeinküste 08/2019 Olympic Sport d’Abobo (Leihe)
22 Nikola Jelisić 29.12.1994 Bosnien und Herzegowina 08/2019 1. FC Schweinfurt 05
23 Turgay Gemicibaşi 23.04.1996 Turkei 07/2019 FC Mauerwerk
Angriff
07 Thomas Fröschl 20.09.1988 Osterreich 07/2018 SV Ried
09 Fabian Schubert 29.08.1994 Osterreich 07/2019 TSV Hartberg
28 Philipp Ablinger 11.11.2001 Osterreich 07/2019 FC Blau-Weiß Linz II
35 Samir Mehmeti 09.04.1997 Serbien 03/2019 FC Blau-Weiß Linz II
86 Stefano Surdanović 23.11.1998 Serbien 07/2019 SV Ried

Transfers

Stand: 2. September 2019[8]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2019

Trainerhistorie

Stadion

Tribüne im Donaupark-Stadion

Ab der Saison 2011/12 spielt der Verein im Linzer Stadion. Es bietet in der derzeitigen Konfiguration 20.104 Zuschauern Platz, womit es Oberösterreichs größtes Stadion ist. Genutzt wird es teilweise auch vom Lokalrivalen LASK Linz. Früher war es bereits die Heimstätte des Vorgängervereins des FC Blau-Weiß Linz, dem FC Linz, gewesen.

Vor dem Aufstieg in die Erste Liga in der Saison 2010/11 spielte der Klub im Donauparkstadion (ursprünglich Tabak-Sportplatz, am 1. August 1997 offiziell umbenannt). Dieses befindet sich zwischen Voest- und Eisenbahnbrücke, direkt an der Donau. Seit der Saison 2012/13 trainiert die Kampfmannschaft am Kunstrasen des Linzer Stadions, das Donauparkstadion wird als Trainingsgelände für die Amateurmannschaft sowie für Testspiele genutzt.[9] Es fasst 2000 Zuschauer, davon 400 auf Sitzplätzen.

Während anfangs bis zu 2000 Zuschauer die Spiele der Linzer besucht hatten, pendelte sich mit der Zeit der Zuspruch auf niedrigerem Niveau ein. Trotzdem zählte der FC Blau-Weiß Linz zu den Publikumsmagneten der Regionalliga Mitte; zu den Auswärtsspielen werden die Linzer oft von hunderten Fans begleitet.

Agenda 2027

Die Agenda 2027 ist ein Zehnjahresplan des Vereins.

Am 14. Februar 2017 präsentierte der FC Blau-Weiß Linz in der Linzer Tabakfabrik seine Agenda 2027. Die Tabakfabrik, als symbolischer Ort der Wurzeln des Vereins, die in der Stahlindustrie und dem SV Austria Tabak liegen, sollte bewusst zum Schauplatz des geplanten Umbruches werden. Der damalige Präsident, Hermann Schellmann, legte daraufhin alle seine Ämter bei FC Blau Weiß nieder und übergab sie an das neue Vorstandsteam.

Inhalt der Agenda

Bis 2027 sollen die Profis in die höchste österreichische Spielklasse aufsteigen, die Amateure in dieser Zeitspanne bis in die Oberösterreich-Liga aufsteigen. Auch dem Nachwuchs will man besonderes Augenmerk schenken und die Nachwuchsarbeit verstärken. Man will die „Nummer eins hinter den Akademien“ werden. Dabei will man den jungen Spielern jedoch Zeit für ihre Entwicklung auf und außerhalb des Rasens geben.

Mittel- und langfristig will man geschäftsmäßig das Budget verdoppeln, 1000 Mitglieder werben und 10 % des Budgets für den Nachwuchs aufwenden. Es wurde auch angemerkt, dass die Ziele der Agenda auch bei einem eventuellen Abstieg ohne Abstriche verfolgt werden. Man sei ebenfalls der Meinung, dass wirtschaftlich in Linz genügend Potenzial vorhanden sei, um daraus Profit zu schlagen. Das Dreieck aus Verein, Kultur und Wirtschaft soll vermehrt gefestigt werden.

Fans

Bekannte Fanclubs des Vereins sind die 1991 gegründete Linzer Stahlfront, die 1999 gegründeten Linzer Pyromanen, die 2003 gegründeten Linzer Blauhelme oder der 2010 gegründete Salon Blauweiss Linz. Als Überorganisation für die Anhänger existiert das Stahlstadt-Kollektiv, das eine Plattform für jeden Fan der Königsblauen darstellt und unter anderem zu einer besseren Kommunikation zwischen den einzelnen Fangruppierungen beitragen soll. Seit 2013 existiert die junge Gruppierung namens „Chaos Jugend Linz“. Weitere Fanclubs sind die Blau Weisse Urtypen (seit 2004), die Stahlstadtkinder (seit 2003) und die ARGE ToR! ("Arbeitsgemeinschaft Tribüne ohne Rassismus!", seit 2008).[10]

Kein Fanclub im klassischen Sinn ist die Tribüne Ost. Deren Besucher – meist über 30-Jährige – zählen zu alteingesessensten des Klubs. Aus deren Umfeld stammen auch die Macher des seit 1991 mehr oder weniger regelmäßig erscheinenden Fanzines „Stahlexpress“.

Die Fans des Klubs pflegen seit Anfang der Neunziger Jahre eine Fanfreundschaft mit den Stuttgarter Kickers. Auch durch intensivierten Kontakt der Linzer Blauhelme besteht inzwischen auch eine Freundschaft mit den Fans SSV Jahn Regensburg, die auch mit den Stuttgartern befreundet sind.[11]

Rivalität mit dem LASK

Die größte Rivalität pflegt der FC Blau-Weiß, aufgrund der lokalen Nähe, mit dem ebenfalls stadtansässigen LASK. Dieses Lokalduell der beiden Mannschaften genießt auch im Linzer Umland eine starke Popularität.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Kampfmannschaften in einem Pflichtspiel erfolgte in der ersten Runde des ÖFB-Cups 2002/03. In diesem Match schlug der FC Blau Weiß den LASK überraschend mit 3:1. Daraufhin gab es eine lange Zeit keine Pflichtspiele mehr gegeneinander, bis man 2011/12 nach dem Aufstieg des FC Blau-Weiß zum ersten Mal gemeinsam in der Ersten Liga spielte. 2013/14 erfolgte eine gemeinsame Saison in der Regionalliga Mitte, in der der LASK beide Spiele gewinnen konnte. Bis zum Aufstieg des LASK in die oberste österreichische Spielklasse erfolgte ein weiteres gemeinsames Jahr in der Ersten Liga 2016/17.

Künstlerische Auseinandersetzung

  • Immer wieder geht die Sonne auf, Dokumentarfilm von Dominik Thaller (2017), 108 Min. Weltpremiere Tabakfabrik Linz 2017.[12]

Literatur

  • Reinhard Krennhuber, Andreas Kump, Clemens Schuhmann: Erstmals zurück – Das unglaubliche Aufstiegsrennen des FC Blau-Weiß Linz 2011. Hrsg.: Andreas Kump. Wien 2012, ISBN 978-3-85252-840-3
  Commons: FC Blau-Weiß Linz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. BW Linz: Präsident Niedermayr legt Amt nieder auf laola1.at vom 3. Dezember 2018, abgerufen am 3. Dezember 2018.
  2. BW Linz: Präsident Niedermayr legt Amt nieder auf laola1.at vom 3. Dezember 2018, abgerufen am 3. Dezember 2018.
  3. kicker.at ÖFB-Cup 2000/01 - 2. Runde
  4. kicker.at ÖFB-Cup 2004/05 - Spieltag 3
  5. Der Standard vom 13. April 2018: ÖFB-Präsidium ändert Aufstiegskriterien für 2. Liga (abgerufen am 7. November 2018
  6. FC Blau-Weiß Linz: Betreuerstab (abgerufen am 19. September 2016)
  7. FC Blau-Weiß Linz: Kaderliste (abgerufen am 14. Juli 2016)
  8. Transfermarkt.at: Transfers 2019/20 (abgerufen am 1. Juli 2019)
  9. nachrichten.at Blau-Weiß Linz ist für den Aufstieg bereit
  10. Blau Weiße Fanklubs. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  11. 2 Stunden lange Radiosendung zu 20 Jahren Linzer Pyromanen. Faszination Fankurve, 21. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.
  12. crossingeurope.at: Immer wieder geht die Sonne auf; abgerufen am 27. April 2018