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vom 04.12.2019, aktuelle Version,

Friedhof Oberau (Bozen)

Der Friedhof in Oberau ist der öffentliche Friedhof der Stadt Bozen (Südtirol, Italien). Im Laufe der Jahre wurde der Oberauer Friedhof ständig ausgebaut und des Öfteren renoviert. Nun hat der Friedhof eine Oberfläche von ca. 16 ha, während sich die Stadt Bozen über ein Gebiet von ca. 52 km² erstreckt. Der am Bergfuß des Kohlerer Berges gelegene Friedhof, malerisch von der Haselburg überragt, hat trotz der vielen Um- und Ausbauarbeiten seinen Charakter als Parkanlage mit zahlreichen Pflanzen- und Baumsorten bewahrt. Auch tragen viele bedeutende Grabmale zur historisch-künstlerischen Bedeutung der Gesamtanlage bei.

Geschichte

Ansicht des Friedhofs

Ab den Jahren 1930–1932 fanden die Beerdigungen im Gemeindegebiet endgültig im Oberauer Friedhof statt, nachdem der im frühen 19. Jahrhundert angelegte klassizistische Friedhof südlich der Marienpfarrkirche im Altstadtbereich definitiv aufgegeben worden war.[1] Die lateinische Inschrift „Resurrecturis“ (Denjenigen, die auferstehen werden) oberhalb der Eingangstore verbindet den alten und den neuen Friedhof in Oberau. Der erste in Oberau angelegte Friedhof ist der jüdische Friedhof, dessen Einrichtung bis ins Mittelalter zurückgeht und dessen ältestes noch erhaltene Grab auf das Jahr 1830 datiert. In der Nähe des jüdischen Friedhofs wurde im Jahre 1915 der evangelische Friedhof angelegt. Das entsprechende Projekt sah auch den Bau einer Kapelle durch Arch. Steiner vor. Auch im katholischen Friedhof wurde eine vom Architekten Gustav Nolte geplante Kapelle errichtet. In dieser Kapelle sind bedeutende Wandmalereien von Ignaz Stolz und ein Holznussrelief von Hans Piffrader erhalten. So fand jede der drei Kultusgemeinden ihren eigenen Platz. Südlich des Friedhofs, in der Ortschaft Sankt Jakob, befinden sich die Soldatenfriedhöfe. In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurde auch hier eine Kapelle erbaut. Im Laufe des Ersten Weltkrieges wurden viele Soldaten im Oberauer Friedhof beerdigt, die dann in den Soldatenfriedhof von Sankt Jakob verlegt wurden. Der Friedhof von Sankt Jakob ist nun in drei Bereiche geteilt: Zivil-, Soldaten- und Veteranenfriedhof.

Gräber bekannter Persönlichkeiten

Andere Friedhöfe

Auf dem Gemeindegebiet von Bozen befinden sich zwei weitere, von den Pfarreien verwaltete Friedhöfe: der Friedhof von Gries (der nur mehr selten benutzt wird) und der Friedhof von Sankt Jakob. Diese Friedhöfe unterstehen der Kontrolle durch die Gemeinde, sie werden aber direkt von den Pfarreien verwaltet. Angrenzend an den Friedhof von Sankt Jakob befindet sich auch der Soldatenfriedhof, der auf Initiative des Vereins des Kriegsveteranen zur Beisetzung der im Ersten Weltkrieg gefallenen, österreichisch-ungarischen Soldaten und der später verstorbenen Veteranen angelegt worden ist. Zum historischen Friedhof bei der Bozner Pfarrkirche (bis um 1932) siehe auch Maria Himmelfahrt (Bozen).

Quellen

Einzelnachweise

  1. Zu dessen Anlage und Ausstattung Andreas Stolzenburg: Die Freskendekoration der Arkaden des alten Bozner Friedhofes (1832–1838). In: Der Schlern 1992, H. 8, S. 487–517.
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