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vom 02.09.2016, aktuelle Version,

Grete Hinterhofer

Grete Hinterhofer (* 18. Juli 1899 in Wels; † 27. Juni 1985 in Wien) war eine österreichische Pianistin, Musikpädagogin und Komponistin.

Grete Hinterhofer war Klavierschülerin von Cäcilie (von) Frank (1851–1936?), die im 1. Bezirk einen illustren musikalischen Salon betrieb und Klavierbegleiterin des Hellmesberger-Quartetts und von Arnold Rosé war. Von ihr erhielt sie eine umfassende künstlerische Ausbildung und absolvierte einige öffentliche Auftritte, die in lokalen Zeitungen besprochen wurden. Cäcilie (von) Franks Wohnung war zudem ein wichtiger Treffpunkt der Wiener musikalischen Welt. Eine von Grete Hinterhofers Mitschülerinnen war die Schönberg-Schülerin Vilma von Webenau.[1] Hinterhofer trat als Konzertpianistin u. a. unter der Leitung von Richard Strauss auf. Sie widmete sich der Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponisten wie Karl Schiske, dessen Rhapsodie für Klavier sie 1950 im Brahmssaal der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik spielte. Daneben unterrichtete sie Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zu ihren Schülern zählten die Komponisten Andre Asriel, Erich Urbanner, Rolf Wilhelm und Wolfgang Gabriel, der Organist Bernhard Billeter und der Pianist Harald Ossberger.

Literatur

  • Eva Marx, Gerlinde Haas: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Biographie, Werk und Bibliographie: ein Lexikon. Residenz, Salzburg 2001, S. 464. ISBN 3-7017-1215-8.
  • Susanne Wosnitzka: "Gemeinsame Not verstärkt den Willen" – Netzwerke von Musikerinnen in Wien, in: Annkatrin Babbe und Volker Timmermann (Hg.): Musikerinnen und ihre Netzwerke im 19. Jahrhundert. Oldenburg 2016 (= Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts (Hg. Freia Hoffmann), Bd. 12). ISBN 978-3-8142-2338-4.

Einzelnachweise

  1. Susanne Wosnitzka: "Gemeinsame Not verstärkt den Willen" – Netzwerke von Musikerinnen in Wien, in: Annkatrin Babbe und Volker Timmermann (Hg.): Musikerinnen und ihre Netzwerke im 19. Jahrhundert. Oldenburg 2016 (= Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts (Hg. Freia Hoffmann), Bd. 12), S. 141.