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vom 12.07.2018, aktuelle Version,

Großkrut

Marktgemeinde
Großkrut
Wappen Österreichkarte
Wappen von Großkrut
Großkrut (Österreich)
Großkrut
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 38,46 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 16° 43′ O
Höhe: 181 m ü. A.
Einwohner: 1.572 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2143
Vorwahl: 02556
Gemeindekennziffer: 3 16 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poysdorfer Straße 3
2143 Großkrut
Website: www.grosskrut.at
Politik
Bürgermeister: Franz Schweng (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
5
1
13  5  1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Großkrut im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf bei StaatzNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreich Lage der Gemeinde Großkrut im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Großkrut

Großkrut (bis 1922 Böhmischkrut) ist eine Marktgemeinde mit 1572 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie

Großkrut liegt im Hügelland des nordöstlichen Weinviertels in Niederösterreich, rund zehn Kilometer östlich von Poysdorf.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 38,45 Quadratkilometer. 1,66 Prozent der Fläche sind bewaldet. Das Landschaftsbild ist geprägt von Acker- und Weinbau.

Gemeindegliederung

Gemeinde Rathaus

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Althöflein (281)
  • Ginzersdorf (233)
  • Großkrut (901)
  • Harrersdorf (157)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Althöflein, Ginzersdorf, Großkrut und Harrersdorf.

Geschichte

Der Ort wird erstmals 1055 urkundlich erwähnt.

BÖHMISCHKRUT Abstempelung in 1901.

Bis 1922 hieß die Gemeinde „Böhmischkrut“, änderte aber 1922 unter anderem deswegen den Namen, weil die Zustellung von Postsendungen sich häufig dadurch verzögerte, dass der Name vermeintlich auf eine Lage in der Tschechoslowakei schließen ließ.[2] Der Name war jedoch eher eine Abgrenzung zum Ort Dürnkrut.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, am 20. April 1945, wurde Großkrut Schauplatz eines kurzen Kampfes zwischen Soldaten der Waffen-SS und der Roten Armee, bei denen 4 Zivilisten getötet wurden. In Ginzersdorf kamen bei Kampfhandlungen und durch Beschuss aus Stalinorgeln 3 Zivilisten ums Leben, 11 Gebäude wurden zerstört.[3]

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.643 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1.697 Einwohner, 1981 1.780 und im Jahr 1971 1.998 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Franz Schweng, Amtsleiterin Maria Graf.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen seit der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 5, FPÖ 1, andere Parteien erlangten keinen Sitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

An der Straße nach Bernhardsthal befindet sich ein ehemaliger Galgen, die sogenannte Gerichtssäule.[4] Die letzte Verurteilung durch das Böhmischkruter Hochgericht und Ausführung der Hinrichtung „am Galgen, außerhalb des Dorfs“ erfolgte am 8. November 1743.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 41, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 139. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 706. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,06 Prozent.

  Commons: Großkrut  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Notiz in der „Reichspost“ (vom 1. März 1922)
  3. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  4. Die Gerichtssäule