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vom 11.10.2018, aktuelle Version,

Großmürbisch

Großmürbisch
Wappen Österreichkarte
Wappen fehlt
Großmürbisch (Österreich)
Großmürbisch
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 7,92 km²
Koordinaten: 47° 1′ N, 16° 22′ O
Höhe: 293 m ü. A.
Einwohner: 242 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 31 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7540
Vorwahl: 03322
Gemeindekennziffer: 1 04 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Großmürbisch 120
7540 Großmürbisch
Website: www.grossmuerbisch.at
Politik
Bürgermeister: Jürgen Kurta (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(11 Mitglieder)
7
4
7  4 
Insgesamt 11 Sitze
Lage von Großmürbisch im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Großmürbisch im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Großmürbisch ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Alsómedves, der kroatische Ortsname ist Veliki Medveš.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Großmürbisch ist die einzige Ortschaft in der Gemeinde und liegt südlich von Güssing am Reinersdorfer Bach. Zu Großmürbisch gehören auch die Streusiedlungen Bergen und Hütterische Häuser.

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Alsómedves verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Wie viele andere Orte des Burgenlandes wurde auch Großmürbisch im 16. Jahrhundert im stärkeren Ausmaß von der kroatischen Kolonisierung erfasst. Seit der Nachkriegszeit ist der Anteil der Volksgruppe der Burgenlandkroaten stark rückläufig und beläuft sich heute nur mehr auf wenige Sprecher (1934: 43,4 %; 2001: 1,1 %).

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,86
(+10,22)
40,14
(-10,22)
   
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 11 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 170 59,86 7 136 49,64 5 115 53,00 6 129 55,84 7 124 58,22 7
SPÖ 114 40,14 4 138 50,36 6 102 47,00 5 92 39,83 4 60 28,17 3
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 10 4,33 0 29 13,62 1
Wahlberechtigte 315 295 267 262 257
Wahlbeteiligung 93,02 % 94,92 % 85,77 % 91,22 % 87,16 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist Jürgen Kurta (ÖVP).

Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 7. Oktober 2007 setzte sich Siegfried Klucsarits (SPÖ) mit 51,35 % gegenüber Borka (ÖVP, 48,65 %), der die Nachfolge von Franz Jandrasits (ÖVP) antreten hätte sollen, durch und holte für die SPÖ den Bürgermeistertitel.[3] Klucsarits stand zehn Jahre an der Spitze der Gemeinde, denn bei der Wahl am 1. Oktober 2017 wurde der bisherige Vizebürgermeister Jürgen Kurta von den Wählern mit 60,21 % zum Bürgermeister gewählt. Klucsarits erhielt lediglich 39,79 % der Stimmen und zog sich daraufhin von den Parteispitze zurück, weshalb nicht er, sondern Werner Jandrasits in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats zum Vizebürgermeister gewählt wurde.[1][5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Großmürbisch
  • Katholische Pfarrkirche Großmürbisch hl. König Stephan
  • Marienkapelle im unteren Ort
  • Dreifaltigkeitskapelle im Garten des Hauses 1, erbaut im Jahre 1913.

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Burgenland. Großmürbisch. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1976, ISBN 3-7031-0401-5, S. 114.
  • Stefan Geosits (Hg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
  Commons: Großmürbisch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Großmürbisch 2017 (abgerufen am 21. Jänner 2018)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis Großmürbisch 2012 (abgerufen am 21. Jänner 2018)
  3. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Großmürbisch 2007 (abgerufen am 21. Jänner 2018)
  4. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Großmürbisch 2002 (abgerufen am 21. Jänner 2018)
  5. Gemeinde Großmürbisch: Die Gemeinde im Überblick (abgerufen am 22. Jänner 2018)