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vom 29.09.2018, aktuelle Version,

Helga Krismer-Huber

Helga Krismer-Huber

Helga Krismer[1] (* 18. September 1972 in Kufstein, Tirol) ist eine österreichische Veterinärmedizinerin, Politikerin (Die Grünen) und Vizebürgermeisterin der Stadtgemeinde Baden. Seit 2003 ist Krismer Abgeordnete zum niederösterreichischen Landtag und seit 2014 Klub- bzw. (seit 2018) Fraktionsobfrau der Grünen im NÖ Landtag. 2015 übernahm Helga Krismer von Madeleine Petrovic auch die Rolle der Landessprecherin der Grünen Niederösterreich.

Leben

Krismer besuchte ein Bundesrealgymnasium, das sie mit der Matura abschloss. Sie studierte in der Folge Veterinärmedizin, promovierte zur Doktorin und zog 2000 in den Gemeinderat von Baden ein. Sie ist seit 2005 Obfrau des grünen Gemeindevertreterverbandes. Seit dem 24. April 2003 vertritt sie zudem die Grünen im niederösterreichischen Landtag.

Dort macht sich die Grüne für ein Spekulationsverbot mit Steuergeldern stark, nachdem 2009 die Verluste des Landes Niederösterreich durch Spekulationsgeschäfte bekannt wurden. Die Grünen im NÖ Landtag waren stets die einzige Partei, die Wolfgang Sobotkas spekulative Veranlagungen gestimmt haben.

Krismer ist seit 2010 Vizebürgermeisterin von Baden.[2] Im September 2016 erklärte Kurt Staska seinen Rücktritt als Badner Bürgermeister, Vizebürgermeisterin Helga Krismer übernahm vorübergehend die Geschäfte.[3]

Seit 2015 ist sie als Nachfolgerin von Madeleine Petrovic Landessprecherin der Grünen in Niederösterreich.[4]

In der neuen Rolle angekommen legte sich Krismer 2017 mit Erwin Pröll an, indem sie auf ihre Anfrage von 2009 an den damaligen Landeschef anknüpfte und mit Hilfe der Stadtzeitung FALTER die Geldflüsse seitens der NÖ Landesregierung in die Dr. Erwin Pröll Privatstiftung aufdeckte. Kurz danach gab Erwin Pröll seinen Rückzug als Landeshauptmann bekannt.

Im Wahlkampf für die Landtagswahl in Niederösterreich 2018 sorgten die niederösterreichischen Grünen für Aufsehen. Demnach warben Poliker der NÖ-Grünen sowie deren Landessprecherin Helga Krismer, verkleidet als „Jedi-Ritter“, für ihre Partei. Medien kolportierten, dass Disney wegen Urheberrechtsverletzungen klagte.[5] Wahr ist vielmehr, dass bei den Grünen nie eine solche Klage einging. Das Video wurde damals zum Wahlkampfhit, bescherte den Grünen aber keinen Zuwachs an Stimmen.

Bei der Landtagswahl in Niederösterreich 2018 erreichten die Grünen mit Spitzenkandidatin Krismer 6, 43 % der Stimmen und erreichten damit, nach der Nationalratswahl in Österreich 2017, den Wiedereinzug in den Niederösterreichischen Landtag. Die Grünen schafften damit erneut den Sprung in die NÖ Landesregierung nicht. Die seit 2012 omnipräsente Forderung nach einem 365-€-Jahresticket für alle Öffis in ganz Niederösterreich findet daher weiterhin keine Umsetzung.

Am 2. Februar 2018, einen Tag nach der Verkündung des amtlichen Endergebnisses der Landtagswahl in Niederösterreich 2018, gaben die niederösterreichischen Grünen bekannt, eine Wahlanfechtung der Landtagswahl beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) zu prüfen. Aufgrund der Neuregelung der Wahlberechtigung für Personen, die einen Zweitwohnsitz in Niederösterreich haben, hätten viele Menschen nicht zur Wahl gehen dürfen, kritisierte Landessprecherin Krismer. Außerdem sei es eine „willkürliche Entscheidung“ der jeweiligen Bürgermeister in den Gemeinden, ob der- oder diejenige zur Wahl zugelassen wird.[6] Am 27. Februar 2018 verkündete Krismer zunächst, dass weiterhin eine allfällige Wahlanfechtung geprüft werde und die nicht alleine eine Entscheidung darüber treffen möchte.[7] Sie berief einen erweiterten Landesausschuss ein, der eine Entscheidung traf. Am 1. März 2018 gab Krismer bekannt, dass die Landtagswahl nicht angefochten wird.[8]

Im April 2018 wurde Krismer mit einer Mehrheit von 87,5 Prozent der Stimmen als Landessprecherin der Grünen bestätigt.[9] Seitdem widmet sie sich wieder ihren Kernthemen: Kontrolle im NÖ Landtag und Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Helga Krismer. Abgerufen am 23. Januar 2018.
  2. Team-Website (Memento des Originals vom 13. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/baden.gruene.at der Grünen Baden, eingesehen am 23. Mai 2013
  3. orf.at - Badens Bürgermeister Staska zurückgetreten. Artikel vom 19. September 2016, abgerufen am 19. September 2016.
  4. orf.at - Grüne: 84 Prozent-Votum für Helga Krismer. Artikel vom 15. November 2015, abgerufen am 15. November 2015.
  5. Grüne "Jedi-Ritter" im Visier von Disney - noe.ORF.at. Abgerufen am 23. Januar 2018.
  6. Landtagswahl: Grüne prüfen Anfechtung - noe.ORF.at. Abgerufen am 2. Februar 2018.
  7. Wahlanfechtung: Grüne vertagen Entscheidung - noe.ORF.at. Abgerufen am 1. März 2018.
  8. Grüne fechten Landtagswahl nicht an - noe.ORF.at. Abgerufen am 1. März 2018.
  9. Krismer: „Für uns hat sich im Landtag nichts geändert“. Abgerufen am 2. Mai 2018.
  10. Ehrenzeichenverleihung an ehemalige und amtierende Abgeordnete, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, 9. Oktober 2014.
  Commons: Helga Krismer-Huber  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien