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vom 25.06.2017, aktuelle Version,

Ilona Gusenbauer

Ilona Gusenbauer 1972

Ilona Gusenbauer (* 16. September 1947 in Gummersbach; geborene Ilona Majdan) ist eine ehemalige österreichische Leichtathletin.

Karriere

Ilona Gusenbauer ist zehnfache Österreichische Staatsmeisterin im Hochsprung und war ab Ende der 1960er Jahre eine der besten Hochspringerinnen der Welt.

Gusenbauer wurde erstmals 1966 Österreichische Staatsmeisterin im Hochsprung. Erste internationale Erfahrungen sammelte sie 1968 bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt, als sie mit der Höhe von 1,76 m den achten Platz erreichte. Zwei Jahre später gewann sie bei der Universiade in Turin die Bronzemedaille.

In der Folgesaison erreichte sie den Höhepunkt ihrer sportlichen Erfolge: Am 12. August 1971 wurde sie mit 1,87 m in Helsinki Europameisterin. Im ausverkauften Wiener Praterstadion übersprang sie am 4. September beim Sportpressefest 1971 gleich im ersten Versuch die Höhe von 1,92 m und verbesserte damit den zehn Jahre alten Weltrekord der Rumänin Iolanda Balaș um einen Zentimeter. Im gleichen Jahr wurde sie in Österreich zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Vor den Olympischen Spielen 1972 war sie wegen der Veröffentlichung eines Werbebildes durch eine Kunststofffirma gezwungen, gegen diese Klage einzubringen, um den Amateurstatus beizubehalten.[1] Zu den Spielen selbst reiste Gusenbauer als Favoritin nach München. Im Finalwettkampf musste sie sich aber überraschend der 16-jährigen Ulrike Meyfarth geschlagen geben und belegte am Ende mit übersprungenen 1,88 m den dritten Platz.

Sie lebt heute im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. «Ilona wußte nichts vom Werbebild». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 25. Juni 1972, S. 12.
  2. Ab Mitte rechts: «Das war Ilonas Festtag». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Juni 1972, S. 11.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)